Preußen Münster
Ein 0:0 der besseren Art

Münster -

Dies war ein 0:0 der besseren Art, alles andere als ein winterliches Fußball-Gewürge.

Sonntag, 15.12.2013, 21:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 15.12.2013, 21:16 Uhr
Gemeinsame Rettungstat: SCP-Schlussmann Daniel Masuch klärt gegen den Leipziger Joshua Kimmich (17), Simon Scherder (verdeckt) und Julian Riedel stehen als Hilfen bereit.
Gemeinsame Rettungstat: SCP-Schlussmann Daniel Masuch klärt gegen den Leipziger Joshua Kimmich (17), Simon Scherder (verdeckt) und Julian Riedel stehen als Hilfen bereit. Foto: Jürgen Peperhowe

Beide Teams, natürlich, nahmen für sich später in Anspruch, dem Sieg dann doch eigentlich ein Stück näher gewesen zu sein. Als die 6787 Zuschauer dann den Schlusspfiff der ebenfalls überzeugenden Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hörten, war keiner so richtig unzufrieden mit dem Punkt. Man hatte mit RB Leipzig die vielleicht läuferisch stärkste Mannschaft der 3. Liga gesehen, zumindest eine gute Stunde präsentierte das Team von Trainer Alexander Zorniger aggressiven Power-Fußball. Und man hatte einen SC Preußen gesehen, der sich, anders als in einigen Partien der ersten Serie, mit Haut und Haaren der Sache verschrieben hatte und kraftvoll gegenhielt.

„Die erste Halbzeit war exzellent, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, fasste Zorniger das Geschehen durchaus treffend zusammen. Und fügte an: „Am Ende kann ich mit einem Punkt gegen eine sehr, sehr gute Preußen-Elf gut leben.“ Das war als Lob zu verstehen, keine Frage. Vier, fünf gute Chancen hatten die Gäste bis zur 60. Minute, SCP-Schlussmann Danial Masuch musste vor allem gegen Youssef Poulsen (48.) und Timo Röttger (58.) in höchster Not klären, das 0:1 verhindern. Da war unheimlich Tempo, richtig viel Biss im Spiel.

Was dem SCP meist fehlte, war der Zug zum Tor, der Abschluss von guten Spielzügen. Das dauerte, ehe Matth­ew Taylor (59.) plötzlich allein auf das Leipziger-Tor lief, sich aber den Ball zu weit vorlegte. Dann konnte Taylor (86.) eine Flanke von Mehmet Kara per Kopf nicht zur Führung der Hausherren veredeln. Viele Ansätze in der Offensive waren vielversprechend, aber zu wenig hochkarätige Chancen kamen dabei heraus. Leipzig hatte hier ein Chancenplus, und in der Nachspielzeit hätte Daniel Frahn noch fast den Siegtreffer geköpft, wäre er nicht vom mutigen Simon Scherder Musketier-gleich gestoppt worden – es schepperte, das gab Beulen am Kopf der Protagonisten.

Die Defensivapparate auf beiden Seiten drückten der Partie den Stempel auf. Leipzig rannte alles in Grund und Boden, Münster reagierte auf seine Art und Weise und wusste die Gäste geschickt zu bremsen. „Es war ein hochklassiges Unentschieden. Von der Leistung her kann es so weitergehen“, befand Rechtsverteidiger Julian Riedel. Und Dennis Grote, der Mittelfeldspieler, fügte an: „Unter dem Strich können wir mit dem 0:0 zufrieden sein.“ Der SCP hatte als Team wieder einen Schritt nach vorne gemacht, präsentierte sich als Einheit und nahm den Punkt gerne mit.

Seit fünf Spielen sind die Preußen nun ungeschlagen, holten neun Zähler. Dennoch ist die Lage weiter brandgefährlich. Beim Blick auf die Abstiegsränge bleibt festzuhalten, dass sich die Stuttgarter Kickers als Drittletzter mit einem Sieg (2:0 über Wehen Wiesbaden) wieder ein Stück verbessert haben. Andererseits ist der SCP nur drei Punkte von einem einstelligen Tabellenplatz entfernt. Der Ausgang der Partie am Samstag in Burghausen wird den Takt für das neue Jahr vorgeben.

Jetzt müssen wir in Burghausen unser Ding durchziehen.

Preußen-Tormann Daniel Masuch
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