Fußball: Oberliga
Preußen-II-Trainer hält Programm auf dem Niveau für „nicht zumutbar“

Münster -

Unter der Woche an den Ball zu müssen, das wird in den nächsten Wochen Normalität für Fußball-Oberligisten wie den SC Preußen Münster II. Der schlug am Donnerstag erst Herne und empfängt am Sonntag die SG Wattenscheid 09. Trainer Sören Weinfurtner hat eine klare Meinung zum Mammutprogramm.

Freitag, 25.09.2020, 16:26 Uhr
Trainer Sören Weinfurtner steuert, wenn es geht, angesichts des happigen Pflichtprogramms die Belastungen.
Trainer Sören Weinfurtner steuert, wenn es geht, angesichts des happigen Pflichtprogramms die Belastungen. Foto: Peter Leßmann

Keine Atempause. Die mit 21 Teams bestückte Oberligasaison kennt keine Gnade. Die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster ist Sonntag (15 Uhr, Kunstrasen) daheim gegen Wattenscheid 09 in der fünften Runde gefordert. Allein im Oktober stehen fünf weitere Partien im Plan.

SCP-Trainer Sören Weinfurtner , der kaum wie am Donnerstag (3:1 gegen Westfalia Herne) gesehen vier Regionalliga-Spieler wird einsetzten dürfen, hält das Programm „auf dem Niveau für nicht zumutbar. Der Verband hat wenig weitsichtig gehandelt.“ Der große Stress, da ist er sicher, kommt noch. „Zumal die Teams nach einer langen Pause direkt in so einen Marathon geschickt werden. Da frage ich mich doch, ob die Spieler verheizt werden sollen.“

Der SCP-Gast steht für Tradition, riecht noch nach Bundesliga und ist verbunden mit Erinnerungen an echte Typen. Die SG Wattenscheid 09 aber steht auch für Turbulenzen und Finanzprobleme. Im Oktober 2019 stellten die Stadtteil-Bochumer den Spielbetrieb aus finanziellen Gründen ein – die Regionalliga war Geschichte. Nach abgeschlossenem Insolvenzverfahren vertraute die SG dem von RW Ahlen geholten Polizeibeamten Christian Britscho (50) den Aufbau eines neuen Oberligateams an. Der gebürtige Bochumer, dessen Arbeit in Ahlen sehr gelobt worden war, coachte die Elf zuletzt zum ersten Dreier, dem 1:0 über die SG Finnentrop/Bamenohl.

Mit Fabian Kerellaj, Ali Ibraim, Nils Hönicke und Leon Gensike steht ein Spielerquartett mit Preußen-Vergangenheit im Aufgebot.

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