Absturz im Westfalenpokal-Halbfinale
Entscheidendes Tor in der Nachspielzeit: SC Wiedenbrück besiegt die Preußen

Wiedenbrück -

Nachdem es bereits ab den ersten Spielminuten des Westfalenpokal-Halbfinales 1:1 stand, machten die Gastgeber SC Wiedenbrück 2000 in der Nachspielzeit das 2:1 und besiegten so die Preußen. Damit ziehen sie ins Finale des Westfalenpokals gegen Arminia Bielefeld. Gleichzeitig haben sie sich für den DFB-Pokal qualifiziert.

Dienstag, 14.05.2013, 21:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 14.05.2013, 21:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 14.05.2013, 21:30 Uhr
Absturz im Westfalenpokal-Halbfinale : Entscheidendes Tor in der Nachspielzeit: SC Wiedenbrück besiegt die Preußen
Traurige Gesichter bei den Preußen. Foto: Jürgen Peperhowe

Sie vergeigen die gesamte Saison auf den letzten Metern, in der letzten Sekunde. Kein Aufstieg in die 2. Bundesliga, kein DFB-Pokal gegen einen Erstligisten in der nächsten Spielzeit. Preußen Münster stürzt im Mai gnadenlos ab. Wer einen letzten Beweis dafür benötigt, der musste am Dienstag um kurz vor 21 Uhr im Jahnstadion zu Wiedenbrück sein. In der vierten Minute der Nachspielzeit kassierte der SCP im Westfalenpokal-Halbfinale beim Regionalligisten SC Wiedenbrück 2000 das Gegentor zum 1:2 (1:1) durch Volkan Okumak. Der Treffer war das Sinnbild der aktuellen Krise. Erst spiele Patrick Kirsch einen Fehlpass, dann stolzierte Okumak durch die Preußen-Verteidigung von links nach rechts, sechs, als Zahl 6, Preußen-Verteidiger ließen ihn gewähren. Die Nummer 14 des Regionalligisten spazierte durch diesen Schweizer Käse. Tor. 2:1. Münster hat das auch noch gegen die Wand gefahren.

Westfalenpokal-Halbfinale

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  • Mehmet Kara und Trainer Pavel Dotchev.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Spieler gehen niedergeschlagen vom Platz.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Amaury Bischoff kann es kaum fassen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Enttäuschung bei Trainer Pavel Dotchev.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stefan Kühne und Stephan Küsters am Spielrand.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Patrick Kirsch mit finsterer Mine.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mehmet Kara und Trainer Pavel Dotchev.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jubel für Torschütze Grote.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Masuch und Truckenbrod gegen Christian Heermann und Marwin Studtrucker.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Truckenbrod und Nazarov gegen Soner Dayagan.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schmidt gegen Soner Dayangan.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schmidt gegen Marwin Studtrucker.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Halet gegen Chris Kasela Mbona.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Trainer Dotchev mischte etwas durch bei seiner Startelf, die 0:3-Pleite am vergangenen Samstag im Drittliga-Gastspiel in Unterhaching hatte doch Spuren hinterlassen. Patrick Kirsch und Mehmet Kara fanden sich auf der Reservebank wieder, Benjamin Siegert nicht einmal im 18er Kader. Dafür war Kapitän Stefan Kühne in der Innenverteidigung sowie Clement Halet als Rechtsverteidiger und Addy-Waku Menga im Mittelfeld erste Wahl.

Schwungvoll ging es los, bereits nach 57 Sekunden hatte Marwin Studtrucker die Chance zur Führung, schoss aber knapp am Tor vorbei. Münster machte es besser. Über Dimitrij Nazarov und Amaury Bischoff landete der Ball passend bei Dennis Grote , der aus kurzer Entfernung zum 1:0 einschoss. Das brachte Ruhe, für gerade einmal drei Minuten. Dann glich der Regionalligist aus Wiedenbrück aus, einen Freistoü von Soner Dayangan verlängerte Chris Kasela Mbona zum 1:1. Das war eine lebhafte erste Viertelstunde im Jahnstadion, in der sich beide Teams nichts schenkten, aber auch einiges durcheinander ging.

Dann beruhigten sich die Dinge, Wiedenbrück und Münster hatten sich sortiert. Ein Schuss von Studtrucker (16.) war das letzte Signal der Hausherren vor der Pause. Münster musste bis zur 42. Minute warten, ehe Menga eine Flanke von Grote gefährlich köpfte – und Handspiel von David Czyszczon monierte. Die Abwehrreihen bestimmten nun das Geschehen. Die Elf von Trainer Theo Schneider wartete auf Kontermöglichkeiten, Münster versuchte über Ballbesitz Spielkontrolle zu erlangen. Es passierte so oder nicht mehr viel.

Spielbericht

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Mit der Einwechselung von Kara (64.) kam jedenfalls etwas mehr Fahrt ins Spiel. Es dauerte dennoch bis zur 81. Minute, ehe die Preußen mal wieder eine richtig gute Chance hatten, doch der glänzend freigespielte Bischoff schoss knapp am Tor vorbei. Sehr lange hatten sich die Gäste vornehmlich um Fehler-Vermeidung bemüht, weitestgehend erfolgreich, das Spiel nach vorne aber stockte. Dann kam die Nachspielzeit, 48 Minuten und 5 Sekunden waren vorbei, als Okumak traf. Die unglaubliche Talfahrt der Preußen hatte sich fortgesetzt.

Münster: Masuch – Halet (75. Kirsch), Schmidt, Kühne, Hergesell – Menga (64. Kara), Truckenbrod, Bischoff, Grote (69. Grote) – Nazarov, Taylor.

Wiedenbrück: Hölscher – Heermann, Czysczcon. Rogowski – Strickmann, Kasela Mbona – Brisevac, Dayangan (85. Jansen), Okumak – Studtrucker.

Tore: 0:1 Grote (10., Pass Bischoff), 1:1 Kasela Mbona (13., Freistoß Dayangan), 2:1 Okumak (90.+4).

Zuschauer: 1484.

Schiedrichter: Siewer (Drolshagen).

Gelbe Karten: Brisevac, Dayangan – Halet, Grote.

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