Remis bei den Kickers in Stuttgart
Benyaminas Tor reicht nicht zum Sieg – Rot für Siegert

Stuttgart - Preußen Münster hat bei den Stuttgarter Kickers 1:1 gespielt. Soufian Benyamina mit seinem sechsten Saisontor nach neun Minuten sorgte für das 1:0, Marco Calamita (57.) traf zum Ausgleich. Benjamin Siegert und Enzo Marchese sahen nach einer Stunde die Rote Karte im Doppelpack. Münster bleibt damit Achter in der Tabelle.

Sonntag, 27.04.2014, 18:04 Uhr

Über ein Uentschieden kam Preußen Münster am Samstag in Stuttgart nicht hinaus. Am Ende hieß es 1:1.
Über ein Uentschieden kam Preußen Münster am Samstag in Stuttgart nicht hinaus. Am Ende hieß es 1:1. Foto: Pressefoto Rudel / Robin Rudel

Kein Sieger im Gazi-Stadion, aber das 1:1 (0:1) zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SC Preußen Münster vor 3960 Zuschauern hatte es phasenweise in sich. Soufian Benyamina (9.) traf zur Führung für die Elf von Trainer Ralf Loose, nach 57. Minuten glich Marco Calamita für die Kickers aus. Negativer Höhepunkt der Partie war das „Doppel-Rot“ durch Schiedsrichter Alexander Sahler für Münsters Benjamin Siegert und Stuttgarts Enzo Marchese nach gut einer Stunde. Siegerts Grätsche wurde auf Anraten des Linienrichters von einem verwarnungswürdigem Foul zur Roten Karte interpretiert, Marchese rempelte stumpft „Bösewicht“ Siegert um und musste auch runter.

WN-TV-Videoanalyse: Stuttgarter Kickers - Preußen Münster

Fest steht mittlerweile auch mit Energie Cottbus der erste Absteiger aus der 2. Bundesliga. Sportliche Absteiger aus der 3. Liga sind der 1. FC Saarbrücken und Wacker Burghausen, die sich im direkten Vergleich mit 1:1 trennten und nun nicht mehr den rettenden Rang 17 erreichen können.

Es war eine mittelprächtige Partie im Stuttgarter Gazi-Stadion im Stadtteil Degerloch. Preußen-Coach Loose setzte auf die zuletzt gegen Saarbrücken mit 2:0 siegreiche Elf. Spieler aus der zweiten Reihe hofften vergeblich auf eine Chance in einem Punktspiel von Beginn mitmachen zu dürfen. Robin Neupert, Mehmet Kara, Amaury Bischoff und Matthew Taylor mussten sich also gedulden.

Stuttgarter Kicker gegen Preußen Münster

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Die Partie begann mit einer Rettungstat von Dominik Schmidt, der in der zweiten Minute eine Hereingabe der Hausherren im letzten Moment klären konnte. Münsters erster Gegenschlag saß direkt. Nach neun Minuten gewann Kapitän Jens Truckenbrod den Ball im Mittelfeld, fand mit Soufian Benyamina einen Abnehmer, und dessen Schuss senkte sich als Bogenlampe überraschend für alle zur Preußen-Führung ins Tor.

Stuttgart war geschockt, Münster hatte nun die Kontrolle. Dass es dabei richtig zur Sache ging, bekamen auch Stefan Kühne und Benyamina zu spüren, ihnen wurde kräftig zugesetzt in Zweikämpfen, beide mussten behandelt werden. Die Kickers wollten über den Kampf ins Spiel kommen, spielerisch lief nicht so viel zusammen. Erst nach einer halben Stunde hatten Sandrino Braun (32.) eine richtig gute Chancen zum Ausgleich, aber sein Kopfball ging neben das Tor. Den Schwaben fiel nicht viel ein, das Team hatte zwar mehr Ballbesitz, weitere nennenswerte Chance für die Elf von Trainer Horst Steffen blieben aus.

In der Schlussphase von Halbzeit eins lag vielmehr ein zweites Tor der Gäste aus Münster in der Luft. Zunächst war ein Kopfball von Marcus Piossek (33.), nach Vorarbeit des rührigen Benyamina, zu schwach. In der gleichen Minute wagte es Benyamina mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Allerdings war Truckenbord (35.) mit einem mächtigen Fernschuss dem zweiten Tor am nächsten, doch Kickers-Tormann Redl konnte gerade noch klären.

Wie erwartet legten die Gastgeber nach der Pause deutlich zu. So konnten, so wollten die Kickers den Sieg nicht herschenken. Jetzt war Dampf in einem Spiel, Edwini-Bonsus Schuss war eine erste Warnung. SCP-Schlussmann Schulze Niehues rückte nun in den Mittelpunkt des Geschehens. Zudem hatte Schmidt bei einem Tackling an Calamita Glück, dass der Referee nicht auf den Elfmeterpunkt zeigt. Nachdem Schulze Niehues noch einen Freistoß von Marchese (54.) klären kann, ist es in der 57. Minute aber dann doch geschehen. Nach einem unnötigen Ballverlust von Piossek an Müller, kann dieser auf Marco Calamita passen – das ist der Ausgleich zum 1:1.

Die Dinge nehmen in einem Spiel, in dem eigentlich die ganz große Brisanz aufgrund der Tabellensituation fehlt, richtig Fahrt auf. Benjamin Siegert erhält nach einer übermotivierten Grätsche von hinten die Rote Karte. Marchese, der Siegert nach dem Foulspiel gleich noch umschubst, wird zudem vom Platz gestellt wegen einer Tätlichkeit. Zehn gegen zehn heisst es in der letzten halben Stunde. Auf jeden Fall sind beide Teams jetzt hellwach. Der eingewechselte Amaury Bischoff bereitet dabei den Weg zum 2:1 für Münster, doch Rogier Krohne bringt den Ball nach 68 Minuten nicht im Tor der Hausherren unter. Münster erholt sich schneller von den Turbulenzen und findet wieder zu einem besseren Spiel.

Denn Bischoff bringt Schwung in die Offensivaktionen der Preußen, er setzt mehrfach Benyamina und Krohne in Szene, allerdings fehlt der Punch beim Abschluss. Benyamina hat bei einem Lattenkopfball Pech, Kühne trifft zudem aus acht Metern nichts ins Tor. Am Ende bleibt es beim 1:1, auf beiden Seiten ein hart erarbeiteter und teuer erkaufter Punkt.

Korrektur-Hinweis: In einer vorherigen Version des Artikels haben wir in einem Satz fälschlicherweise Daniel Masuch ins Tor gestellt. Wir bitten um Entschuldigung für diesen Fehler.

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