Abschluss vom Trainingslager in Estepona
Wohin führt Loose die Adlerträger? - Positionskämpfe voll entbrannt

Estepona -

Das wäre geschafft, zehn Trainingseinheiten, jede Menge Stabilisationsübungen und Behandlungen durch die Physiotherapeuten sowie drei Testspiele später ist das einwöchige Übungscamp des SC Preußen Münster in Estepona Geschichte. Erwartet die Spieler des Fußball-Drittligisten nun der triste westfälische Winter?

Montag, 13.01.2014, 09:58 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 13.01.2014, 09:58 Uhr
In unterschiedliche Richtungen unterwegs? Das Bild täuscht, alle hören auf die Kommandos von Trainer Ralf Loose (rechts).
In unterschiedliche Richtungen unterwegs? Das Bild täuscht, alle hören auf die Kommandos von Trainer Ralf Loose (rechts). Foto: Jürgen Peperhowe

„Wichtig ist, dass man die Dinge immer positiv angeht. Wenn wir jetzt auf Kunstrasen trainieren werden, dann muss man das einfach annehmen. In Spanien war die Konstellation optimal mit immer 20 einsatzbereiten Feldspielern und richtig guten Bedingungen“, sagte SCP-Coach Ralf Loose in Rückschau und Vorausblick.

Alles neu gemischt wurde nicht im Trainingslager, aber die Neuzugänge Marco Pischorn und Soufian Benyamina drängen mit Macht in die erste Elf, Kevin Schöneberg und auch Stefan Kühne trumpften auf. „Jeder“, sagte Trainer Ralf Loose und hebt die Augenbrauen, „jeder Spieler bekam sowohl im Training als auch in den Testspielen Chancen.“ Soll keiner fehlende Aufmerksamkeit einklagen, heißt das wohl. Und: „Alle Spieler sind gesund geblieben. Von den Verletzten rechne ich mit Dennis Grote momentan nicht, Patrick Kirsch dürfte schnell wieder dabei sein. Wir haben eine Basis gelegt.“

Loose schiebt – noch – das erste Punktspiel des Jahres von sich. „An Erfurt denke ich nicht“, sagt er. Das war aber wohl nur die halbe Wahrheit. Denn mit Pischorn und Simon Scherder wurde das Innenverteidiger-Duo auf Herz und Nieren geprüft, welches vermutlich am 25. Januar spielen wird. Denn Dominik Schmidt (Sperre) und der angeschlagene Patrick Kirsch sind dann keine Kandidaten. Viele Fragen sind spannend, die Antworten muss sich Loose mit Co-Trainer Babacar N’Diaye bald geben.►  Rechter Verteidiger: Kevin Schöneberg ist nach einer unerquicklichen ersten Saisonhälfte zurück und macht dem zuletzt gesetzten Julian Riedel mächtig Feuer.►  Linker Verteidiger: Fabian Hergesell und Robin Neupert sind hier die Konkurrenten, beide zeigten, so Loose, Übungseinheiten mit Licht und Schatten.►  Linkes Mittelfeld: Für den an der Patellasehne verletzten Grote dürfte Gaetano Manno die erste Option sein. Auch Mehmet Kara zeigte in der Vorwärtsbewegung starke Szenen. Loose: „Mehmet kann alle Positionen in der Offensive ausfüllen. Ich erwarte von ihm mehr Torgefahr und mehr defensive Disziplin, dann hat er gute Chancen auf die erste Elf.“►  Systemcheck: Das 4-2-3-1-System mit zwei zentralen Mittelfeldspielern sorgt in der Regel für mehr Sicherheit, meistens, eigentlich fast immer, spielte der SCP diese taktische Anordnung. Dann könnte es aber eng werden im Angriff. Matthew Taylor (6 Tore) und Soufian Benyamina (Leihgabe aus Dresden) würden dann um diesen Platz rangeln. Allerdings testeten die Preußen das offensivere 4-4-2-Modell. Taylor würde dadurch mehr Raum erhalten, allerdings müsste Münsters Mittelfeld „richtig Kilometer“ machen. Angesichts der Aussage, dass Amaury Bischoff noch konditionelle Defizite aufzuholen hat, wäre das ein Wagnis. Loose: „Er hat noch viel Luft nach oben.“

Keine zwei Wochen mehr bis zur Partie in Erfurt, viele Positionskämpfe sind ungeklärt. Loose selbst wird sich bis zuletzt alle Hintertüren offenhalten, der Konkurrenzkampf ist entfacht.

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