Fußball: 3. Liga
Oliver Steurer sorgt für Sicherheit bei Preußen Münster

Münster -

Die Schießbude der Liga hat die Schotten dicht gemacht – dichter zumindest als noch im Jahr 2019. Teil des unübersehbaren Aufschwungs in der Defensive des SC Preußen Münster ist Neuzugang Oliver Steurer, der vor allem beim Auftritt gegen seinen Ex-Club aus Uerdingen eine sehr gute Figur machte.

Montag, 24.02.2020, 13:20 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 14:34 Uhr
Oliver Steurer steigt am höchsten gegen seine drei Ex-Kollegen (v.l.) Jan Kirchhoff, Franck Evina und Osayamen Osawe.
Oliver Steurer steigt am höchsten gegen seine drei Ex-Kollegen (v.l.) Jan Kirchhoff, Franck Evina und Osayamen Osawe. Foto: Jürgen Peperhowe

Baustelle geschlossen? Was bis zur Winterpause das große Sorgenkind von Preußen Münster war, ist plötzlich durchaus vorzeigbar. 40 Gegentore in 20 Spielen hatte der Drittligist vor Weihnachten kassiert, 2020 sind es nun nur noch sechs in fünf Partien, wovon zwei Drittel auf die 1:4-Schlappe gegen Spitzenreiter MSV Duisburg entfielen. „Wir haben eben ganz klare Vorgaben, und die verwirklichen wir auch“, sagte Oliver Steurer nach dem 2:0-Sieg beim KFC Uerdingen am Samstag. „Dabei ist es auch egal, wer gerade reinrutscht ins Team.“

Ständige Wechsel

Personelle Kontinuität war in der Tat bislang hinten noch nicht möglich. Simon Scherder holte sich gegen Duisburg seine fünfte Gelbe Karte und war dann krank. Passend zur Partie in Düsseldorf wurde er wieder fit, hier fehlte Okan Erdogan dann gesperrt. Ole Kittner, der sich kurz vor dem Jahreswechsel am Fuß operieren ließ, musste sich bisher hinten anstellen, kam gegen die Krefelder in der Nachspielzeit erstmals rein. Die große Konstante ist Jan Löhmannsröben, der keine der 450 Minuten nach seiner Verpflichtung im Winter verpasste und als zentraler Akteur die Dreier- oder – gegen den Ball – Fünferkette lautstark dirigiert.

Richtig gut in Form ist aber eben auch Steurer. Gegen seinen Ex-Club Uerdingen bestach er durch Ruhe am Ball, cleveres Stellungsspiel und ein hervorragendes Timing im Zweikampf oder bei der Grätsche. Den Elfmeter zum 1:0 leitete er mit einem tollen Diagonalpass in den Strafraum auf Julian Schauerte ein. Die Extraportion Ehrgeiz wollte der 25-Jährige aber nur sehr zögerlich einräumen. „Könnte man meinen, dass ich besonderes motiviert war. Ich gehe jedes Spiel gleich an, nervös war ich sowieso nicht.“ Eine allergische Reaktion unter der Woche konnte ihn aber nicht bremsen. Verpassen wollte Steurer den Auftritt an seiner alten Wirkungsstätte schließlich keinesfalls.

Der Verteidiger steht eigentlich beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim unter Vertrag, war seit dem Sommer aber an den KFC ausgeliehen und bleibt nun, weil er dort den Stammplatz nach einer Erkrankung verlor, bis zum Sommer bei den Preußen. Für die hat er dreieinhalb glänzende bis passable Partien hingelegt, dabei kassierte das Team in 315 Minuten drei Gegentore.

Zweimal zu null zu spielen, war extrem wichtig. Einfach ein großer Schritt für uns.

Oliver Steuer

„In der Hinrunde hat Münster ja zu viele leichte Treffer bekommen. Jetzt haben wir das ganz gut im Griff. Zweimal zu null zu spielen, war extrem wichtig. Einfach ein großer Schritt für uns.“ Veredelt wird die neue Stabilität aber erst durch eigene Tore. „Gegen Würzburg haben die noch gefehlt“, sagt Steurer. „Aber wir wussten, dass wir immer unsere Chancen bekommen werden.“ So wie er selbst eben auch. Wenn nicht in Uerdingen, dann eben in Münster. Und wenn nicht im ersten Spiel, dann im zweiten oder dritten.

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