DFB-Pokalspiel
Bargfredes „Rückkehr“: Ex-Preuße wünscht Sohn Philipp und Werder Bremen den Sieg

Münster -

Bargfrede? Gab‘s nicht mal einen Fußballer dieses Namens auch in Münster? Richtig: Hans-Jürgen Bargfrede trug in der Zweitligasaison 1989/90 den Adler auf der Brust. Es war jedoch ein kurzes Gastspiel des Mittelfeldspielers, den Preußen Münster seinerzeit vom Hamburger Millerntor an die Hammer Straße gelockt hatte. Nur sechs Ligapartien bestritt der Ex-St.-Paulianer für den SCP.

Samstag, 18.08.2012, 12:08 Uhr

DFB-Pokalspiel : Bargfredes „Rückkehr“: Ex-Preuße wünscht Sohn Philipp und Werder Bremen den Sieg
Sein Sohn Philipp (obenauf) zeichnet sich bei Werder Bremen laut Hans-Jürgen Bargfrede (kl. Foto) durch seine Defensivstärke, technische Beschlagenheit und Spielintelligenz aus. Foto: dpa

Unter „keinem besonders glücklichen Stern“ stand sein Schritt in die Domstadt, erinnert sich Hans-Jürgen Bargfrede . „Zu meiner Zeit in Münster plagte ich mich mit verschiedenen Verletzungen rum.“ Beim Heimspiel gegen den SC Freiburg stand er am 14. April 1990 zum letzten Mal auf dem Platz. „Danach war Schicht im Schacht“, so Bargfrede – frühzeitiges Karriereende im Alter von 31 Jahren.

Ein anderer Bargfrede wird möglicherweise aber am Sonntag im Preußenstadion auflaufen: Philipp Bargfrede , Sohn des 53-Jährigen und Profikicker, spielt seit 2004 für Werder Bremen . Übrigens für den Verein, für den auch Hans-Jürgen Bargfrede sieben Jahre lang seine Fußballschuhe schnürte. Vorher – bis zum 14. Lebensjahr trainierte er selbst noch seinen Filius beim niedersächsischen Club TuS Heeslingen. „Das Pokalspiel in Münster werde ich am Liveticker verfolgen. Es wird ein schweres Spiel für Werder, ich tippe aber auf einen 2:1-Sieg für Bremen“, sagt Bargfrede, der in seiner Heimatstadt Zeven ein Sportgeschäft betreibt und als amtierender Trainer der U17 des FC St. Pauli dem Fußball weiter treu geblieben ist.

Bild_gross_Hansi

Hans-Jürgen Bargfrede (Foto: privat)

Sehr gut in Erinnerung behalten hat der gebürtige Niedersache das münsterische Publikum: „Obwohl wir damals gegen den Abstieg spielten, war das Stadion immer recht voll. Münster ist eben eine Fußballstadt.“ Die Unterstützung der Fans bei zwei Heimspielen beeindruckte ihn nachhaltig – gegen den MSV Duisburg und den FC Schalke 04. Letztere Partie wird in der Preußen-Historie zu den legendärsten Spielen gezählt. In der 59. Minute wurde Bargfrede eingewechselt, als der SCP am 17. März 1990 die Königsblauen durch Tore von Ulli Gäher und Guido Fleige mit 2:1 besiegte.

Vor dem Pokalspiel gegen Werder Bremen

Einer der wenigen Höhepunkt in Bargfredes Zeit bei den Preußen. „Mich hatte der Trainer Elmar Müller nach Münster geholt, der während der Saison entlassen wurde. Es folgte ein älterer Coach (Ernst Mareczek, Anmerkung der Redaktion), unter dem ich nicht mehr so gefragt war.“ Untergebracht war Hans-Jürgen Bargfrede in Münster im Hotel Münnich – „wie auch Dirk Bremser, an den ich mich noch gut erinnern kann. Kontakt habe ich aber nur noch zu meinem Ex-Mitspieler Peer Posipal.“

 

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1080045?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
Tipps für den stressfreien Weihnachtsmarkt-Besuch
Die Linien 11, 12, 13 und 22 fahren direkt zum Weihnachtsmarkt am Aegidiimarkt, von wo aus auch die Einkaufsstraßen der Innenstadt gut erreichbar sind.
Nachrichten-Ticker