Kleine Siegesserie ist schon wieder gestoppt / 0:1 in Burghausen
Den Preußen fehlen die Ideen

Burghausen -

Die kleine Siegesserie des SC Preußen ist schon wieder gestoppt. Den umjubelten Erfolgen über den VfL Osnabrück (1:0) und RW Erfurt (3:2) folgte Mittwochabend vor 3300 Zuschauern ein 0:1 bei Wacker Burghausen. Zwar zeigten die Preußen eine gute und couragierte Leistung, belohnt wurden sie dafür am Ende nicht. Dementsprechend enttäuscht war nach dem Spiel Trainer Pavel Dotchev: „Fußball ist manchmal ungerecht. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht.“

Donnerstag, 12.04.2012, 14:04 Uhr

Gegenüber dem Spiel gegen RW Erfurt am vergangenen Samstag musste der Preußen-Coach seine Mannschaft – teils freiwillig, teils notgedrungen – gleich auf mehreren Positionen umbauen. Mit Jonathan Bourgault, Fabian Hergesell, Benjamin Siegert und Jens Truckenbrod standen dieses Mal lediglich vier Spieler in der Start-Formation, die auch gegen Erfurt begonnen hatten.

Im Tor stand Max Schulze Niehues für den verletzten Daniel Masuch, in der Abwehr kamen Dominique Ndjeng, der nach fast einjähriger Verletzungspause sein Comeback feierte, und Philipp Heise für Patrick Huckle und Clement Halet zum Einsatz, im Mittelfeld ersetzten Massimo Ornatelli, Dennis Grote und Rico Schmider die gesperrten bzw. verletzten Stefan Kühne, Björn Kluft und Jose-Pierre Vunguidica und im Angriff schließlich erhielt Nejmeddin Daghfous den Vorzug vor Marco Königs.

Trotz dieser Umstellungen kam der SCP jedoch gut ins Spiel und hatte schon in der Anfangsphase Chancen, in Führung zu gehen. Einem Treffer von Daghfous in der 6. Minute verweigerte Schiedsrichter Dr. Manuel Kunzmann jedoch die Anerkennung, weil Grote Burghausens Schlussmann Manuel Schönhuber behindert hatte. Eine glasklare und richtige Entscheidung!

Preußen Münster verliert 0:1 in Burghausen

1/9
  • Fabian Aupperle bringt Burghausen in Führung

    Foto: Christian Butzhammer
  • In der 32. Minute köpft er ein

    Foto: Christian Butzhammer
  • Daghfous im Zweikampf

    Foto: Christian Butzhammer
  • Burghausens Grübl gegen Truckenbrod

    Foto: Christian Butzhammer
  • Heise im Zweikampf mit Mokhtari

    Foto: Christian Butzhammer
  • Preußen Münster drängt auf den Ausgleich

    Foto: Christian Butzhammer
  • Pavel Dotchev bringt drei frische Offensivkräfte

    Foto: Christian Butzhammer
  • Dennis Grote wurde ausgewechselt

    Foto: Christian Butzhammer
  • Am Ende blieb es bei der knappen Niederlage

    Foto: Christian Butzhammer

Danach war es in der 13. Minute Truckenbrod, der nach Zuspiel von Siegert aus zehn Metern das 0:1 auf dem Fuß hatte. Auch Schmider (17.) und Daghfous (19.) konnten ihre Chancen nicht nutzen. Das alles machte Appetit auf mehr. Dies auch deshalb, weil die Preußen gut kombinierten, den Ball flott laufen ließen und eindeutig den Takt angaben. Burghausen dagegen wirkte in seinen Bemühungen bieder, brachte nur wenig Brauchbares zustande. So fiel das 1:0 für die Hausherren in der 32. Minute nicht nur vollkommen überraschend, es war auch nicht verdient.

Nach einer Ecke von Mokhtari war Aupperle mit dem Kopf zur Stelle und stellte den Spielverlauf auf dem Kopf. Zwar hatten die Preußen kurz vor der Pause nach einem Fehler von Holz bei einem Konter noch die Chance zum Ausgleich, Siegerts Pass in die Spitze fand jedoch keinen Abnehmer. So blieb es beim knappen Rückstand. Entsprechend bitter fiel das Halbzeit-Fazit von Carsten Gockel aus. „Die bessere Mannschaft liegt hinten“, so Preußens Sportvorstand. Und weiter: „Wir hatten das Spiel im Griff und hätten eigentlich führen müssen.“

Den besseren Start nach der Pause erwischte der Gastgeber. Zehn Minuten lang gab er den Ton an, dann arbeiteten sich die Preußen zurück ins Spiel und gestalteten die Partie wieder offen. Was fehlte, waren freilich klare Einschussmöglichkeiten. Die Beste hatte kurz vor dem Ende noch der eingewechselte Vunguidica. Ansonsten wirkten die Angriffsbemühungen des SCP in der zweiten Halbzeit oft etwas hausbacken – nicht zuletzt deshalb, weil im Mittelfeld die zündenden Ideen fehlten. Burghausen machte es nicht besser, hätte mit dem Schlusspfiff aber trotzdem fast noch auf 2:0 erhöht.

Florian Voß
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/700737?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
Arbeitsplatz Autobahn-Toilette
Hartmut Lippmann bei der Arbeit. Die Toilettenanlagen an der Autobahn werden von ihm und seinen Kollegen an jedem Tag des Jahres gereinigt. Manchmal ist das Routine, manchmal wartet auf die Serviceleute ein Knochenjob mit erheblichem Ekelfaktor.
Nachrichten-Ticker