Fußball: U-19-Bundesliga
Preußen Münster jubelt endlich – 2:0-Erfolg gegen Paderborn

Münster -

Da ist er endlich, der so lang ersehnte Sieg. Die U-19-Junioren des SC Preußen Münster beendete ihre erfolglose Serie und bezwangen den SC Paderborn mit 2:0. Ein wichtiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Sonntag, 18.10.2020, 19:46 Uhr
Auf dem Weg zur Entscheidung: Luis Frieling umspielt den Paderborner Schlussmann Moritz Schunke und erzielt das 2:0 für die U 19 des SC Preußen.
Auf dem Weg zur Entscheidung: Luis Frieling umspielt den Paderborner Schlussmann Moritz Schunke und erzielt das 2:0 für die U 19 des SC Preußen. Foto: Peter Leßmann

Die bitterböse Serie ist jetzt kein Thema mehr. Nach saisonübergreifend 22 Bundesligaspielen ohne Dreier brachen die A-Juniorenfußballer des SC Preußen Münster im Stadion den Bann und bezwangen in einem wechselvollen Duell den SC Paderborn mit 2:0 (1:0). Danach herrschte kollektives Strahlen im Mannschaftskreis. Letztmals auf diesem Rasen mit Arne Barez – dem Ende des Monats scheidenden Trainer und künftigen Fifa-Angestellten bleiben noch die Auswärtsspiele bei Fortuna Köln und dem VfL Bochum, um das Konto aufzustocken.

Fußballerische Feinkost durfte niemand erwarten angesichts der Konstellation und der tatsächlich noch jungen Saison. Auf den Preußen lag am dritten Spiel dieser verkürzten Serie bereits Druck. Und der war spürbar. „Den Dreier haben wir erkämpft, da spricht man ja von einem Dreckssieg“, sagte Barez ehrlich und anerkannte, dass der andere SCP den besseren Start erwischte, ohne überzeugend zu wirken. Zwei leichte Wackler überstanden die Preußen, als Paderborn über Außen zum Zug kam. Asmar Paenda und Noah Kloth klärten jeweils in letzter Instanz. Paderborns rechte Seite belebte Außenverteidiger Samet Coskun nachhaltig. Bisweilen wirkten die Gäste im Passspiel gradliniger.

Bindemann zur Führung

Offensiv bevorzugten die Adlerträger ebenfalls die rechte Bahn, wo Paenda den stürmenden Deniz-Fabian Bindemann einzusetzen versuchte. Und tatsächlich fiel über diese Seite das 1:0 (21.). Nick Selutin, die zweite laufstarke Spitze, fand Bindemann, der zum unwiderstehlichen Solo ansetzte und die Gegenspieler narrte. Sein Linksschuss fand wie gewollt das lange Eck. Der Treffer zeigte Wirkung, denn Paderborn spielte zerfahrener. Münster suchte die Tiefe und in ihr die beiden schnellen Spitzen. Nach dem Wechsel hatte Selutin schnell eine Szene, blieb aber erfolglos. Die Gelbe Karte gegen den Gästeverteidiger Dawyn-Paul Donner (55.) war ganz dunkel: Er foulte Bindemann im Konter, der Preuße wäre frei durch gewesen.

An Einsatz mangelte es keinem Spieler auf dem Platz, aber jedem Team an klaren Aktionen. Nach einer Stunden überließen die jetzt zu passiven Preußen den Gästen den Ballbesitz. Für Entlastung sorgte in der Phase niemand mehr. Das Platzangebot nutzten die Ostwestfalen nicht aus.

Frieling macht den Deckel drauf

Anders herum nahmen die Preußen wirkungsvoll Anlauf: Der zehn Minuten zuvor eingewechselte Stürmer Luis Frieling bekam ein langes Anspiel unter Kontrolle und blieb nach gutem Laufweg cool genug, auch noch Keeper Moritz Schunke auszuspielen (77.). Der Vorsprung sorgte für mehr Mut. Bindemann verpasste das Anspiel auf den freien Frieling, der sich wiederholt stark in den richtigen Raum bewegte. Im Zusammenspiel mit Paenda blieb Frieling hängen, nach dessen Anspiel scheiterte Bindemann. An diese Szenen dachte nach Abpfiff niemand mehr. „Wir wussten, dass wir Chancen bekommen, wenn wir gut umschalten“, sah Barez den Plan ausgehen.

Preußen U 19: Limberg – Benjamins, Ter-Horst, Kloth, Sikorski, Sinev (75. Hinterding) – Paenda, Korte, Overhoff (88. Markovski) – Bindemann, Selutin (67. Frieling)

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