Fußball: Regionalliga
Müde Beine: Preußen treffen beim Remis in Bocholt das Tor nicht

Bocholt -

Die Beine waren schwer. Vielleicht zu schwer nach dem kräftezehrenden Trainingslager. Im finalen Test vor dem Auftakt in der Liga musste sich der SC Preußen am Samstag beim 1. FC Bocholt mit einem torlosen Remis anfreunden. „Ein typisches Spiel nach so vielen Einheiten“, bilanzierte Sportdirektor Peter Niemeyer.

Samstag, 29.08.2020, 16:58 Uhr aktualisiert: 29.08.2020, 17:45 Uhr
Fußball: Regionalliga: Müde Beine: Preußen treffen beim Remis in Bocholt das Tor nicht
Preußens Dennis Daube im Zweikampf mit Bocholts Takumi Yanagisawa. Foto: Sebastian Sanders

„Am Hünting“. Das Stadion ist alt, aber Kult. Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre sahen die Zuschauer hier im westlichen Münsterland Zweitligafußball. An einem Ort, der einst 18.000 Zuschauern Platz bot. Inzwischen dürfen in der Oberliga aus Sicherheitsgründen nur noch 4999 Besucher rein. Und der Name ist ein anderer. Gigaset-Arena. Stadionnamen im Wandel der Zeit. Bringt halt Geld.

Ja, die Stadt mit knapp 75.000 Einwohnern hat große Fußballer hervorgezaubert. Roland Wohlfarth, beim FC Bayern ein echter eisenharter Torjäger, ist hier ebenso geboren wie Simon Terodde, der inzwischen beim Zweitligisten HSV kickt. Wohlfahrt hat beim Club gar seine Karriere ausklingen lassen und wegen eines Wadenbeinbruchs Anfang 2000 beendet. Lang, lang ist es her. Den großen, erfolgreichen Namen und Zeiten trauern sie hier ab und an hinterher.

Da bot das Gastspiel der Preußen eine willkommene Abwechslung. Der Tross reiste direkt aus dem Trainingslager in Delden an. Knapp 70 Kilometer, ein Katzensprung. Dort, unmittelbar hinter der deutsch-niederländischen Grenze, hatte Coach Sascha Hildmann noch am Freitag eine nicht unwesentliche Frage geklärt: Der 48-Jährige machte wie erwartet Julian Schauerte zum Kapitän. Der führte die Jungs gegen den 1. FC aufs Grün vor 300 Zuschauern, die auf der neuen, schmucken Tribüne ein Plätzchen auf Abstand fanden.

Hildmann schickte zu Beginn jene Formation aufs Feld, die schon gegen die Spielvereinigung Vreden am Mittwoch (9:0) ihre Sache außerordentlich gut machte. Die Rekonvaleszenten Jannik Borgmann, Okan Erdogan und Naod Mekonnen verfolgten das Geschehen aus sicherer Entfernung zu den Rängen. Mit Schutzmasken.

Testspiel: 1. FC Bocholt – SC Preußen Münster

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  • Regionalligist SC Preußen Münster hat am Samstag (29. August) ein Testspiel beim 1. FC Bocholt absolviert. Hier behauptet Münsters Dennis Daube den Ball gegen Alexander Lipinski.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Preußens Alexander Langlitz und Takumi Yanagisawa kämpfen um das Leder.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Guter Dinge: SCP-Coach Sascha Hildmann.

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  • Im Gespräch: Dennis Daube, Justin Möbius und Julian Schauerte.

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  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Bilder aus Bocholt.

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Den Esprit, den die Preußen gegen Vreden an den Tag legten, ließen sie in Hälfte eins beim letzten Test vor dem Liga-Auftakt am Freitag in Rödinghausen vermissen. Der Außenseiter hatte in der Anfangsphase zwar nicht mehr Ballkontakte, aber die besseren Chancen. Takumi Yanagisawa düpierte nach fünf Minuten die Preußen-Defensive um die Innenverteidiger Simon Scherder und Marcel Hoffmeier, fand aber in Tormann Max Schulze Niehues seinen Meister. Glück gehabt. Auch nach 25 Minuten, als Bocholts Niklas Möllmann im Strafraum des SCP zu lange wartete, Alexander Langlitz warf sich in den Ball. Die beste Möglichkeit für die Gäste hatte Justin Möbius nach Flanke von Langlitz (27.). Und Joel Grodowski testete fünf Minuten später das Außennetz auf seine Belastbarkeit. Das war es schon im ersten Abschnitt.

Es ist schwer zu sagen, wo wir stehen.

Sportdirektor Peter Niemeyer

Nach der Pause brachte Hildmann Ousman Touray für Jules Schwadorf, der sich zuletzt mit leichten muskulären Problemen plagte. Touray ist aktuell neben Kürsat Özmen der zweite Spieler aus der U 23, der um ein Ticket in die Regionalliga-Elf buhlt. Wie in Durchgang eins gehörte Bocholt die erste Szene. Alexander Lipinski zielte etwas zu genau, das Leder strich knapp am Preußen-Gehäuse vorbei (51.). Münster mühte sich in der Folge, versuchte es immer wieder mit langen Bällen auf Grodowski, der nicht selten erst durch ein Foulspiel gestoppt wurde. Und nach 72 Minuten raus musste, weil er genug auf die Knochen bekommen hatte. Nicolai Remberg kam. So richtig in die Box kam Münster nicht, zu behäbig wirkte phasenweise der Spielaufbau, die Ideen zündeten nicht. Bis zur 79. Minute, als Touray per Doppelpass Möbius fein auflegte, der verzog. Das hätte die Führung sein müssen. Die Preußen drehten in der Schlussphase noch mal auf, Gianluca Przondziono zog eine Minute später aus 20 Metern ab und traf nur den linken Pfosten. Pech. „Es ist schwer zu sagen, wo wir stehen“, so Sportdirektor Niemeyer nach den 90 Minuten. Am Freitag werden die Uhren auf Null gedreht.

SC Preußen: Schulze Niehues – Langlitz, Scherder, Hoffmeier, Heidemann (82. Frenkert) – Daube (82. Klann), Przondziono – Schauerte, Möbius, Schwadorf (46. Touray) – Grodowski (72. Remberg)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 300

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