Ein besonderes Fußballspiel
Preußen treffen in Rostock ein Jahr nach der Entlassung auf Ex-Trainer Fascher

Münster -

Heute ist es genau 365 Tage her, dass Preußen Münster mit Pavel Dotchev einen neuen Trainer präsentierte. Sein Vorgänger Marc Fascher war einen Tag zuvor beurlaubt worden und brisanterweise spielen Dotchev und der SCP am Samstag gegen eben diesen Marc Fascher, wenn sie bei Hansa Rostock in die Restserie starten.

Donnerstag, 24.01.2013, 10:01 Uhr

Damals für Preußen, heute für Hansa: Marc Fascher sinniert über seine Fußball-Welt.
Damals für Preußen, heute für Hansa: Marc Fascher sinniert über seine Fußball-Welt. Foto: Jürgen Peperhowe

Damals – im Januar 2012 – war die Situation nicht mehr zu retten. Fascher kündigte zu Jahresbeginn an, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Vorangehende Verhandlungen um eine Weiterführung stockten, weil der Motor beim Team sportlich stotterte.

In Oberhausen , am 21. Januar, dem ersten Pflichtspiel des Jahres folgte dann der endgültige Bruch zwischen Trainer und Vorstand, deren Verhältnis ohnehin schon gelitten hatte. Zur Fan-Kurve, aus der in der Halbzeitpause Bierbecher auf Teile des Präsidiums geworfen wurden, ging Fascher nach der Partie und bedankte sich mit einem eigens gedruckten T-Shirt für diesen Anlass. Für die Vereinsführung war diese Geste nicht hinnehmbar und Fascher nicht mehr tragbar – die Entlassung .

Ein Jahr später nun hält der 44-Jährige Hamburger die Zügel beim FC Hansa Rostock in der Hand. Er führte sie seit Amtsübernahme Anfang September vom 14. auf den zehnten Tabellenplatz, holte 20 Punkte – damit ist man an der Ostsee zufrieden. Der Aufstieg scheint für den Zweitliga-Absteiger aber wohl nicht mehr realistisch, auch wenn der ehrgeizige Fußballlehrer Fascher diesen als sein großes Ziel ausgibt. „Wir träumen nicht!“, lautet aber seine derzeitige klare Ansage.

Wohl auch noch bis ins Münsterland reicht Faschers Popularität, viele Preußenfans werden sich auf den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern machen, um die Begegnung gegen ihren Aufstiegstrainer mitzuerleben. „Danke Fischkopp“ wird auf einem Plakat stehen, das die SCP-Fankurve zu Spielbeginn schmücken soll, danach wird aber wohl wieder ausschließlich die eigene Mannschaft angefeuert. Bekannte und Freunde Faschers, auch solche aus münsterischen Zeiten, werden sich die Partie am Samstag in der DKB-Arena nicht entgehen lassen.

Ein ganz normales Fußballspiel also? Eigentlich nicht. Oder um mit Marc Fascher zu sprechen: Worüber reden wir hier?

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