Fußball: 3. Liga
Preußen legt im Sturm nach: Marco Königs ist zurück

Münster -

Er ist zurück – und die erhoffte Verstärkung für den Angriff: Marco Königs heißt der dritte Winterzugang des SC Preußen Münster. Nach dem Abgang von Rufat Dadashov in die USA ist das Sturmzentrum wieder besetzt. In Jena am Samstag dürfte Königs bereits auf der Bank sitzen. Und auch die selbst gepackten Lunchpakete für die Fans dürfen nicht fehlen.

Donnerstag, 23.01.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 19:47 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen legt im Sturm nach: Marco Königs ist zurück

Und dann ging alles ganz schnell: Medizincheck am frühen Morgen absolviert, Auflösungsvertrag bei Hansa Rostock am Mittag unterschrieben – prompt war der Weg frei für ein neues Engagement bei den Preußen . Der vom Abstieg bedrohte heimische Drittligist hat sich noch vor dem wegweisenden Duell beim Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena (Samstag, 14 Uhr) binnen weniger Stunden die Dienste von Marco Königs gesichert. Der Vollblutstürmer hatte noch am Mittwoch bei den Mecklenburgern trainiert, um am späten Abend die Reise gen Westfalen anzutreten. „Ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr raus“, freute sich der 29-Jährige diebisch über seine Rückkehr an die Hammer Straße. Von Januar 2012 bis Juni 2013 stand er erstmals für Münster unter Vertrag. „Marco ist ein sehr zweit- und drittligaerfahrener Spieler, der viel für die Mannschaft arbeitet“, so Sportchef Malte Metzelder, der den Transfer in letzter Instanz realisiert hat. Der Kontrakt gilt vorerst bis Saisonende.

Ein Lächeln huschte ihm denn doch sichtlich über die Lippen. Als Trainer Sascha Hildmann am Donnerstag in den Räumlichkeiten des Clubs vom „Königstransfer“ berichtete, schien er zumindest innerlich eine gewisse Genugtuung zu verspüren. „Ein guter Junge.“ Endlich ist die erste Angriffsreihe wieder besetzt, nachdem es Rufat Dadashov in der Winterpause in die USA gezogen hatte. „Königs soll und wird diese Lücke schließen“, ist sich Hildmann sicher. Bereits in Jena? Das wollte der Coach nicht vorwegnehmen. Und auch sonst hielt er sich in Sachen Aufstellung bedeckt. „Rico Schmitt kann lesen“, gab er zu bedenken, dass der Coach des Tabellenletzten nicht auf Bäumen schläft. „Die sollen ruhig Seife kauen, wie ich immer zu pflegen sage“, gab Münsters Fußball-Lehrer im Pfälzer Slang zu verstehen, dass sie im Freistaat nicht alles wissen müssen. Nur soviel: „Jan Löhmannsröben wird spielen.“

Derweil kam Münsters dritter Winterzugang zu seinem ersten Einsatz beim Packen der Lunchpakete für die Fans. „Eine tolle Sache, wie ich finde“, ließ er sich nicht lange bitten. Umgezogen hatte er sich längst. Bei der Einheit am Nachmittag stand er erstmals seit mehr als sechseinhalb Jahren wieder auf dem Trainingsplatz unter den Augen des Preußen-Adlers. „Ich bin überglücklich, hier zu sein“, sagte Königs total happy. Und heiß auf die restlichen Spiele der Rückrunde ist er auch: „Ich glaube fest daran, dass wir die Klasse halten. Die Mannschaft hat Potenzial. Mit Toren möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass Münster nicht von der Drittliga-Karte des Fußballs verschwindet.“ Klare Worte.

Samstag geht es für Königs nun erst mal zurück in den Osten. Da könnte er doch auf dem Rückweg noch eben über Rostock düsen und ein paar Klamotten mit nach Münster nehmen – das kam im Zuge des Blitzwechsels schlicht zu kurz. Nicht wirklich überlegenswert: die beiden Städte trennen schlappe 460 Kilometer.

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