Fußball: 3. Liga
Philipp Hoffmann ist Münsters Mann für beide Seiten

Münster -

Links ist schon gewöhnungsbedürftig und die Defensive auch nicht gerade die angestammte Position: Dennochmacht sich Philipp Hofmann vom SC Preußen Münster sehr gut auf seiner neuen Position. Denn so ganz fremd ist dem rechten Ofensivmann der Job auf der linken Abwehrseite nicht.

Freitag, 31.01.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 22:46 Uhr
Hat auf der linken Seite derzeit die besten Karten: Philipp Hoffmann (links)
Hat auf der linken Seite derzeit die besten Karten: Philipp Hoffmann (links) Foto: Jürgen Peperhowe

Auf den ersten Blick sieht das alles aus wie klassisches Neuland für Philipp Hoffmann . Unter dem im Winter verpflichteten Trainer Sascha Hildmann ist der Dauerbrenner (seit 2014 im Verein) die Nummer eins auf der linken Außenbahn. Dabei war er einst als Mann für rechts und vor allem für den Angriff geholt worden. Doch Flexibilität wurde in den letzten fünfeinhalb Jahren sowieso zu einem Steckenpferd des 27-Jährigen. Und völlig ungewohnt ist die Position tatsächlich nicht.

Mann für alle Fälle

Fiel früher mal ein Außenverteidiger aus, egal auf welcher Seite, half Hoffmann eben als Notnagel aus. „Ich habe das öfter gemacht, nur nie länger am Stück. Meistens hat es aber gut geklappt.“ Der Unterschied war einzig, dass der SCP in den vergangenen Jahren meistens mit einer Viererkette agierte und er somit Teil der Abwehrreihe war. „Jetzt spiele ich ja gar nicht mehr als Außenverteidiger, meine Aufgabe ist offensiver ausgelegt.“ Stimmt, durch die drei Akteure im Zentrum hat sich die Statik im Preußen-Spiel verschoben, vor ihm tummeln sich in der Regel aber noch Maurice Litka, Seref Özcan oder andere Kollegen. Und Hoffmann gefällt’s. „Ich denke, es ist optimal für mich. Ich habe alles vor mir, muss weniger mit dem Rücken zum Tor agieren.“ Dass ihm dieser klassische Stürmer-Auftrag, den er in der Vorsaison manchmal ausüben musste, nicht gefällt, hatte er im Sommer schon betont.

Eine detaillierte Anweisung von Hildmann gab es für ihn nicht. „War auch nicht nötig, es hat sich von Anfang an angedeutet, wo er mit mir plant. Links habe ich ja seit Oktober, seit der Partie in Ingolstadt schon gespielt.“ Nur eben weiter vorn. Die gelernten defensiven Flügelkräfte Niklas Heidemann und Alexander Rossipal schauen derzeit in die Röhre.

Kleine Änderungen greifen

Kleine Änderungen des Coaches wie diese haben bisher gegriffen. „Es fing ja schon im Dezember gegen Magdeburg an, das war bereits ein anderes Auftreten. Gegen 1860 hätten wir danach in der ersten Halbzeit ein Tor machen müssen. Zuletzt war unsere Vorbereitung sehr ordentlich und Jena zuletzt ja auch nicht schlecht“, sagt der 175-fache Drittliga-Spieler, der die Rettung für sehr realistisch hält. „Unter dem neuen Trainer ist ganz genau definiert, was jeder zu tun hat. Wir haben eine komplette Klarheit in den Abläufen. Es gibt strikte Anordnungen, und alle gehen da mit.“

Jetzt kommt der MSV Duisburg (Samstag, 14 Uhr). Und der Rechtsfuß, der schon drei Tore in dieser Saison aufgelegt und eins erzielt hat in seinen 15 Einsätzen (neun von Beginn an), hat schon richtig Lust auf den Spitzenreiter und die Kulisse. „Es wird ein geiles Spiel. Wir können mit breiter Brust reingehen.“

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