Fußball: 3. Liga
Preußen Münster verpflichtet Cornflakes-Mann Löhmannsröben

Münster -

Der SC Preußen Münster ist vor Heiligabend aktiv geworden und kann noch vor der Bescherung den ersten der angekündigten Winter-Neuzugänge präsentieren. Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben kommt ablösefrei vom insolventen Nordost-Regionalligisten Wacker Nordhausen – sammelte zuvor aber in Kaiserslautern. Jena und Magdeburg reichlich Drittliga-Erfahrung, und vor der Kamera seltene Prominenz als „Cornflakes-Mann“.

Montag, 23.12.2019, 11:48 Uhr
Jan Löhmannsröben im Einsatz für Wacker Nordhausen. Schon beim Trainingsneustart 2020 wird der 28-Jährige mit den Preußen trainieren.
Jan Löhmannsröben im Einsatz für Wacker Nordhausen. Schon beim Trainingsneustart 2020 wird der 28-Jährige mit den Preußen trainieren. Foto: rieg via www.imago-images.de

Eine schöne Bescherung: Der SC Preußen Münster präsentiert passend zum Weihnachtsfest den „Cornflakes-Mann“: Mit Jan Löhmannsröben verpflichtete der Vorletzte der dritten Liga am 23. Dezember nicht nur einen gefragten Mittelfeldmann, der vom Regionalligisten Wacker Nordhausen zum SCP stößt, sondern auch den Mann, der dafür verantwortlich ist, dass in der DFB-Zentrale in Frankfurt im September 2018 zentnerweise Cornflakes eingelagert werden mussten. Nach dem 1:1 im Liga-Duell seines 1. FC Kaiserslautern gegen den FSV Zwickau ließ der 28-Jährige vor den Fernsehkameras seinem Frust über eine Schiedsrichterentscheidung freien Lauf und katapultierte sich mit seiner Wutrede in eine Liga mit Trainerlegende Giovanni Trapattoni (Flasche leer) und Rude Völler mit seiner Weißbier-Entladung. „Wenn das ein Schiedsrichter ist – Digga, der soll erst mal Cornflakes zählen gehen. Mir platzt gleich die Krawatte“, so der Kommentar von Löhmannsröben nach einer umstrittenen Strafstoßentscheidung. Die Rede verbreitete sich blitzartig in allen sozialen Kanälen. Fans riefen umgehend dazu auf, als Protest Corn-Flakes-Packungen an die DFB-Zentrale zu schicken – und es wurde nachhaltig geliefert.

Jetzt kommt der Mittelfeldmann aus der Konkursmasse des insolventen Regionalligisten Nordhausen also nach Münster – und soll auf dem Feld für klare Ansagen sorgen. „Jan ist genau der Spielertyp, der uns in der derzeitigen Situation guttun wird. Er will unbedingt zurück in die 3. Liga und nochmal voll angreifen. Er soll und kann wichtige Impulse innerhalb der Mannschaft setzen“, ist Malte Metzelder, Geschäftsführer Sport beim SC Preußen, überzeugt, dass sich für beide Seiten eine Win-Win-Situation ergeben könnte.

Jan Löhmannsröben war schnell vom SC Preußen überzeugt: „Ich werde mit Herzblut und Leidenschaft alles reinhauen, damit wir eine erfolgreiche Rückrunde spielen. Ich bringe viel Erfahrung mit und will das auch weitergeben. Preußen war immer ein geiler Club und ich glaube, der Verein hat einen Plan. Hier hat man sich noch lange nicht mit der Regionalliga abgefunden. Wenn wir immer einen Meter mehr laufen als der Gegner und unser ganzes Herz reinwerfen, wird das auch noch eine erfolgreiche Saison.“

Beim SCP erhält er einen Vertrag bis zum Saisonende.

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