Fußball: 3. Liga
Geisterspiele sind auch für den SCP die schlechteste Lösung

Münster -

Fußball-Drittligist Preußen Münster ist - natürlich - bei der Managertagung des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt am Montag vertreten durch Sportchef Malte Metzelder. Es geht um den aktuell ruhenden Spielbetrieb, um mögliche Liquiditäts-Engpässe, um das Überstehen der Coronavirus-Krise.

Sonntag, 15.03.2020, 18:14 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 14:48 Uhr
Vor einer wichtigen Tagung: SCP-Sportchef Malte Metzelder
Vor einer wichtigen Tagung: SCP-Sportchef Malte Metzelder Foto: pp

Wegweisende Entschlüsse werden von der Managertagung in Frankfurt erwartet, wenn sich heute um 15.30 Uhr die 20 Vereinsvertreter mit dem Deutschen Fußball-Bund treffen. Wobei: Einige Club-Manager werden sich „nur“ per Telefonschalte einklinken.

Die Vorgabe ist klar, es kann in alle Richtungen gehen. Die Aussetzung des Spielbetriebs wird länger dauern als nur bis zur Wochenmitte und dem 29. Spieltag. „Es darf keine Tabus in so einer außergewöhnlichen Situation geben. Klar ist, dass es kein Patentrezept gibt“, sagte der Präsident der SpVgg Unterhaching, Manfred Schwabl, am Sonntag

Mannheim und Jena ließen als erste Clubs den Trainingsbetrieb ruhen, alle anderen werden folgen. In Sachsen ist praktisch nichts möglich bis Ende April, in Kaiserslautern gar bis Mitte Juli. Die komplette Saison könnte abgesagt werden.

Und dann? Gerade kursierte ein angeblicher Geheimplan der Deutschen FußballLiga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Internet. Demnach würden die aktuell drei Ersten der 2. Bundesliga (Bielefeld, Stuttgart, Hamburger SV) in die 1. Liga aufsteigen und die Klasse auf 21 Teams aufstocken. Ein vergleichbares Prozedere würde aus der 3. Liga Duisburg, Mannheim und Unterhaching in das Bundesliga-Unterhaus hieven. Die 3. Liga würde fast so bestehen bleiben, Preußen Münster also die Spielklasse erhalten. Zudem würden die aktuell Top-Platzierten Regionalligisten VSG Altglienicke (Nordost), VfB Lübeck (Nord), 1. FC Saarbrücken (Südwest) und Türkgücü München (Bayern) einen Drittliga-Platz erhalten. Der Spitzenreiter im Westen, SV Rödinghausen, hatte keine Lizenz beantragt.

Aber vorrangig geht es am Montag auch darum, inwieweit die Drittligisten Liquiditäts-Engpässe und fehlende Einnahmen kompensieren können. Der Ruf nach einem Rettungsschirm ist bereits laut geworden. Die Preußen ihrerseits haben kundgetan, dass Geisterspiele eine schlechte Lösung für den weiteren Spielbetrieb wären.

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