Fußball: 3. Liga
Preußen-Sechser Wagner: „Wir müssen es alle besser machen als 2019“

Münster -

Gemeinsam mit Sven Hübscher kam Fridolin Wagner im Sommer von Werder Bremen II zu den Preußen. Der Coach ist inzwischen weg, der Spieler noch da. Und er sieht sich unabhängig vom Trainerwechsel in der Pflicht, in den 18 verbleibenden Partien mit der Mannschaft Wiedergutmachung zu betreiben.

Dienstag, 14.01.2020, 20:45 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 17:24 Uhr
Fridolin Wagner, hier mit Neuzugang Jan Löhmannsröben (r.), wird auch von Trainer Sascha Hildmann als Taktgeber vor der Abwehr gesehen.
Fridolin Wagner, hier mit Neuzugang Jan Löhmannsröben (r.), wird auch von Trainer Sascha Hildmann als Taktgeber vor der Abwehr gesehen. Foto: imago-images/Kirchner

Einer nahe liegenden Annahme kann Fridolin Wagner guten Gewissens widersprechen. Nein, die Trennung von Preußen-Cheftrainer Sven Hübscher Anfang Dezember hat ihn nicht härter getroffen als die Teamkollegen. „Er war eineinhalb Jahre mein Coach, und wir haben viel zusammen erlebt. Aber für mich war die Situation dadurch nicht anders. Am Ende war die Trennung ja absehbar. Wir haben vor Weihnachten kurz telefoniert – das war’s aber.“

War er fit und nicht gesperrt, spielte der 22-Jährige unter Hübscher immer von Anfang an. Zu den Enttäuschungen der Hinrunde zählte er nicht. Dennoch war Wagner im ersten Spiel unter Interimslösung Arne Barez in Meppen (1:3) erst mal draußen. „Nach so einer Negativserie kann sich ja keiner hinstellen und sagen, er sei unantastbar. Ich habe dann versucht, in anderer Funktion zu helfen. Partien, in denen man mal nicht spielt, gehören zum Beruf.“ Dennoch erzählt Wagner, dass es seinem Selbstvertrauen gut tat, wenige Tage später gegen Magdeburg (2:0) wieder dabei zu sein. „Wichtig war aber vor allem der Sieg in diesem Spiel, das Personal ist egal.“ Der Sechser gibt sich zweifellos als Teamplayer. In ihm steckt eine Menge Stratege, aber auch ein Zweikämpfer. Neu-Coach Sascha Hildmann scheint ebenfalls mit ihm zu planen. „Jeder Trainer hat sein Anforderungsprofil. Ich habe den Eindruck, dass er viel Wert auf Disziplin legt, darauf dass Positionen gehalten und Aufgaben erfüllt werden. Sicher ist, dass wir es alle besser machen müssen als 2019.“

Keine Zweifel

Warum der erste Saisonteil so heftig in die Hose ging, dass der Abstieg wahrscheinlicher erscheint als der Klassenerhalt, kann sich der Mittelfeldspieler auch mit etwas Abstand schwer erklären. „Vier, fünf Wochen hatten wir ein kleines Hochgefühl, dann ging es sukzessive bergab. Bis Ende August, mit dem 1:1 gegen Uerdingen waren wir im Soll. Im Oktober haben wir uns alle schon gefragt: Was machen wir hier gerade? Was läuft falsch?“ Wagner schaudert es nach wie vor beim Gedanken an den Minuslauf. „Wir waren einfach zu inkonsequent, in vielen Situationen zu schläfrig.“ Zweifel lässt er jedoch keineswegs erkennen. „Es klingt vielleicht dumm, aber wir hatten auch viele gute Spiele. Und es ist auf jeden Fall machbar, sich noch zu retten.“

Große Hoffnungen setzt der gebürtige Leipziger, der mit Hübscher im Sommer von Werder Bremen II kam, in die erste Begegnung. In zehn Tagen ist der SCP zu Gast bei Schlusslicht Carl Zeiss Jena. „Dort gewinnen – und dann geht’s richtig los.“

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