Fußball: 3. Liga
Preußen brechen ein wie ein Kartenhaus – Hübscher vor dem Aus?

Münster -

Kein Ende des negativen Trends. Auch das 13. Drittligaspiel in Folge konnte der SC Preußen Münster nicht gewinnen und verlor gegen Aufsteiger Waldhof Mannheim mit 1:3. Trainer Sven Hübscher dürfte vor dem Aus stehen.

Samstag, 30.11.2019, 15:55 Uhr aktualisiert: 30.11.2019, 17:52 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen brechen ein wie ein Kartenhaus – Hübscher vor dem Aus?
SCP-Coach Sven Hübscher. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Talfahrt des SC Preußen Münster nimmt kein Ende. Auch im 13. Saisonspiel in Folge konnte der Fußball-Drittligist nicht gewinnen, der Rückstand zu den Nicht-Abstiegsrängen wird immer dramatischer. Die 1:3 (1:0)-Heimpleite gegen Waldhof Mannheim unterstrich die gegenwärtige labile Verfassung der Mannschaft, innerhalb von nicht einmal fünf Minuten verdaddelte das Team von Trainer Sven Hübscher eine 1:0-Führung. Möglicherweise dürfte die Partie die letzte von Hübscher als verantwortlicher Coach gewesen sein, all seine Versuche, den SCP zu stabilisieren, scheiterten in letzter Konsequenz auch dieses Mal. Der 40-Jährige hat praktisch kein Argument mehr, das für seinen Verbleib spricht. Die Führung durch Philipp Hoffmann (7.) hatte eine gute Stunde Bestand, dann drehten Mounir Bouziane (72.), Dorian Diring (73.) und Michael Schultz (76.) die Begegnung im Eiltempo vor 6053 Zuschauern.

Trainer Hübscher hatte Umstellungen nach dem 2:4 in Zwickau angekündigt. Derer vier wurden Realität. Erwartungsgemäß rückte Max Schulze Niehues wieder zwischen die Pfosten, weil Oliver Schnitzler zuletzt gepatzt hatte. Zudem waren die Mittelfeldspieler Kevin Rodrigues Pires und Philipp Hoffmann erste Wahl, genauso wie Angreifer Luca Schnellbacher. Überraschenderweise waren Okan Erdogan und Maurice Litka nur Reservisten.

Der SCP begann griffig die Partie. Philipp Hoffmann erzwang förmlich die Führung. Die Gäste aus Mannheim hatten dabei die Chance, den Angriff der Preußen zu klären. Doch der Befreiungsschlag von Kevin Conrad trudelte nur bis zum Elfmeterpunkt, Hoffmann grätschte mit brachialer Gewalt den Ball über die Linie. Ein Tor des Willens, lange nicht mehr gesehen auf Seiten der Preußen, erst sieben Minuten waren gespielt.

SC Preußen Münster – SV Waldhof Mannheim

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  • Vor der Partie: Das Preußen-Team schwört sich ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann, der Schütze des Führungstreffers.

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  • Fridolin Wagner und Simon Scherder bedrängen Kevin Koffi.

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  • Diskussionsbedarf mit dem Mannheimer Max Christiansen.

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  • Die Preußen-Fans freuen sich auf die Begegnung.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen aus dem Preußenstadion.

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Danach verteidigte der SCP praktisch nur noch bis zur Pause, spielerisch kam da wenig. Ein paar Angriffsversuche waren vielversprechend, wurden aber von der Waldhof-Abwehr abgefangen. Auf der Gegenseite übernahmen die Gäste praktisch die Regie. Das Team von Trainer Bernd Trares versuchte, sich die Preußen zurecht zu stellen.

Wagners Notbremse nicht geahndet

Münsters größtes Probleme war dabei Kevin Koffi, der Mann mit der Nummer 30. Fast alle Angriffe der Gäste suchten als Endpunkt den Angreifer. Nach 17 Minuten hatte Fridolin Wagner großes Glück, als sein Tackling an Koffi von Schiedsrichter Mitja Stegemann (Niederkassel) als Zweikampf gewertet wurde - Wagner hätte für eine Notbremse an der Strafraumgrenze die Rote Karte sehen müssen. Als Koffi nach 43 Minuten nach Flanke von Dorian Diring frei zum Kopfball kam, lag der Ausgleich in der Luft. Aber tatsächlich retteten die Preußen die Führung in die Halbzeit, weil mehr als in den letzten Wochen Zweikämpfe von Simon Scherder oder Philipp Hoffmann entscheidend gewonnen wurden. Kein gutes Spiel, Abstiegskampf halt, von diesem Standpunkt aus hatten die Preußen das genau richtig gemacht. Bis hierhin.

Nach dem Wechsel der Seiten? Es blieb dabei, Münster verteidigte und wartete auf Konter, Mannheim wagte etwas mehr. Der Ausgleich schien sicher, als Marco Schuster (52.) die SCP-Verteidigung ausgetanzt hatte, aber aus spitzem Winkel neben das Tor schoss. Doch dann, eine Stunde gespielt, hätte der SCP fast das 2:0 markiert. Endlich eine Möglichkeit. Nach Ecke von Rodrigues Pires köpfte Schnellbacher mutterseelenallein auf das Mannheimer Tor, doch Timo Königsmann reagierte glänzend und verhinderte das 0:2. Im Gegenzug rollte Koffis Kopfball knapp am Tor vorbei. Es wurde reger auf dem Feld.

Dreierpack dreht das Spiel

Die Schlussphase, noch 20 Minuten, alles offen. Dachten sich auch die Gäste. Mit einem Dreierpack innerhalb von nicht einmal fünf Minuten drehte Mannheim das Geschehen. Beim Angriff über die linke Seite kam Rodrigues Pires nicht mit, der Pass von Max Christiansen landete beim eingewechselten Mounir Bouziane. Nächster Angriff, 1:2, weil Dorian Diring von der Strafraumgrenze traf. Ein paar Augenblicke später das 1:3 durch Michael Schultz. In vier, fünf Minuten war der SCP aus den Angeln gehoben. Wie ein Kartenhaus brach der SCP ein, ein Desaster.

Alles für die Katz, der Rest war Schaulaufen für die Mannheimer. Der SC Preußen befindet sich auf direktem Weg in die Regionalliga.

Münster: Schulze Niehues - Schauerte, Kittner, Scherder, Heidemann - Wagner (77. Litka), Rodrigues Pires - Özcan (79. Cueto), Mörschel, Hoffmann (73. Dadashov) - Schnellbacher. - Trainer: Hübscher - Ersatzbank: Schnitzler (Tor), Brandenburger, Erdogan, Hoffmeier

Mannheim: Königsmann - Marx, Schultz, Seegert, Conrad (80. Conrad) - Christiansen, Schuster - Deville (57. Ferati), Korte, Diring - Koffi (64. Bouziane). - Trainer: Trares - Ersatzbank: Varvodic (Tor), Dos Santos, Hofrath, Flick

Tore: 1:0 Hoffmann (7.), 1:1 Bouziane (72.), 1:2 Diring (73.), 1:3 Schultz (76). - Zuschauer: 6053. - Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel). - Gelbe Karten: Schauerte, Schnellbacher, Schulze Niehues, Kittner / Schuster

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