Die Kurve bekommen
Dotchevs erste Mission mit dem Klassenerhalt erfüllt / „Viel Luft nach oben“ / Gockel intensiviert Gespräche

Münster -

Dann überzog Pavel Dotchev doch ein wenig, als er auf die Leistung seiner Mannschaft beim 1:0-Heimsieg über den 1. FC Saarbrücken zurückblickte. „Das war an der Grenze zum Unmenschlichen“, befand der Fußballlehrer. Seit einigen Wochen ist seine Elf – dank der Nachholspiele – nicht nur am Wochenende im Einsatz, sondern muss auch in der Woche ran. Das Team reist dabei kreuz und quer durch die Republik, kommt kaum noch zum regulären Trainingsbetrieb. Und, so Dotchev: „In der letzten Woche haben wir uns kaum gesehen.“ Er meint die Aktiven, die in Burghausen (0:1) aufgelaufen sind, und auf der anderen Seite das Heer an Verletzten und Gesperrten. Hatte ja auch keiner gesagt, dass es einfach werden würde.

Sonntag, 15.04.2012, 19:04 Uhr

Die Kurve bekommen : Dotchevs erste Mission mit dem Klassenerhalt erfüllt / „Viel Luft nach oben“ / Gockel intensiviert Gespräche
Verbissener Einsatz; Jose-Pierre Vunguidica mit vollem Körpereinsatz, der Verbleib des Mittelfeldspielers in Münster ist offen. Foto: Jürgen Peperhowe

Ob es eine fast schon unmenschliche Anstrengung war, diese Partie gegen Saarbrücken letztlich siegreich zu gestalten, sei mal dahingestellt. Immerhin bissen die zunächst matten Hausherren auf die Zähne und rissen sich selbst aus der Müdigkeit. Das war gut. Fakt ist jedenfalls, dass Dotchev mit seinen Mannen in vielerlei Beziehung die Kurve bekommen hat. Und zwar vor allem durch zuletzt vier Heimsiege innerhalb von 18 Tagen. Mit nun 47 Zählern dürfte am Ligaerhalt kein Zweifel mehr bestehen, damit steigt man nicht ab aus der 3. Liga. Dotchev, Ende Januar als Nachfolger von Marc Fascher installiert, ist nach 19 Punkten in 13 Partien endgültig angekommen in Münster . Der Bulgare hat dabei stillschweigend seine erste Hürde übersprungen, als er mit der Mannschaft den 16. Pluspunkt geholt hatte. Damit verlängerte sich der Kontrakt in Münster um ein Jahr. Zu Dienstantritt von Dotchev war es die Annahme gewesen, dass 16 weitere Punkte zum Klassenerhalt genügen würden. „Ich habe mein Bestes in den letzten Wochen gegeben, aber soll ich mich jetzt feiern lassen? Es ist mein Job, dass die Mannschaft erfolgreich spielt“, meinte Dotchev. Um anzufügen: „Anfangs war die Stimmung schlecht, innerhalb der Mannschaft wie auch außen bei den Fans. Die Kurve zu kriegen war nicht einfach.“ Und jetzt? „Wir sind auf dem richtigen Weg und haben noch viel Luft nach oben“, glaubt der Trainer. „Unsere Personalplanungen für die neue Saison liefen in den letzten Wochen leise im Hintergrund“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel . Diese sollen jetzt nicht lauter, aber intensiver geführt werden. Björn Kluft hat ein unterschriftsreifes Angebot vorliegen, allerdings sollen an dem Mittelfeldspieler auch einige Zweitligisten Interesse zeigen. Gleiches gilt für „Leihspieler“ Jose-Pierre Vunguidica, der beim 1. FC Köln angestellt ist. Kapitän Stefan Kühne, dessen Vertrag ausläuft, hat zudem das Signal für Gespräche erhalten. Die A-Junioren Julian Büscher, Marko Karamarko, Simon Scherder und Torwart Philipp Hinkerohe sollen zum Drittliga-Kader dazustoßen.   | Internet: www.wn.de/ Preussen-Muenster

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