Karas Heimweh nach den Preußen
Mittelfeldspieler hat Genclerbirgili um die Freigabe für den SCP gebeten

Münster/Ankara -

„Die Drähte glühen“, sagte Sportvorstand Carsten Gockel. Gemeint ist die Rückholaktion von Mehmet Kara. Fußball-Drittligist Preußen Münster will den 29 Jahre alten Mittelfeldspieler von Genclerbirgili Ankara loseisen, am Dienstag fällt wohl die Entscheidung. Unser Redaktionsmitglied Alexander Heflik telefonierte mit Mehmet Kara am Montagabend.

Dienstag, 22.01.2013, 06:01 Uhr

Will wieder zu seinem SC Preußen: Mehmet Kara von Genclerbirgili Ankara.
Will wieder zu seinem SC Preußen: Mehmet Kara von Genclerbirgili Ankara. Foto: Jürgen Peperhowe

Wie groß ist die Chance, dass Sie bald wieder für Preußen Münster spielen werden?

Mehmet Kara : Ich habe in der Nacht von Sonntag auf Montag gar nicht geschlafen, weil ich das Gespräch mit dem Manager in Ankara zu führen hatte. Ich habe ihm gesagt, dass ich zurück will in die Heimat, zu meinem Verein in Münster . Da haben alle doof geschaut, aber nirgendwo habe ich als Profi länger gespielt als bei den Preußen. Ich bin zwar Türke, aber als Fußballer wurde ich immer am meisten in Münster akzeptiert. Das vergisst man nicht.

Die Preußen legen sich mächtig ins Zeug für Sie, eine Ablösesumme oder eine Ausleihsumme muss gezahlt werden?

Mehmet Kara: Mein Vertrag in der Türkei läuft noch zweieinhalb Jahre. Der Präsident und der Manager wollen mich ausleihen, spätestens im Sommer zurückholen, der Trainer spielt aber ein anderes System. Jetzt wurde auch noch der Serbe Tomic (25 Jahre, von Partizan Belgrad , Anm. der Redaktion) auf meiner Position geholt. Vom Gehalt her ist die Türkei ein Paradies für Fußballer, aber ich habe gemerkt, dass das nicht alles ist. Ich will zurück, das ist kein Geheimnis.

Sind Sie sich denn einig mit dem SC Preußen?

Mehmet Kara: Das hört sich jetzt komisch an, aber über meinen Vertrag und das Gehalt haben wir noch gar nicht gesprochen. Das Vertrauen ist gegenseitig unglaublich groß, wir werden uns schon einigen, ich mache das jetzt selbst, von meinem Berater habe ich mich getrennt. Die Preußen haben schon jetzt alles versucht, um mich zu holen. Dafür bin ich dankbar, das will ich zurückzahlen.

Wieso wollen Sie kein Ausleihgeschäft?

Mehmet Kara: Ich bin schon 29 Jahre und will nicht in der Türkei ausgeliehen werden. Meinem Manager in Ankara habe ich gesagt: Tut mir den Gefallen und lasst mich bitte gehen.

Kennen Sie überhaupt das aktuelle Preußen-Team?

Mehmet Kara: Mit Mat Taylor habe ich in Paderborn zusammengespielt, er war der Erste, der gefragt hat, ob ich wirklich kommen will. Patrick Kirsch, Stefan Kühne und Dennis Grote kenne ich auch. Pavel Dotchev als Trainer will ja zudem offensiven Fußball spielen lassen. Das gefällt mir.

Haben die Preußen wirklich eine Aufstiegschance?

Mehmet Kara: Auf jeden Fall. So eine Chance gibt es nicht häufig. Versprechen kann ich nichts, aber ich will alles geben, damit wir das schaffen. Dieser Verein hat die 2. Bundesliga verdient.

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