Fußball: Regionalliga
Simon Scherder trifft wie er will – Preußen Münster schlägt VfB Homberg

Münster -

Regionalligist Preußen Münster bleibt auf Erfolgskurs: Gegen den VfB Homberg gelang dem Team von Trainer Sascha Hildmann der dritte Sieg in Serie. Die Analyse zum Spiel.

Sonntag, 20.09.2020, 16:28 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 17:51 Uhr
Kampf war oft Trumpf zwischen den Preußen in grün und den Schwarz-Gelben aus Homberg: Simon Scherder erzielte mit seinem dritten Saisontor das 1:0.
Kampf war oft Trumpf zwischen den Preußen in grün und den Schwarz-Gelben aus Homberg: Simon Scherder erzielte mit seinem dritten Saisontor das 1:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Auf nach Wuppertal, der erste wirkliche Härtetest wartet bereits am Mittwoch auf den SC Preußen . Die Pflicht hat das Team von Trainer Sascha Hildmann in der englischen Woche mit drei Siegen erfüllt, der große Glanz lässt auf sich warten. Oder wird vielleicht sogar in dieser Saison in der Fußball-Regionalliga West nicht zu sehen sein. „Glanz? Das wird es nicht geben“, schraubte der 48 Jahre alte Fußball-Lehrer nach dem 2:1 (2:0)-Heimerfolg über Schlusslicht VfB Homberg derartige Erwartungen an künstlerisch wertvollen Fußball herunter.

Bergisch Gladbach (4:0), Straelen (2:1) und nun der Duisburger Vorort-Club, da mussten Erfolge her ohne Frage. Bei aller Demut des Drittliga-Absteigers vor der Konkurrenz, bei aller Vorsicht – das musste das Ziel sein. Die Kürelemente fehlten dabei im Großen und Ganzen. In Wuppertal aber trifft der SCP nun auf eine Mannschaft, gegen die gehobenes Regionalliga-Format in allen Bereichen erforderlich sein wird, um erfolgreich bestehen zu können.

Später Anschlusstreffer

Kennzeichnend für die noch weiter im Aufbau befindlichen Preußen war, dass mit Simon Scherder und Alexander Langlitz zwei „Routiniers“ mit Drittliga-Erfahrung die Treffer zum Heimerfolg über die kompakten Gäste aus Homberg erzielten. Der Anschlusstreffer des VfB durch einen verwandelten Handelfmeter von Pascale Talarski fiel erst in der einzigen Minute der Nachspielzeit, da lag der Ausgleich für das Schlusslicht nicht wirklich in der Luft. Münster hatte es erneut wieder unnötig spannend gemacht.

4. Spieltag, Saison 2020/21: SC Preußen Münster – VfB Homberg

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  • Preußen Münsters neuer Torjäger Simon Scherder freut sich nach dem Führungstreffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 990 Zuschauer im Preußenstadion – ausverkauft!

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  • Niklas Heidemann mitten im Getümmel.

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  • Simon Scherder schießt das 1:0.

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  • Dominik Klann und Marcel Hoffmeier kämpfen gegen Said Harouz um den Ball.

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  • Trubel vor dem Preußen-Tor.

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  • Großer Jubel nach dem Führungstreffer.

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  • Blick auf einige der 990 Zuschauer im Preußenstadion.

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  • SCP-Coach Hildmann und sein Co Louis Cordes.

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  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Bilder der Begegnung.

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Es begann dabei so schön, als Simon Scherder zur Stelle war. Ausgerechnet Scherder, der aufgerückte Innenverteidiger, übernahm den Job der Offensivkräfte, als er nach einem Kopfball von Ousman Touray richtig stand und einschob, gerade einmal sieben Minuten waren vorbei. „Wie viel Tore ich mir vorgenommen habe? Wenn ich das so hochrechne, werden es 30“, scherzte er. Um dann anzufügen: „Ich habe mal fünf Tore in einer Saison erzielt, da möchte ich jetzt auch hinkommen, und dann schauen wir weiter.“

Zu passive Preußen

Gut, dass der SCP Scherder hat, der die Vorarbeit von Ousman Touray „abstaubte“, weil er bei einer Ecke von Joshua Holtby vorgerückt war. Seine erste Bilanz fällt positiv aus: „Das 1:1 in Rödinghausen war schon ein Härtetest. Die drei Siege in der englischen Woche waren gut, aber jetzt in Wuppertal wird es saueklig werden.“ Scherder wird vor allem als Abwehrchef benötigt, vielleicht aber auch als Torschütze nach drei Treffern in vier Partien.

Doch dieses Scherder-Tor nach sieben Minuten war nicht der Befreiungsschlag, den sich die Preußen erhofft hatten. Denn ein Offensiv-Feuerwerk sieht ganz anders aus, als es die zwei Chancen für Joel Grodowski sowie ein Schuss von Ousman Touray waren. Es war viel mehr Beleg für viel zu passive Preußen, vielleicht auch ratlose Preußen, die sich mit der kompakten Homberger Auswahl schwer taten. Und die Gastgeber mussten sich sogar noch bei Torwart Max Schulze Niehues bedanken, der nach 19 Minuten spektakulär gegen Pierre Nowitzki klärte und das 1:1 verhinderte.

Zufriedene Fans

Auch das schnelle 2:0 von Langlitz nach der Pause, der eine Holtby-Ecke nur noch einnicken musste, war nicht der erhoffte Türöffner für weitere Treffer. Grodowki mehrfach, der eingewechselte Nicolai Remberg doppelt und Holtby verpassten mit ihren vergebenen Chancen eine Klarstellung, ehe die Gäste zum 1:2 trafen.

Nun gut, die 990 Zuschauer waren zufrieden. Sie sahen endlich mal wieder richtigen Fußball. Und einen Preußen-Sieg, den dritten, der durch einen weiteren Erfolg im Schatten der Wuppertaler Schwebebahn am Mittwoch vergoldet werden könnte. Zwischenzeitlich, um kurz nach 15.03 Uhr war der SCP nach dem 2:0 sogar virtueller Tabellenführer. Aber Fortuna Köln schlug gegen den Wuppertaler SV zurück. Es bleibt dabei, man wird Geduld benötigen in dieser Saison. Ein Spaziergang durch die Regionalliga wird das nicht werden.

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