Drittligist Münster vor dem Abflug ins Trainingslager
Transferknaller - Pischorn wird ein Preuße

Münster -

Transfer-Knaller beim SC Preußen Münster vor dem Abflug ins Trainingslager. Der Fußball-Drittligist verpflichtete am Samstag den 28 Jahre alten Innenverteidiger Marco Pischorn, der seinen Vertrag mit dem SV Sandhausen allerdings noch nicht aufgelöst hat. Dennoch wird der 1,88 Meter große Pischorn am Sonntag mit dem Team um Trainer Ralf Loose nach Estepona aufbrechen und in der einwöchigen Trainingsmaßnahme seine neuen Mitspieler kennenlernen. Pischorn erhält einen Vertrag für die nächsten zweieinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2016, eine Ablöse wird dem Vernehmen nach nicht fällig, der Spieler hat das Wort des Vereins für einen Wechsel.

Sonntag, 05.01.2014, 14:30 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 05.01.2014, 09:01 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 05.01.2014, 14:30 Uhr
Drittligist Münster vor dem Abflug ins Trainingslager : Transferknaller - Pischorn wird ein Preuße
Marco Pischorn Foto: dpa

"Der Konkurrenzkampf ist auf dieser Position natürlich angefacht. Wir haben lange um Marco gekämpft, und erst jetzt hat sich für uns die Tür für eine solche Verpflichtung geöffnet", sagte Sportvorstand Carsten Gockel. Der Spieler wird wohl finanzielle Abstriche machen müssen, der SCP wird sich beim Transfer nicht an die Decke strecken. Und, so Gockel weiter: "Wir haben ja nach so einem Spieler für die Abwehr gesucht, um uns auch im Luftkampf bei den Kopfbällen verbessern zu können." Gerade Trainer Ralf Loose hatte mehrfach seinen Wunsch nach solch einem Verteidigertyp geäußert.

Pischorn war gemeinsam mit Daniel Schulz in der Saison 2011/12 in der Innenverteidigung des SV Sandhausen der Schlüssel beim Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Spielzeit 12/13 kam er auf 32 Einsätze und zwei Tore. In der aktuellen Saison war Pischorn ausgemustert - er befand sich in einem Rechtsstreit mit dem SVS. Pischorn forderte die Zahlung der Nichtabstiegsprämie vom Club, Sandhausen blieb aber nicht aus sportlichen Gründen Zweitligist. Nur dank des Lizenzentzuges beim MSV Duisburg durfte Sandhausen in der 2. Bundesliga bleiben. Ein Gericht entschied Ende November dann, dass den Spielern die Prämie für den Klassenerhalt nicht zustehen würde. Wie Pischorn hatte auch Michael Langer auf die Zahlung geklagt. Nun endet für Pischorn, der im Sommer in Heidenheim und Wehen Wiesbaden auf dem Wunschzettel gestanden hatte, eine lange Zeit der Tatenlosigkeit.

Wie unsere Zeitung schon vor einer Woche berichtete, buhlte auch der SCP um den kopfballstarken Abwehrspieler, der für den VfB Stuttgart in der Saison 2007/08 auf vier Erstligaeinsätze kam. Jetzt fährt Pischorn mit ins Trainingslager. Münster hat damit sechs Innenverteidiger im Aufgebot mit Dominik Schmidt, Patrick Kirsch, Simon Scherder, Clement Halet und auch Robin Neupert. Pischorn ist die Nummer sechs. Schmidt ist im ersten Punktspiel des neuen Jahres in Erfurt (25. Januar) gesperrt, Kirsch hatte vor der Winterpause Probleme mit der Wade und dem Oberschenkel. Halet wurden schon häufiger Kontakte zu anderen Clubs nachgesagt, die sich aber bislang nicht bestätigten.

Drei Spieler aus dem 26köpfigen Aufgebot flogen nicht mit nach Spanien. Zlatko Muhovic, an dem weiterhin Drittligist Jahn Regensburg Interesse zeigt, und Torwart Cedric Wilmes sollen sich aktiv um einen neuen Verein bemühen. Sie spielen keine Rolle mehr in den Planungen der Preußen. Pascal Koopmann ist in Estepona zwar nicht am Start, steigt aber am Dienstag nach der Rückkehr der Kollegen wieder voll ins Training des Drittligisten ein.

Die Preußen fliegen am Sonntag um 8.45 Uhr von Düsseldorf nach Málaga und werden am Nachmittag in Estepona das Training aufnehmen. Drei Testspiele gegen Ado den Haag, Heracles Almelo und SK Brann Bergen sind im Laufe der nächsten Woche geplant. Am 12. Januar fliegt der Drittligist wieder zurück nach Deutschland.

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