Preußen eiskalt erwischt
SCP zurück in Münster: Zwei freie Tage zum Abkühlen - Trainingsgast Bildirici hinterlässt guten Eindruck

Münster -

Der SC Preußen Münster wurde am Sonntagabend kalt erwischt. Den Sommerfrischlern aus Andalusien drohte bei der Landung in Greven ein Temperatursturz von satten 20 Grad. Die Vorausschauenderen hatten Schal und Mütze im Handgepäck, die anderen testeten unter Wettkampfbedingungen ihre Frost-Rations-Toleranz. Nach einer Woche unter der Sonne Spaniens bleiben den Spielern jetzt zwei freie Tage, um sich auf heimisches Niveau abzukühlen, ehe am Mittwoch der eiskalte Trainingsalltag und die Vorbereitung auf den Liga-Neustart am 26. Januar in Rostock ansteht.

Dienstag, 15.01.2013, 08:01 Uhr

Arbeitsalltag im Urlaubsparadies: Die Preußen wären in Andalusien auch ohen Sonne ins Schwitzen gekommen.
Arbeitsalltag im Urlaubsparadies: Die Preußen wären in Andalusien auch ohen Sonne ins Schwitzen gekommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Sportvorstand Carsten Gockel und Trainer Pavel Dotchev waren sich am Wochenende einig, dass sich der Ausflug nach Estepona absolut bezahlt gemacht habe. Es war kein Urlaub, den die Preußen in Andalusien verbrachten, vielmehr harte Arbeit. Auch am Sonntag wurde beim Training noch einmal richtig Gas gegeben.

„Die Mannschaft ist noch weiter zusammengerückt“, so Gockel. Einziger Wermutstropfen: „Die kurzfristige Absage von Steaua Bukarest am Samstag. Das war richtig ärgerlich“, so Gockel. Als finaler Leistungstest geplant wurde der samstägliche Testlauf zum Scheibenschießen ohne aussagekräftigen Wert. Mit 16:0 schoss der SCP den viertklassigen CF Ronda vom Trainingsplatz. Gefordert war dabei einzig Harald Menzel, der am Spielfeldrand von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert bleiben musste, um die Einschläge nebst Schützen zu Papier zu bringen. Vier mal traf Dimitrij Nazarov, je drei Mal die Sturmkollegen Addy Menga und Marco Königs. Matthew Taylor (2), Patrick Kirsch und Rico Schmider besorgten den Rest – das wars. „Die Defensive wurde nicht gefordert“, konnte Dotchev an seine Abwehrspieler mangels Gelegenheit keine Abschlussnoten verteilen.

Ohne Torerfolg blieb Testspieler Murat Bildirici, der dennoch bleibenden Eindruck hinterließ. „Sehr gute Ansätze“, bescheinigte Dotchev. Gockel sah beim 19-Jährigen „Zug zum Tor, gutes Tempodribbling und große technische Fähigkeiten.“ Allemal ein interessanter Mann, da waren sich die Beteiligten einig. „Man merkt ihm schon an, dass ihm sechs Monate Matchpraxis fehlen“, so Gockel, „aber ich glaube schon, dass wir ihn helfen könnten – und er viellecicht auch uns.“ Als die Preußen in den Flieger nach Greven stiegen, hob Bildirici an nach Frankfurt. Das Wort haben jetzt SCP-Vorstand und Spielerberater – ein Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen, aber auch weitere Trainingsgäste werden ihre Visitenkarte im Preußenstadion abgeben.

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