Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen Münster gegen Schalke stark, aber glücklos

Münster -

Die Leistung war reif für die überfällige Siegpremiere in der laufenden Spielzeit – nur das Ergebnis passte am Ende dann doch wieder nicht: Mit 1:1 trennte sich A-Junioren-Bundesligist Preußen Münster nach starker Vorstellung vom Nachwuchs des FC Schalke 04. Allerdings bedurfte es schon des Einsatzes eines angehenden Profis der Königsblauen, um Münster einmal mehr den Tag zu verderben.

Sonntag, 08.03.2020, 14:18 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 12:22 Uhr
SCP-Akteur Nick Selutin bleibt aufrecht und am Ball, Schalkes Kevin Ezeh (l.) bleibt hier nur das Nachsehen.
SCP-Akteur Nick Selutin bleibt aufrecht und am Ball, Schalkes Kevin Ezeh (l.) bleibt hier nur das Nachsehen. Foto: fotoideen.com

Mit Remis Nummer neun statt Sieg Nummer eins mussten in der A-Junioren-Bundesliga die Fußballer von Preußen Münster gegen den FC Schalke 04 zufrieden sein – dabei waren sie beim 1:1 (0:0) ganz dicht dran an der Überraschung des Tages, weil sie eine beherzte zweite Halbzeit lieferten.

Die Königsblauen bedankten sich am Ende bei ihrem 1,91 m langen Deutsch-Finnen Malick Thiaw für den spät gesicherten Punktgewinn – der Leistungsträger und Innenverteidiger war Samstag erst zu seinen ersten „echten“ Bundesliga-Minuten für die Profis gekommen. Beim 1:1 gegen Hoffenheim wurde der 18-Jährige noch eingewechselt.

Im drittletzten Heimspiel wäre für die Preußen eigentlich die erste richtige Belohnung angebracht gewesen. „Der Aufwand war enorm, die Intensität hoch“, sagte Trainer Arne Barez zur klaren Steigerung der Elf in Halbzeit zwei. „Da haben wir die Schalker Offensivbemühungen deutlich eingeschränkt und dem Gegner echte Aufgaben gestellt.“

Zunächst gelang das nicht, weil die vom 63-jährigen (Kult-)Coach Norbert Elgert eingestellten Gelsenkirchener direkt Dominanz ausstrahlten und im Vorwärtsgang ihr Glück suchten. Mit Doppelpässen ging es gen Abschluss, einmal war Jimmy Kaparos frei, dann nach Thiaw-Anspiel Henri Matter. Thiaw ragte schnell heraus als klug aufbauender Abwehrmann mit Ruhe am Ball und dem Blick nach vorne. Münster wehrte sich, aber im vorderen Bereich waren Ballgewinne oder Ballbehauptungen nur schwerlich zu erreichen. Dafür stand Schalke zu sattelfest. Ein paar Konterszenen spielten Tobias Heering und Co. nicht gut aus.

Nach dem Wechsel verfielen die Schalker in eine seltsame Schlafmützigkeit – zwei gefährliche Ecken der Preußen sorgten für einen Schub bei den nun kecker werdenden Gastgebern. Mit viel Biss ging es in die Duelle, und etliche wurden gewonnen. Erst mit Foulspiel war der vorpreschende Jano Ter-Horst zu bremsen. Und Marvin Mika drehte den Freistoß aus 17 Metern wunderbar ins Tor (63.). Weitere Attacken schoben die Adler noch nach, jetzt blieben sie hellwach und sehr willig.

Elgert wechselte und stellte intern um. Thiaw rückte ganz in die Spitze. Je näher der Abpfiff rückte, desto höher wurde die Schlagzahl der Schalker. Logisch. Hohe Bälle flogen vor den Preußen-Kasten und Keeper Tom Limberg. Der klärte einen Freistoß gut, aber den zweiten Ball staubte der physisch überlegene Thiaw zum Ausgleich ab (85.).

Im Restprogramm der Liga sind nur Düsseldorf und Bochum noch zu Gast in Münster vor. Die aktuellen Keller-Konkurrenten Aachen und Wuppertal empfangen die Adler noch, ebenso Duisburg und der BVB. Es bleibt eine münsterische Großaufgabe, die Klassenzugehörigkeit noch zu sichern.

SCP:Limberg – Ter-Horst, Pohl (90. Markovski), Busemann, Wesberg, Paenda (88. Benjamins) – Humpert,Heering – Selutin (73. Sinev), Frieling (83. Sikorski), Mika.

 

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