SCP gastiert bei Alemannia Aachen
Preußen Münster vertraut der im Derby siegreichen Elf

Münster -

Es war nicht so, dass Pavel Dotchev vor Personalsorgen nicht in den Schlaf gekommen wäre. Unglaublich ruhig und gelassen ging es 48 Stunden nach dem zweiten Derby-Triumph innerhalb einer Woche beim Fußball-Drittligisten weiter. Am Montag nach dem Training brach der Tross gen Kaiserstadt auf, am Dienstag um 19 Uhr wird die Partie im neuen Tivoli beim Zweitliga-Absteiger angepfiffen.

Dienstag, 25.09.2012, 10:09 Uhr

SCP gastiert bei Alemannia Aachen : Preußen Münster vertraut der im Derby siegreichen Elf
Das wird ein Kampf: Münsters Jens Truckenbrod (links) wird auch in Aachen voll gefordert sein. Der Preußenadler (kleines Bild) will auch die Alemannia einschüchtern und in ihre Grenzen verweisen. Foto: Jürgen Peperhowe

Keine verletzten Spieler, keine gesperrten Spieler, kein schwächelnder Spieler, da war nichts passiert. Also, sprach Dotchev : „Alles bleibt unverändert, der gleiche Kader wie gegen Bielefeld fährt nach Aachen .“ Und fast schon entschuldigend fügte der 46-Jährige an: „Das ist fast schon langweilig, ober?“

Ja, irgendwie schon. Interessanter wird es erst mit Anpfiff werden. Die Alemannia kommt nicht wirklich auf Touren, hat Trainer Ralf Aussem beurlaubt und Rene van Eck installiert. Der Erfolg ist überschaubar. Beide Partien wurden verloren, seitdem der Neue Regie führt. Unterhaching (1:3) und Babelsberg (0:1) führten kaum zur Linderung, seit sieben Partien hat Aachen zudem nicht mehr gewonnen. Die Mannschaft, die 2010 unter dem ehemaligen Preußen-Nachwuchscoach Peter Hyballa bis ins DFB-Pokal-Viertelfinale als Zweitligist vordrang, steht nun schon wieder mit dem Rücken zur Wand. „Wir haben diese Woche zwei ganz unangenehme Gegner“, glaubt Dotchev. Aachen sei wie ein angeschlagener Boxer, der noch lange nicht aufgegeben hat.

Am Samstag steht dann noch das Heimspiel gegen Aufsteiger Borussia Dortmund 2 auf dem Programm. Noch so eine Wundertüte für den Preußen-Trainer. Denn: „Das ist die Gefahr. Alle denken, bei uns läuft es so weiter wie gegen Osnabrück und Bielefeld. Dabei wissen wir gar nicht, wie Aachen spielen wird.“ So sah Aachens Marcel Heller die Rote Karte gegen Babelsberg und der Ex-Schalker Albert Streit die Ampelkarte. weil er mit dem Schiedsrichter kein Ende fand. Die Gelb-rote Karte sah Streit, als die Partie bereits abgepfiffen war

Zu allem Überfluss wurde die Alemannia von ihrem eigenen Anhang beschimpft. Manager Uwe Scherr befahl dennoch der Truppe, die bereits in der Kabine war, den Spießrutenlauf beim eigenen Anhang. Rauhe Sitten. Vielleicht wird Aachen kein spielerisches Glanzlicht setzen können, aber kämpferisch und engagiert wird die Truppe auftreten, soviel steht jetzt schon fest.

Letztmals im Juni vergangenen Jahres traf der SCP in einem Testspiel auf die Alemannia, die Partie endete mit 0:0. Sercan Güvenisik stand damals im Fokus des Zweitligisten bei der Partie in Baesweiler. Mittlerweile hat sich vieles verändert. Güvenisik ist in den USA, der SCP runderneuert. Und Aachens Absturz könnte weitergehen, Münsters Aufwind anhalten. Das wird bestimmt ein spannender Abend.

► Münster: Masuch – Schöneberg, Kirsch, Kühne, Hergesell – Siegert, Truckenbord, Bischoff, Grote – Nazarov, Taylor.

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