Fußball: Regionalliga
Laktatwerte der Preußen vor den ersten Tests stimmen

Münster -

Während sich der Rumpfkader der Preußen auf die ersten beiden Vorbereitungsspiele in Duisburg und Hamm am Wochenende vorbereitet, glühen im Hintergrund noch immer die Drähte. Mit Jan Löhmannsröbens Verbleib dürfte es eng werden. Andere Ex-Spieler sind nicht mehr gefragt.

Freitag, 07.08.2020, 14:22 Uhr
Jannik Borgmann (2.v.l.) bekam von Trainer Sascha Hildmann ein Lob.
Jannik Borgmann (2.v.l.) bekam von Trainer Sascha Hildmann ein Lob. Foto: Jürgen Peperhowe

Zuwachs wird der Kader der Preußen vor dem Testspiel-Auftakt am Wochenende nicht mehr erhalten. Aus dem Zirkel der sechs Gastspieler sollen dann aber Angreifer Florian Zorn und auch Mittelfeldspieler Gianluca Przondziono am Samstag sowie Verteidiger Nico Lübke am Sonntag noch am Ball sein. Bei Tobias Mißner steht die Entscheidung noch aus, Dylan Kuete und Maurice Euschen haben sich bereits verabschiedet.

Dass aus dem Kader der vergangenen Saison noch weitere Profis ihre Verträge verlängern, ist höchst unwahrscheinlich. Einzige Option ist nach wie vor Jan Löhmannsröben, der aber hält sich gerade in Berlin auf und prüft noch einige andere Angebote. „Ich glaube nicht, dass unsere Chance sehr groß ist“, räumt Sportdirektor Peter Niemeyer ein.

Hoffmann ohne Zukunft

Im Umkehrschluss heißt das auch, dass etwa Philipp Hoffmann (immerhin sechs Jahre lang in Münster) und Niklas Heidemann keine Zukunft an der Hammer Straße haben. Andere wie Seref Özcan, Heinz Mörschel oder Kevin Rodrigues Pires hatten ohnehin kein Interesse an einem Verbleib signalisiert.

Kein Thema beim SCP ist Dominik Stroh-Engel, mit dem Niemeyer selbst noch bei Darmstadt 98 zusammenspielte. Der Stürmer ist inzwischen 34 und wurde bei der SpVgg Unterhaching aussortiert – genau wie Sascha Bigalke. Auch den kennt Niemeyer noch aus seiner Zeit bei Hertha BSC. Aber für die Preußen dürften solche Akteure kaum finanzierbar sein.

Ungeachtet dessen muss Trainer Sascha Hildmann mit einem eher schmalen Kader beim MSV Duisburg am Samstag (11 Uhr) und bei der Hammer SpVg am Sonntag (15 Uhr) antreten. Elf Feldspieler umfasst das Aufgebot aktuell, von denen Okan Erdogan weiter ausfällt. Der Coach hofft, dass der 22-Jährige in weniger als vier Wochen wieder fit ist, Wechselgerüchte tangieren ihn ohnehin nicht. „Ich plane fest mit ihm.“

Die Partie ohne Besucher an der Wedau findet entgegen der ersten Planung bereits um 11 und nicht um 17 Uhr statt. Gespielt wird auch nur über zweimal 35 Minuten. Die angekündigte Hitze (bis 37 Grad) ist der Grund dafür. Zerschlagen hat sich die Hoffnung, dass Münster zumindest beim Drittligisten MSV mehr als 15 Akteure einsetzen darf. Die NRW-Verordnung sieht das nicht vor.

Borgmann in Schuss

Von Beginn an auflaufen soll Jannik Borgmann, der nach seiner langen Verletzungspause exzellente Laktatwerte vorwies und sich bisher gut präsentierte. Überhaupt förderte die Leistungsdiagnostik zutage, dass keiner der Profis im Urlaub geschludert hatte. „Die Ergebnisse waren durchweg gut, alle haben was getan“, sagt Hildmann, der mit den ersten Trainingseinheiten „im kleinen Kreis“, wie er sagt, sehr zufrieden war. „Wir wissen, dass wir noch einige Stellen offen haben. Aber wichtige Erkenntnisse kann ich trotzdem sammeln in den beiden Begegnungen.“

In Hamm geht es am Sonntag auch über die volle Distanz. Der Oberligist wäre eigentlich in der Vorsaison sang- und klanglos abgestiegen, profitierte aber vom Abbruch und wagt nun einen neuen Anlauf. Das trifft ja in gewisser Weise auch auf die Preußen zu. Auch wenn weiter fraglich ist, in welcher Konstellation sie das „Stahlbad Regionalliga“ angehen.

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