Ran an den Pokalspeck
Preußen Münster will in den DFB-Pokal - letzte Hürde ist der Regionalligist SC Verl 

Münster -

Ein letzter Schritt muss noch getan werden. Noch einmal alle Kräfte bündeln, volle Konzentration, nur nicht überheblich sein vor dem Auftritt gegen den Außenseiter aus der vierten Liga. Am Mittwoch um 19 Uhr erwartet Fußball-Drittligist Preußen Münster den Regionalligisten SC Verl im Halbfinale des Westfalenpokals. Der Sieger startet durch.

Montag, 30.04.2012, 21:04 Uhr

Ran an den Pokalspeck : Preußen Münster will in den DFB-Pokal - letzte Hürde ist der Regionalligist SC Verl 
Auf seinen Torriecher können die Preußen gegen Verl wieder setzen: Marco Königs (rechts), hier im Derby gegen den VfL Osnabrück, kehrt wieder ins Team zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

Weniger interessant ist auf den ersten Blick die Endspielteilnahme gegen den Sieger aus der dienstäglichen Partie FC Bad Oeynhausen und Arminia Bielefeld, obwohl auch ein Finale gegen irgendein Team aus Ostwestfalen so seinen Reiz hätte. Vielmehr ist die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal das Ziel – hier winkt ein lukratives Los gegen einen Bundesligisten, dafür muss der SCP genau jetzt siegen. Also, ran an den Pokal-Speck.

Die Preußen sind mittlerweile ein Faktor im sogenannten Krombacher-Pokal, nur eine Partie wurde seit 2008 verloren, drei Mal der Wettbewerb gewonnen, zeitgleich der DFB-Pokal erreicht. Nur in der letzten Saison „patzte“ der SCP gegen den Nachbarn aus Ahlen in der 3. Runde. Pavel Dotchevs vorletzte Mission in dieser Saison ist also: Ein Sieg über Verl . Der 46 Jahre alte Bulgare hat als Coach immerhin sechs Hauptrunden-Partien im DFB-Pokal erlebt, darunter eine ganz besondere am 21. August 2004. Damals gewann Dotchevs SC Paderborn sensationell mit 4:2 gegen den Erstligisten Hamburger SV. Später kam raus, dass Referee Robert Hoyzer die Partie „verschoben“ hatte.

Diese Partie war ein wesentlicher Bestandteil des großen Wettskandals, Hoyzer wurde 2005 verurteilt. Zurück in die Gegenwart: Die Preußen wollen mit Macht weiterkommen. Allerdings kehren nur Stürmer Marco Königs und Defensivexperte Julian Westermann zurück. Der kanadische Nationalspieler Jonathan Bourgault und Torwart Daniel Masuch feiern dagegen kein Schnell-Comeback. Weiterhin fallen zehn Kadermitglieder des Drittligisten aus. „Wir werden alles mobilisieren, es gibt keine Entschuldigungen, das wird kein einfaches Spiel“, glaubt Dotchev.

Da hat er wohl recht, schließlich gewann der SC Verl im letzten Spiel der Regionalligasaison 2010/11 in Münster mit 1:0, zum anderen werden die Spieler des Viertligisten wohl kaum vor Angst nicht in den Schlaf kommen beim Namen Preußen Münster. Zu guter Letzt sind mit Guerino Capretti, David Lauretta und Julian Schmidt gleich drei Ex-Preußen im Verler Aufgebot, die Münster gerne eine lange Nase zeigen würden.

► Münster: Schulze Niehues – Duah, Kühne, Hergesell, Heise – Westermann, Truckenbrod – Siegert, Ornatelli, Kluft – Königs.

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