Makellose Heimbilanz
Fußball: Osnabrück zeigt gegen Münster seine breite Brust

Münster -

In Osnabrück grassiert das Fußballfieber. Die Stadt wirkt wie elektrisiert. Auf der großen Straße, der Einkaufsmeile schlechthin, in den Bars und Cafés, scheint es aktuell nur ein Thema zu geben: das Derby. Samstag kommen die Preußen aus Münster (14 Uhr). Alle reden davon, alle wollen hin. Und dennoch: Trotz alles Euphorie und Vorfreude gibt es noch rund 1500 Karten im freien Verkauf – schon seltsam.

Freitag, 14.09.2012, 08:09 Uhr

„Nein“, sagt Yvonne Lehnfeld , Medienbeauftragte des VfL, und klärt auf: „Die Tickets für bestimmte Kategorien waren schnell vergriffen. Aber was die Westkurve angeht, beobachten wir, dass die Osnabrücker Fans sehr verhalten sind, was den Kauf einer Karte angeht.“ Aus gutem Grund: Jene Kurve war beim „Skandalspiel“ vor gut einem Jahr Ziel des „Monster-Böllers“ von Juri C. aus dem Gästeblock. In die Vorfreude auf das Duell der Duelle mischt sich also die blanke Angst. Dabei haben die Protagonisten im Vorfeld reichlich andere Sorgen. Allen voran Osnabrücks Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz.

Er muss neben Paul Thomik (Knieverletzung) und Nils Fischer (Bänderriss, wieder im Training) auf Stammtorhüter Manuel Riemann verzichten, der zuletzt beim 0:1 in Babelsberg wegen einer Notbremse den Roten Karton sah und für ein Spiel gesperrt wurde. Gegen die Preußen wird Nils Zumbeel zwischen die Pfosten rücken. Und das ist alles andere als selbstverständlich, auch wenn der 22-Jährige vom Papier her zweite Wahl hinter Riemann ist.

Beim Pokalspiel in Meppen (3:2) sah auch er jüngst nach einer Notbremse die Rote Karte. Da sich das Foul im Nachhinein als eher harmlos herausstellte und auch das „Opfer“ Zumbeel entlastete, wurde dieser vmit einer einwöchigen Sperre belegt, die gestern abgelaufen ist. Ein Beigeschmack bleibt trotzdem. Eigentlich gibt es nach einem Platzverweis nur zwei Möglichkeiten: Freispruch oder Strafe, um den Schiedsrichter aufgrund seiner Tatsachenentscheidung bewusst zu schützen. Und Strafe hieße mindestens ein Spiel Sperre. Der Verband ging einen ganz anderen Weg und zog Zumbeel für eine Woche aus dem Verkehr.

Ohne dieses glückliche Urteil hätte ausgerechnet im Derby Tormann Nummer drei, Björn Bussmann, sein Debüt geben müssen. Egal wer, der VfL-Kasten soll unbeleckt bleiben. In allen vier Heimspielen kassierte Osnabrück nicht einen Gegentreffer. Diese eindrucksvolle Bilanz wollen sich die Jungs von „Pele“ Wollitz nicht madig machen lassen, erst recht nicht gegen Münster.

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