Fußball: Regionalliga
Heidemann „brennt“ weiter für Preußen Münster

Münster -

Er war nie richtig weg und ist ab sofort auch offiziell wieder da: Flügelflitzer Niklas Heidemann hat eine kurze Preußenauszeit zwischen altem und neuen Vertrag hingelegt, stand aber am Montagnachmittag wieder unter Leitung von Trainer Sascha Hildmann auf dem Trainingsplatz.

Montag, 17.08.2020, 14:51 Uhr
Am Sonntag beim Preußentest in Holzwickede noch Beobachter von außen, ab sofort wieder mittendrin: Niklas Heidemann (r.)
Am Sonntag beim Preußentest in Holzwickede noch Beobachter von außen, ab sofort wieder mittendrin: Niklas Heidemann (r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Gutes Timing ist die tragende Qualität eines Abwehrspielers. Ein Grund mehr, der für Niklas Heidemann spricht: Als sich der SC Preußen Münster am Sonntag bei 32 schwülen Grad auf dem Platz des Holzwickeder SC abrackerte, saß der 25-Jährige entspannt im Schatten auf der Tribüne. Unverfänglich im neutralen weißen T-Shirt beobachtete Heidemann aufmerksam, was die Jungs vom SC Preußen Münster zu bieten hatten. Die Angebote der sportlichen Leitung dürfte der Linksverteidiger schon im Vorfeld abgeklopft und für gut genug befunden haben. Am Montagmittag kam dann die wenig überraschende offizielle Meldung der Preußen-Pressestelle: Niklas Heidemann bleibt den Preußen erhalten, ist aber nach Ablauf des alten Vertrages mit einem neuen Kontrakt ausgestattet worden und gilt somit offiziell als vierter externer Neuzugang.

„Wir sind sehr froh darüber, mit Niklas einen dritt- und viertligaerfahrenen Spieler für uns gewonnen zu haben. Er hat hier in den letzten beiden Jahren seine Qualitäten unter Beweis gestellt und bringt, besonders durch seine Preußenvergangenheit, den nötigen Willen und die Leidenschaft mit, die wir in der Regionalliga brauchen werden. Für uns ist er ein echter Qualitätsspieler und wir sind glücklich, dass der gemeinsame Weg weitergeht“, kommentierte Sportdirektor Peter Niemeyer die Personalie.

„Brenne für die Aufgabe“

Heidemann selbst freut sich nach zwei Preußen-Jahren in Liga drei jetzt auch auf die Herausforderung in der Regionalliga: „Ich brenne für die Aufgabe hier. Der Kontakt ist, weder zu den Jungs noch zu den Verantwortlichen, zu keinem Zeitpunkt abgerissen.“ Allerdings war der neue Kontrakt, der dem Vernehmen nach für eine Spielzeit mit Option für eine weitere gilt, offenbar auch kein Selbstläufer. „Es war sicherlich ein Prozess, den beide Seiten durchlaufen sind, aber das Herz für Preußen war bei mir immer da“, so Heidemann.

Siegert-Gastspiel blitzschnell „ausverkauft“

Kein Neuzugang, aber ein guter alter Bekannter meldet sich am Mittwoch im Preußenstadion zurück: Benni Siegert trug vier Jahre lang den Adler auf der Brust und im Herzen. 2011 wechselte der jetzt 39-Jährige vom VfL Osnabrück an die Hammer Straße, 2015 ging es zurück in den Norden zu den Sportfreunden nach Lotte. Im Sommer der Corona-Saison beendete Siegert nach Stationen bei TB Berlin und Münster 08 beim FC Nordkirchen seine aktive Kariere und steht seither als Trainer des SV Herbern seinen Mann. Am Mittwoch gastiert Siegert mit dem Landesligisten als Sparringspartner für „seine“ Preußen im Stadion. Am Montagmittag startete der Club die Online-Vergabe der 250 kostenlosen Tickets, eine Stunde später war die Partie „ausverkauft“. Ebenso lange dauerte es am Samstag, als die Karten für die Partie am Samstag (15 Uhr) gegen den Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh verteilt wurden.

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Neben seinen 53 Preußen-Einsätzen in der 3. Liga bringt Heidemann auch reichlich Regionalliga-Erfahrung aus seiner Zeit beim Wuppertaler SV mit, für den er 60 Einsätze in der Staffel West absolvierte. Bereits am Montagnachmittag stand er gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen wieder auf dem Trainingsplatz – mit neuem Trainingsshirt für den alten Verein. Und schon in dieser Einheit war er eine wichtige Verstärkung für Trainer Sascha Hildmann, der für jeden Mitstreiter dankbar ist. Mit Heidemann zählt der offizielle Preußenkader drei Wochen vor Saisonstart nun 14 Mitglieder.

Drei Verletzte und zwei Testspieler

Ousman Touray (Sprunggelenk), Sven Rüschenschmidt (Knöchel) und Janik Borgmann, der am Montagabend noch einmal gründlich untersucht wurde, waren angeschlagen aus Holzwickede zurückgekehrt und müssen vorerst pausieren. Dafür stellten sich im Training Dzenan Mukic von U-19-Bundesligist VfL Bochum und Valentino Vujinovic aus Karlsruhe vor. Die beiden Offensivkräfte werden auch beim Test gegen den SV Herbern auflaufen.

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