Fußball: 3. Liga
Endzeitstimmung bei Preußen Münster – Montag Entscheidung über Hübscher

Münster -

Es geht immer und immer weiter Richtung Abgrund. Sechs Punkte liegt Preußen Münster seit Sonntag hinter einem Nicht-Abstiegsplatz. Die Treueschwüre für Trainer Sven Hübscher kamen nach dem 2:4 in Zwickau allerdings nicht mehr wie aus der Pistole geschossen. Am Montag tagen die Gremien.

Sonntag, 24.11.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 24.11.2019, 16:51 Uhr
Leeren Blickes schlichen die Preußen um Simon Scherder (M.) vom Feld.
Leeren Blickes schlichen die Preußen um Simon Scherder (M.) vom Feld. Foto: Sebastian Sanders

Nach dem erneuten (defensiven) Offenbarungseid druckste Malte Metzelder , halb erschrocken über das 2:4 von Preußen Münster beim FSV Zwickau , halb genervt über die Trainerfrage, noch herum. „Wir lassen das Spiel erst mal sacken und müssen alle runterkommen. Das sitzt in den Knochen“, so der Sportchef des SCP.

Am Tag danach setzte sich aber innerhalb der Vereinsgremien die Erkenntnis durch, dass ein „Weiter so“ geradewegs in die Regionalliga zu führen droht. „Wir werden die Situation am Montag beleuchten und dann Schlüsse ziehen. Ergebnisoffen“, ließ Geschäftsführer Bernhard Niewöhner wissen. Die Zukunft von Coach Sven Hübscher steht dabei nach 13 sieglosen Pflichtspielen (zwölf in der Liga), dem Absturz auf Rang 19 und bereits sechs Zählern Rückstand auf das rettende Ufer, selbstredend auf der Tagesordnung.

Zu einfache Gegentore

„Das Thema ist bekannt“, sagte Metzelder und meinte die finanziellen Grenzen, die dem Verein gesetzt sind. Ein neuer Mann an der Seitenlinie, vermutlich plus Co-Trainer, würde hohe Kosten verursachen. Von so oder so zwingend notwendigen Wintertransfers ganz zu schweigen. Aber wenn Metzelder ein Spiel wie das in Sachsen bewertet („Wir sind untergegangen“), dann herrscht allerhöchste Eisenbahn.

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Wird SCP-Sportchef Malte Metzelder (l.) weiterhin auf Trainer Sven Hübscher setzen? Foto: Jürgen Peperhowe

Einmal mehr fehlte jede defensive Grundordnung, Zwickau kam zu mehr als einem Dutzend allerbester Chancen. Dazu kamen die erwarteten Probleme bei hohen Schlägen auf Ronny König. „Das war ein klassisches Drittliga-Spiel. Vor allem Kampf und weite Bälle“, sagte SCP-Torschütze Seref Özcan. „Wir haben uns leider drauf eingelassen und wie in den letzten Wochen zu einfache Gegentore kassiert. Wir schaffen es nicht, 90 Minuten hellwach zu sein.“ Der FSV fightete mit nicht unbedingt attraktivem Spiel, aber wirkungsvoll – wie gewohnt. Die Adler hingegen dachten, und in den ersten 25 Minuten sah es auch so aus, als könnten sie mit spielerischen Mitteln etwas reißen.

FSV Zwickau – SC Preußen Münster

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  • Preußen-Keeper Oliver Schnitzler rettet vor Morris Schröter.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Zwei Zwickauer können gerade noch vor Simon Scherder klären.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Da war noch alles gut: Seref Özcan erzielt das schnelle 1:1 in der 4. Spielminute.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Impressionen aus Zwickau.

    Foto: Sebastian Sanders
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Bedrohliche Lage 

Der 2:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag gegen Hansa Rostock verschärfte die mehr als bedrohliche Lage noch. Glück hatte der SCP sogar noch, dass die anderen Tabellennachbarn Jena (0:3 gegen Halle), Großaspach (1:2 in Meppen) und Chemnitz (1:2 in Braunschweig) ebenfalls verloren. Das untere Mittelfeld ist aber sieben, neun und mehr Punkte entfernt.

Dass Münsters Ex-Coach Marco Antwerpen, unter dessen Regie der Club vor einem Jahr noch Tabellenzweiter war, einen geglückten Einstieg bei Eintracht Braunschweig feierte, machte das Bild an diesem Wochenende aus Preußen-Sicht rund – im negativen Sinne. Während die Adler um ihre Existenz ringen, dirigierte der 48-Jährige seinen neuen Club dank einer starken zweiten Hälfte und guten Jokern wieder Richtung Aufstiegsränge. So können Wege auseinander gehen.

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