Fußball: Letztes Heimspiel für die Abgänger
Blumen für verdientes Preußen-Quartett

Münster - Eine Woche vor dem Muttertag wurden im Preußenstadion inflationär Blumensträuße verteilt: Matthew Taylor, Dennis Grote, Clement Halet, Stefan Kühne und Pascal Koopmann wurden verabschiedet.

Samstag, 03.05.2014, 13:05 Uhr

Fußball: Letztes Heimspiel für die Abgänger : Blumen für verdientes Preußen-Quartett
Foto: Jürgen Peperhowe

Es war schon ein ordentliches Stück Preußen-Geschichte, das sich da vor dem Anpfiff des letzten Saisonheimspiels am Spielfeldrand eingefunden hatte. Matthew Taylor (33), Stefan Kühne (33), Clement Halet (29) und Dennis Grote (27) -- ein Quartett, das zusammen 277 Drittligaspiele im Adlertrikot bestritten und dabei 47 Tore erzielt hatte -- wurden gegen 13.20 Uhr offiziell verabschiedet. Vier unterschiedliche Spielertypen mit vier unterschiedlichen Geschichten, aber an diesem Samstag mit einer gemeinsamen Aufgabe: Es hieß Abschied nehmen für vier Publikumslieblinge.

SC Preußen Münster gegen den Halleschen FC

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Dennis Grote ist derzeit der einzige, dessen weiterer Weg vorgezeichnet ist. Der gebürtige Kaiserslauterer, mit neun Saisontreffern erfolgreichster Preußen-Vollstrecker der laufenden Spielzeit, wechselt zum MSV Duisburg . Den ehemaligen Junioren-Europameister hätten die Preußen gerne in Münster gehalten -- vergeblich. Gespräche mit dem zwischenzeitlichen Sportdirektor Detlef Dammeier machten Grote mobil. Angebote gab es nach einer bärenstarken Saison zuhauf.

Matthew Taylor dagegen wäre gerne geblieben. Der US-Amerikaner hat in seinen zwei Jahren in Münster bleibenden Eindruck hinterlassen -- durch 22 Liga-Tore und nicht zuletzt durch seine vier Pokaltreffer: Drei beim 4:2-Erfolg gegen Werder Bremen, einen beim 1:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Beide Male ebneten diese Tore den Preußen den Weg in die zweite Runde des DFB-Pokals. In der laufenden Spielzeit rutschte der 33-Jährige zurück ins zweite Glied, verlor seinen Stammplatz und spielte nun keine Rolle mehr bei den Zukunftsplanungen des Vereins. Taylor muss Münster verlassen, will mit seiner Frau und den beiden kleinen Töchtern aber weiterhin in Deutschland bleiben. Wohin es geht, ist völlig offen.

Stefan Kühne macht Nägel mit Köpfen noch ehe die Vertragsverhandlungen in die heiße Phase kamen. "Ich gehe", teilte der langjährige Preußen-Kapitän schon vor Wochen mit. Kühne hatte das Team im Mai 2011 als Kopf der Mannschaft in die dritte Liga geführt. Die Kapitänsbinde musste Kühne unter Trainer Ralf Loose abgeben, schon zuvor war Stefan Kühne bei Pavel Dotchev trotz Kapitänswürde häufig auf der Bank zu finden. Dennoch war auf den 33-Jährigen immer Verlass -- egal, zu welchem Zeitpunkt er ins Spiel kam. Kühne machte zuletzt kein Hehl aus seiner Enttäuschung, dass die Preußen ihm keinen Karriereweg außerhalb des Platzes weisen konnten.

Lange nicht gesehen und dennoch unvergessen bei den Fans ist Clement Halet. Auch der Franzose zählte 2011 zu den Aufstiegshelden, stand in der ersten Drittliga-Spielzeit noch 31 Mal auf dem Feld, ward dann jedoch durch Verletzungen und die immer stärkere Konkurrenz im Abwehrverbund immer seltener gesehen. Der stille, stets freundliche Franzose, brachte es in den vergangenen Spielzeiten noch auf insgesamt acht Einsätze. Clement Halet spielte keine Rolle mehr bei der Besetzung.
Noch unauffälliger verlief diese Saison für Pascal Koopmann. Das SCP-Eigengewächs spielte zuletzt regelmäßig erfolgreich in der Reserve -- jedoch keine Rolle in der Ersten. Auch er wurde vor dem Spiel gegen Halle gebührend verabschiedet.
Am Samstag standen alle fünf noch einmal gemeinsam auf dem Platz, allerdings nur bis zum Anpfiff. Grote und Kühne liefen mit auf, Taylor musste zurück auf die Bank, Halet gar auf die Tribüne. Doch egal, wo die vier ihre Preußen-Laufbahn beendeten: Die Fans werden Clement Halet, Matthew Taylor, Dennis Grote und Stefan Kühne nicht vergessen.

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