Pokerpartie in der Endphase
Preußen will Mehmet Kara verpflichten / Spieler hat Ankara um Freigabe gebeten

Münster -

Mit Hochdruck arbeitet der SC Preußen Münster an der Rückholaktion von Mehmet Kara. „Die Drähte glühen“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel. Die Vereine verhandeln über Transfersumme oder Ausleihgebühr. Preußen Münster und Genclerbirgili Ankara sitzen am Pokertisch.

Montag, 21.01.2013, 19:01 Uhr

Preußen im Visier: Mehmet Kara will aus Ankara zurück nach Deutschland, die Entscheidung fällt am Dienstag.
Preußen im Visier: Mehmet Kara will aus Ankara zurück nach Deutschland, die Entscheidung fällt am Dienstag. Foto: Jürgen Peperhowe

Keine Frage, der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler will zurück an die Hammer Straße, wo er von 2007 bis 2011 schon sein Glück fand. „Ja, ich würde eine Verpflichtung sehr begrüßen“, sagte Preußen-Trainer Pavel Dotchev .

Für einen Moment kapitulierte der SC Preußen vor den Schneemassen am Montag, verzichtete auf Training mit dem Ball, setzte dafür auf Krafteinheiten und Laufen. Denn, so Dotchev: „In der letzten Woche haben wir uns bei diesen Bedingungen gerettet, da war alles in Ordnung. Einen Tag können wir nun improvisieren, sonst wird er schwierig für die Partie am Samstag in Rostock.“ Am Dienstag soll der Kunstrasenplatz am Stadion geräumt und spielbereit sein.

In Rostock läuft die Rasenheizung dagegen auf Hochtouren, gegen Münster soll gespielt werden. Gegen Östers IF Växjo gewann die vom Ex-Preußen Marc Fascher trainierten Rostocker am Wochenende eine Testpartie mit 1:0. Tommy Grupe, gerade erst aus Münster wieder nach Rostock zurückgekehrt, spielte dabei in der Innenverteidigung.

Egal, beim SCP interessiert vor allem ein Mann: Möglicherweise ist Mehmet Kara bereits am Dienstag im Anflug, denn zwischen dem SCP und dem Mittelfeldspieler ist das Wesentliche geklärt. Nach nur einem halben Jahr will der filigrane Fußballer mit Wohnsitz in Bergkamen von Genclerbirgili zurück nach Deutschland, und hat nur eine Adresse hat er im Kopf: Preußen Münster . Am Telefon erklärte der Familienvater: „Ich will zurück zu meinem Heimatverein“. Und das ist Preußen, keine Frage.

Keine Chance für andere Vereine: Auch der österreichische Erstligist Red Bull Salzburg dürfte für den 29-Jährigen keine Option sein. Hier arbeitet mit Roger Schmidt Karas Mentor als Chefcoach. „Ich kenne Mehmet schon lange. Sportlich und charakterlich wäre er eine Verstärkung. Wir haben gesagt, dass wir uns in der Spitze, bei der spielerischen Qualität, verstärken wollen. Das wäre mit Kara der Fall“, befand Trainer Dotchev. Um gleich, ganz Fußballlehrer, anzufügen: „Er hat aber keinen Bonus.“ Soll heißen, auch Kara muss sich im Training aufdrängen. Stefan Kühne (Achillessehnen-Entzündung) musste pausieren, dürfte aber für Samstag wieder fit sein. Julian Büscher kann den Verein verlassen.

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