Grote trifft doppelt beim Elfmeterspektakel
Schöne Bescherung – 4:2 Sieg in Burghausen

Schöne Bescherung für den SC Preußen Münster, dieser 4:2 (1:1)-Auswärtserfolg bei Wacker Burghausen manövriert den Fußball-Drittligisten in eine beschauliche Winterpause, obwohl die Lage in der Liga weiter kritisch bleibt. Nach sechs Partien ohne Niederlage hat sich die Elf von Trainer Ralf Loose ans Mittelfeld herangerobbt, aber weiterhin nur ein dünnes Polster auf die Abstiegsränge – und so nebenbei Schlusslicht Burghausen im Abstiegskampf ein paar harte Watschn verpasst. Am 3. Januar geht es weiter für Münster mit dem Trainingsstart, am 25. Januar muss der SCP bei RW Erfurt antreten, erst einmal hat der Traditionsclub sportlich wieder die Kurve bekommen. „Das war der erwartet harte Kampf. Hätten wir unsere Chancen vor der Pause besser genutzt, wäre der Sieg auch in der Höhe verdient“, erklärte Trainer Ralf Loose. Am Ende war es ihm ziemlich egal, wie der SCP die Punkte geholt hat, im Abstiegskampf der 3. Liga hatten seine Männer Zählbares zum Abschluss des Jahres geholt.

Samstag, 21.12.2013, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 21.12.2013, 15:39 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 21.12.2013, 17:00 Uhr
Grote trifft doppelt beim Elfmeterspektakel : Schöne Bescherung – 4:2 Sieg in Burghausen
Einer von insgesamt drei Elfmetern. Foto: Jürgen Peperhowe

Keine Überraschungen gab es erwartungsgemäß in der Aufstellung der Preußen . Das Abschlusstraining und die Nacht im Hotel Glöcklhofer brachten keine neuen Erkenntnisse. Gaetano Manno (Leistenbruch) und Patrick Kirsch (Wadenprobleme) fehlten genauso wie Zlatko Muhovic (Rippenverletzung). Ansonsten hatte Trainer Ralf Loose alle Mann an Bord. Für die Hausherren war es ein Endspiel zum Jahresabschluss, mit einem Sieg wäre der Kontakt zu den Nicht-Abstiegsrängen wieder hergestellt. Münster gastierte mit einer Serie von fünf ungeschlagenen Partie in der nebligen Wacker-Arena.

SV Wacker Burghausen gegen SC Preußen Münster

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Münster bestimmte die Partie, keine Frage. Bereits nach fünf Minuten hätte Schiedsrichter Robert Schröder auf Elfmeter für den SCP entscheiden können, nachdem Matthew Taylor von Florian Pflügler im Strafraum gefoult worden war. Dies war die klarste elfmetereife Szene der Partie. Die Gäste hatten im weiteren Verlauf die besseren Chancen, zum Beispiel in der 17. Minute, als Dennis Grote eine präzise Flanke von Benjamin Siegert nicht ins leere Tor bugsieren konnte. Wenig später dann aber doch das 1:0, als Ulrich Taffertshofer ungeschickt Marcus Piossek zu Fall brachte. Grote ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte den Elfmeter sicher zur Gäste-Führung nach 24 Minuten.

Den Hausherren fiel derweil so gut wie nichts ein. Münsters Defensive arbeitete sicher und stabil alle Angriffe ab. Vielmehr hatte Taylor (28.) eine Riesenchance zum 2:0, doch der Ball, der zufällig im Fünfmeterraum vor ihm landete, wurde vom Amerikaner neben das Tor geschossen. Dann war es erneut der agile Grote (34.), der mit einem satten Schuss Wacker-Keeper Stephan Loboue prüfte. Und als alle schon gedanklich auf dem Weg in die Kabine waren, überraschte Burghausen mit dem Ausgleich. Auf der rechten Seite durfte Tobias Schröck ungehindert flanken, in der Mitte köpfte Marco Holz, unbedrängt von den SCP-Verteidigern, zum Ausgleich ins Tor. Das war schmeichelhaft für Burghausen, aber der Treffer zählte, 1:1 zur Pause.

Nach dem Wechsel mischte Referee Schröder weiter munter mit. Erneut wars es Wackers Taffertshofer, der dieses Mal Taylor im Zweikampf anging – Foulelfmeter für Münster. Grote (50..) verwandelte erneut sicher. Da jubelte der SCP-Anhang noch, als Schiedsrichter Schröder wieder auf den Elfmeterpunkt zeigte. Grote war auch dabei, doch nun sollte er Marco Holz gefoult haben. „Niemals war das ein Elfmeter“, sagte Münsters Mittelfeldspieler über das eigene Tackling, aber die Hausherren verwandelten durch Christoph Burkhardt (51.) zum 2:2 – Münsters Schlussmann Daniel Masuch hatte dabei noch die Finger am Ball. Grote: „Er hat ein paar Elfmeter gepfiffen, die es sonst nicht geben würde.“

Nebelig war es in Burghausen. (Foto: Heflik)

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Nebelig war es in Burghausen. (Foto: Heflik)

Die Partie war auf den Kopf gestellt, weil den Gastgebern das 2:2 in den Schoß gefallen war. Aber nun war Wacker plötzlich die dominierende Elf. Torchancen gab es allerdings keine zur verzeichnen. Der SCP musste derweil das alles verarbeiten, gut 20 Minuten ging nichts mehr, die Loose-Elf ging auf Tauchstation im immer stärker werdenden Nebel. Erst ein Solo vom eingewechselten Mehmet Kara weckte die Lebensgeister der Gäste für die Schlussoffensive.

Wer sonst als Dennis Grote hatte bei der erneuten Preußen-Führung nach 81 Minuten den Fuß im Spiel. Seine Ecke segelte auf den Hinterkopf von Tobias Schröck zum 3:2 ins Burghausener Tor. Dieses Geschenk nahmen die Münsteraner gerne an, ist ja auch kurz vor Weihnachten, da wollte keiner klagen. Und als ein Konter über Rogier Krohne nach 86 Minuten eingeleitet wurde, musste am Ende Marcus Piossek nur noch einschieben zum 4:2-Endstand. Das Ding war gedreht, Münster hatte den wichtigen „Dreier“ geholt. Es geht wieder aufwärts mit dem SCP.

Burghausen: Loboue – Burkhard, Pflügler, Taffertshofer (87. Altenstraßer), Cicotta – Holz, Burkhardt, Schröck, Müller (56. Moser) – Hauk, Bencik (77. Eberlein). – Trainer. Wolf.

Ersatzbank: Eiban (Tor), Colak, Drum, Glatzel.

Münster. Masuch – Riedel (71. Schöneberg), Scherder, Schmidt, Hergesell – Truckenbrod, Bischoff – Siegert (66. Kara), Piossek, Grote – Taylor (66. Krohne). – Trainer. Loose.

Ersatzbank: Wilmes (Tor), Neupert, Kühne, Halet.

Zuschauer: 1860. – Tore: 0:1 Grote (24./Foulelfmeter, Taffertshofer an Piossek), 1:1 Holz (44., Flanke Schröck), 1:2 Grote (50./Foulelfmeter, Taffertshofer an Taylor), 2:2 Burkhard (51./Foulelfmeter, Grote an Holz), 2:3 Eigentor Schröck (81., Eck von Grote), 2:4 Piossek (86., Pass von Krohne). - Schiedsrichter: Schröder (Hannover) 5, gab drei umstrittene Elfmeter.

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