Fußball: 3. Liga
Preußen rücken an Viktoria und Chemnitz heran

Jena -

Die Lage im Tabellenkeller hat sich aus Sicht von Preußen Münster am Wochenende ein bisschen aufgehellt. Nur noch drei Zähler sind es nach dem Sieg in Jena beim Debüt von Coach Sascha Hildmann zum rettenden Ufer. Aber gleichzeitig ist der Rückstand aufs Mittelfeld weiter riesig.

Sonntag, 26.01.2020, 16:46 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 12:47 Uhr
Sie stehen für den SCP-Neuanfang: „Turban-Mann“ und Vorzeigekämpfer Jan Löhmannsröben (l.) mit Doppel-Torschütze Lucas Cueto.
Sie stehen für den SCP-Neuanfang: „Turban-Mann“ und Vorzeigekämpfer Jan Löhmannsröben (l.) mit Doppel-Torschütze Lucas Cueto. Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster ist im Rennen um den Klassenerhalt einen elementaren Schritt vorangekommen. Der 2:1 (1:0)-Sieg bei Carl Zeiss Jena brachte die Adler wieder ein ganzes Stück näher ans rettende Ufer, während für die Thüringer wohl die Drittliga-Lichter ausgehen. Das 2:2 (2:2) zwischen Viktoria Köln und dem Chemnitzer FC spielte dem SCP zudem in die Karten, der Nichtabstiegsplatz ist in Sichtweite. Noch drei Punkte sind es.

Lucas Cueto sicherte per Handelfmeter (33.) und Distanzschuss mit viel Auge (68.) die Punkte, dazwischen lag der Ausgleich von Julian Günther-Schmidt (61.), der sich aber nicht angedeutet hatte. „In dieser Konstellation hat jeder die Nervosität gespürt, gerade anfangs. Aber wir wurden von Minute zu Minute selbstsicherer“, sagte Coach Sascha Hildmann nach seinem Debüt. Klar, Letzter gegen Vorletzter – da steckte Brisanz drin. „Nach dem Ausgleich dachte ich auch: Oh je, jetzt kommen die Zuschauer, jetzt kommt die Tribüne. Ich habe mich gefragt, wie die Mannschaft reagiert“, gestand er. Der in der Hinrunde ständig verletzte Cueto hatte die Antwort. „Danach waren wir sehr leidenschaftlich“, sagte Hildmann. Zweimal rettete Keeper Max Schulze Niehues gegen Günther-Schmidt, danach waren die drei Punkte eingetütet. „Wir haben gut gestanden. Alles lässt sich eben nicht verteidigen“, sagte der Trainer.

Überzeugend war auch die Premiere von Jan Löhmannsröben als Abwehrchef. Nach einem Tritt an seine Schläfe sah Jenas Meris Skenderovic noch Rot (77.). „Ein Heavy-Metal-Konzert ist nichts dagegen“, so der Preuße. „Es brummt ganz schön. Aber das ist scheißegal. Die dreckigsten Siege sind die schönsten“, sagte er. „Es war ein absoluter Fight. Verdient? Vielleicht. Hätte auch andersrum ausgehen können. Aber wir haben gewonnen, zwei Punkte gutgemacht. Was will man mehr?“

Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass der Weg ins Mittelfeld ein weiter ist. Weil Bayern München II am Sonntag beim KFC Uerdingen 3:0 gewann, sind es zu Rang 15 noch immer sieben Zähler. Die SG Sonnenhof Großaspach könnte Montag mit einem Sieg beim 1. FC Kaiserslautern noch an den Preußen vorbeiziehen.

Auf der anderen Seite der Tabelle taten sich der MSV Duisburg und der FC Ingolstadt wenig weh und festigten beim 1:1 an der Wedau die Ränge eins und zwei. Ihnen sitzen aber Waldhof Mannheim (1:0-Erfolg beim SV Meppen) und die SpVgg Unterhaching (2:1-Sieg bei den Würzburger Kickers) mehr denn je im Nacken. Ein bisschen den Anschluss verloren hat der ehemalige SCP-Coach Marco Antwerpen, der mit Eintracht Braunschweig 1:4 beim TSV 1860 München verlor. Der FSV Zwickau vermieste mit dem 2:1 beim 1. FC Magdeburg dessen Coach Claus-Dieter Wollitz den Einstand.

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