Der Mittelfeldakteur und der SCP warten auf Grundsatz-Entscheidung von Genclerbirgili-Präsident
Zähes Ringen um Kara

Münster -

Jetzt wird es ein zähes Ringen. Die Positionen sind zwar klar, aber der Ausgang weiter offen. Mehmet Kara will zurück zum SC Preußen Münster. Der Fußball-Drittligist will den Mittelfeldspieler verpflichten. Fuat Capa, Trainer von Genclerbirgili Ankara, plant nicht mehr mit Kara. Ankaras Präsident Ilhan Cavcav hatte am Dienstag eigentlich die Entscheidung des Vereins bekannt geben wollen, ob man Capas sportlichem Entschluss folgt oder über den Kopf des Trainers hinweg an Kara festhalten will. Der Spieler selbst hat nachdrücklich erklärt, so schnell wie möglich nach Deutschland und zum SC Preußen zurückkehren zu wollen.

Dienstag, 22.01.2013, 20:01 Uhr

Beliebt bei den Fans: Mehmet Kara hofft auf eine Einigung zwischen Preußen Münster und seinem bisherigen Club, Genclerbirgili Ankara, in Bälde..
Beliebt bei den Fans: Mehmet Kara hofft auf eine Einigung zwischen Preußen Münster und seinem bisherigen Club, Genclerbirgili Ankara, in Bälde.. Foto: Jürgen Peperhowe

„Wir sind in Gesprächen, aber es konnte keine Entscheidung herbeigeführt werden“, erklärte SCP-Sportvorstand Carsten Gockel trocken. Er habe die positive Bewegung im Umfeld des eigenen Vereins festgestellt, nachdem das Buhlen der Preußen um Kara bekannt geworden war, aber er werde keine „Wasserstandsmeldungen“ abgeben. Außer: „Wir haben uns klar positioniert, wir wollen den Transfer gerne machen – aber ohne Druck.“ So hoffen die Verantwortlichen weiter auf einen Durchbruch in den Verhandlungen. Der war aber bis gestern Abend noch nicht erfolgt.

Das Zeitfenster mit dem Ende der Wechselperiode am 31. Januar ist nicht mehr groß. Auch deshalb prüfen die Preußen offenbar auch andere Alternativen für das offensive Mittelfeld. Technisch und organisatorisch wäre die Wunsch-Verpflichtung bis zum Wochenende zu stemmen, ein Einsatz des in Ankara voll im Training stehenden Kara im Gastspiel bei Hansa Rostock stünde nichts entgegen. Dafür müsste eine Einigung sowie die Platzierung von Mehmet Kara auf der internationalen Transferliste bis Donnerstag perfekt sein.

Nun schlägt die Stunde der Verhandlungsführer. Wirtschaftliche Zahlen wurden zwischen den Vereinen ausgetauscht. Vieles hängt davon ab, ob Genclerbirgilis Präsident Ilhan Cavcav tatsächlich grünes Licht gibt für eine Vertragsauflösung des noch zweieinhalb Jahre laufenden Kontraktes oder ob der starke Mann Ankaras ein Ausleihgeschäft bevorzugt.

In der Süper Lig gewann Genclerbirgili zuletzt am Sonntag mit 5:3 in Antalya – ohne Kara. Geht es nach dem 29-Jährigen, so kann sein nächster Verein nur Preußen Münster heißen. Am Montag führte Kara ein Gespräch mit Präsident Cavcav. „Ich will wieder Fußball spielen und in Münster versuchen, meinen Teil beizutragen, damit die Preußen aufsteigen. So eine Chance gibt es nicht oft“, erklärte Kara. Münster ist seine einzige Option, er will nur zu den Preußen wechseln, über Vertragsmodalitäten werde man sich schnell vor Ort einig. Frau und Kind sind bereits wieder in Bergkamen, Kara selbst ist zum zweiten Mal nach der Zeit bei Gaziantespor (2003 bis Ende 2006) mit dem Ausflug in den türkischen Spitzenfußball nicht glücklich geworden.

„Wir müssen abwarten und dürfen uns nicht verrückt machen lassen“, sagt Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis. Der SCP hat seine Hausaufgaben gemacht, wirtschaftlich alles abgeklopft, nun liegt der nächste Zug bei Genclerbirgili Ankara.

»Unser Rahmen ist Genclerbirgili bekannt. Eine Entscheidung gibt es aber bislang noch nicht.«

Preußens Sportvorstand Carsten Gockel zum Kara-Transfer.
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