Fußball: U-17-Bundesliga
3:3 gegen Arminia Bielefeld: Preußen Münster verspielt eine 3:0-Führung

Münster -

Die Nachspielzeit lief schon, und die U-17-Junioren des SC Preußen Münster schienen die drei Punkte nach Hause zu bringen. Doch dann setzte Tyler-Jeremy Wozny und traf für Arminia Bielefeld noch zum Ausgleich. Münster war geschockt, hatte das Team von Trainer Tobias Harink doch scheinbar sicher mit 3:0 geführt.

Sonntag, 18.10.2020, 18:36 Uhr
Preuße Shayan Sarrafyar zieht in dieses Szene am Bielefelder Ersin Dogan Secer vorbei.
Preuße Shayan Sarrafyar zieht in dieses Szene am Bielefelder Ersin Dogan Secer vorbei. Foto: Peter Leßmann

Das ist bitter! Im Derby gegen Arminia Bielefeld ging die U17 des SC Preußen Münster mit 3:0 in Führung – musste nach zwei Traumtoren dann doch mit einem Unentschieden leben. Preußen-Coach Tobias Harink stellte fest: „Das Unentschieden ist unsere eigene Schuld!“

Schon zu Beginn war nicht nur auf dem Papier – in der Tabelle sind die Teams nur durch einen Punkt getrennt – ein Bundesliga-Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe zu erkennen. Bielefeld hatte viel Ballbesitz, die Juniorenadler pressten auf Zuruf von Harink immer wieder früh – und zeigten sich eiskalt im Abschluss. Jonathan Wensing schnappte sich einen schlimmen Fehlpass von Jonas Speckmann und schob locker ins leere Tor ein (8.). Auch der nächste Angriff endete mit einem Tor: Nach einem Konter hielt Carver Miller zunächst gegen Paul Wiemer, war beim Nachschuss von Sören Becker dann doch machtlos (12.).

Die Preußen blieben aktiv: Einen Fernschuss von Marcello Bena fischte Miller aus dem Winkel, bei der darauffolgenden Ecke verpassten Levent Öztürk und Jonah Behrendt das 3:0 (33.).

Shayan Sarrafyar per Volley

Doch auch die Gäste hatten Chancen: Nach einem Fehlpass von Bena war Furkan Kocaarslan auf und davon, scheiterte allerdings an Matthias Bräuer. (38.) „Schon in der ersten Hälfte hatten wir phasenweise keinen Zugriff“, sagte Harink.

Nach dem Pausentee blieb das Bild das gleiche: Die Preußen überließen dem Gegner den Ball und liefen früh an. Eine Ecke brachte letztendlich den Erfolg: Die Bielefelder klärten viel zu kurz, aus dem Rückraum schloss Shayan Sarrafyar stark per Volley ab (56.).

Die Entscheidung? Pustekuchen! Auf einmal verließ die Preußen jegliches Selbstbewusstsein, die Gäste drehten auf. Einen Freistoß jagte Efe Tirpan in die Maschen und läutete damit die Bielefelder Aufholjagd ein (60.). Die Preußen kamen kaum noch in einen Zweikampf, die Folge war war Kocaarslans Treffer per Abstauber. Zuvor hatte Bräuer gegen Furkan Yilmaz pariert (63.). „Wir haben extrem schlecht verteidigt, das wird auf diesem Niveau bestraft,“ meinte Harink.

Lange Gesichter beim SCP

Und der Trainer konnte nur tatenlos zuschauen, wie das Unheil seinen Lauf nahm. Kaum noch sorgten die Hausherren mal für Entlastung, Konterchancen verpufften. Ganz spät gab es dann die Quittung: Tyler-Jeremy Wozny zog von außen in die Mitte und knallte den Ball aus der Distanz in den Kasten. Das zweite Traumtor sorgte für lange Preußen-Gesichter (80.+2).SCP:Bräuer – Dybiec, Behrendt, Öztürk, Bena – Sarrafyar, Keute, Becker (66. Kudinov) – Wiemer (48. Pinto), Wensing, Bayir (48. Evers)

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