SCP überquert magische 40-Punkte-Marke
Großer Schritt Richtung Klassenerhalt: Heimsieg für Preußen Münster

Münster. Der SC Preußen Münster hat die magische 40-Punkte-Marke in Liga drei durch einen umjubelten 3:1 (1:1)-Erfolg über denn Chemnitzer FC überschritten.

Mittwoch, 26.03.2014, 21:03 Uhr

SCP überquert magische 40-Punkte-Marke : Großer Schritt Richtung Klassenerhalt: Heimsieg für Preußen Münster
Kollektiver Torjubel beim SCP. Foto: Jürgen Peperhowe

Noch nie seit Bestehen dieser Spielklasse im Jahr 2008 musste ein Team mit 40 Zählern und mehr absteigen. Die Preußen haben jetzt 42 Punkte auf der Habenseite, ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser statistischen Randnotiz allerdings nicht ableiten. Ein Eigentor durch Gästespieler Marc Stenzel (29.), ein verwandelter Foulelfmeter durch Dennis Grote (60.) und ein traumhafter Flugkopfball von Rogier Krohne (75.) bescherten den Preußen allerdings verbindlich und unwiderruflich drei wichtige Zähler auf dem Weg zur Planungssicherheit. Marc Hensel hatte Chemnitz bereits nach 19 Minuten in Führung geschossen.

Auf Betriebstemperatur waren die Preußen schon lange vor dem Anpfiff. Ein Interview des neuen sportlichen Leiters Detlef Dammeier hatte die Emotionen hoch kochen lassen. Dammeier hatte aus seiner Warte unumwunden die künftigen Hierarchien im Team skizziert und Cheftrainer Ralf Loose dabei nicht gerade eine Führungsposition zugestanden. Die Zitate hatten bis kurz vor dem Anpfiff für reichlich und unüberhörbaren Gesprächsstoff bei den Preußen gesorgt.

Ob die anfänglichen Ungereimtheiten im Spiel der Preußen auf die in der sportlichen Leitung zurückzuführen waren, sei dahingestellt. Allemal lief es zunächst nicht rund im Spiel des SCP . Das frühe 1:0 für Chemnitz durch Marc Hensel war dann auch vielleicht nicht unvermeidlich, allemal jedoch keine Überraschung. Nach der zweiten Gäste-Ecke fand der Ball den Weg durch Freund und Feind zu Makarenko, der aus kürzester Distanz nur seinen Fuß ausfahren und das Leder über die Linie bugsieren musste. Dieser Treffer trug naturgemäß auch nicht zur Beruhigung des Preußen-Spiels bei. Loose hatte erwartungsgemäß auf die Startelf aus dem Regensburg-Spiel gebaut. Für den gesperrten Dominik Schmidt war Simon Scherder in die Innenverteidigung gerückt, stabil wirkte die Defensivzentrale bis hierhin nicht.

Preußen Münster - Chemnitzer FC

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Es dauerte bis zur 28. Minute bis sich Wut und Frust der Preußen erstmals in einer halbwegs gefährlichen Torchance entluden. Soufian Benyamina stieg nach Grote-Ecke am höchsten und köpfte den Ball in die Arme von CFC-Torhüter Philipp Pentke, eine Minute später versuchte es Benyamina nach Ablage von Sturmkollege Rogier Krohne mit dem Fuß -- die Preußen näherten sich an. Benyaminas dritte Gelegenheit weitere fünf Minuten später verdiente sich schließlich das Prädikat "100-prozentig", doch auch dieser Versuch landete aus zehn Metern Entfernung nicht im, sondern weit über dem Gästetor.

Immerhin, die Chancendichte stieg an, bei den Fans keimte Hoffnung auf. Und womit? Mit Recht. Dennis Grotes Eckball segelte in den Fünfmeterraum und wurde dort von einer vielbeinigen Spielertraube so lange bearbeitet, bis das Leder irgendwie hinter der Linie war. Wer zuletzt am Ball war, blieb zunächst ungeklärt, konnte Spielern und Fans des SC Preußen aber letztlich egal sein: 1:1 nach 39 Minuten. Als Torschütze musste sich schließlich Gästespieler Fabian Stenzel zu erkennen geben. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte dann Rogier Krohne die Chance zum ersten "echten" Preußentreffer. Sein Distanzschuss landete am Pfosten.

Re-Live

Der Liveticker zum Spiel zum Nachlesen.

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Im zweiten Abschnitt kam Patrick Kirsch für Marco Pischorn in die Partie und hatte gegen hellwache Gäste zunächst ausreichend Gelegenheit, sich warm zu spielen. Es dauerte fast 15 Minuten bis die Platzherren wieder gefährlich vor dem Tor auftauchten -- und wieder mussten die Gäste tatkräftig zur Seite stehen. Schiedsrichter Jonas Weickenmeier löste die nächste Rudelbildung im Chemnitzer Strafraum mit einem entschlossenen Elfmeterpfiff auf. Kevin Conrad hatte Benyamina zu Boden gerungen. Dennis Grote trat an und traf zum 2:1. Direkt nach Wiederanpfiff erwischte der Unparteiische Chemnitz' bereits verwarnten Sascha Pfeffer bei einer Schwalbe -- und ließ ihn vom Platz fliegen.

Nachdem die Preußen in den vergangenen Wochen gleich drei Spiele in Unterzahl zuende bringen mussten, stellte sich das Loose-Team nur zu gerne dieser ungewohnten Situation. Mit einem perfektem Konter stellten sie nur drei Minuten später die Weichen endgültig auf Sieg. Benjamin Siegert zog auf der rechten Seite unwiderstehlich an, flankte ins Zentrum, wo Krohne mit 30 Metern Anlauf zu einem vorbildlichen Flugkopfball ansetzte und zum 3:1 vollstreckte. Einige Preußenfans entzündeten ein Freudenfeuerwerk -- vor dem Stadion. In der Schlussphase durfte dann auch Matthew Taylor noch einmal eingreifen.

Es blieb beim 3:1 für die Preußen und drei wichtigen Punkten, die die erhitzten Gemüter wieder ein wenig abkühlen dürften.

Preußen Münster: Masuch -- Schöneberg, Pischorn (46. Kirsch), Scherder, Hergesell (90. Neupert)--  Siegert, Truckenbrod, Kühne, Grote -- Benyamina (79. Taylor), Krohne.

Chemnitzer FC: Pentke -- Hofrath, Scheffel, Conrad, Bankert --Stenzel, Lais (90. Pusch), Hensel, Pfeffer -- Fink (83. Semmer), Makarenko (68. Mauersberger)

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