Siegert und Königs sorgen für 2:0-Auswärtssieg in Rostock
Preußen mit zehn Mann im Stile einer Klasseelf

Rostock - In der Kältekammer der DKB-Arena blieben die Preußen kühl bis in die letzte Haarspitze, Sieg bei Hansa, und das in Unterzahl, besser hätte es im ersten Punktspiel des Jahres nicht laufen können für den Drittligisten aus Münster. Am Ende hieß es vor 9000 Zuschauern, darunter mindestens 600 mitgereiste Anhänger aus Münster, 2:0 (1:0) für den SCP bei Hansa Rostock. Benjamin Siegert (37.) mit einem Kopfball nach einem verschossenen Handelfmeter von Matthew Taylor vor der Pause sowie Marco Königs in der 85. Minute trafen für Münster. Zuvor hatte Patrick Kirsch nach einem Handspiel an der Strafraumgrenze in der 28. Minute die Rote Karte gesehen.

Samstag, 26.01.2013, 15:01 Uhr

„Ich bin sehr, sehr glücklich. Fußball konnte man hier nicht spielen. Die Jungs haben toll gekämpft “, meinte SCP-Coach Pavel Dotchev nach der Partie. Und fügte mit Blick auf Münsters Ex-Trainer Marc Fascher, jetzt in Rostock tätig, an: „Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.“ Das wollte Fascher, ganz fairer Verlierer, nicht so sehen: „Wenn Münster so weitermacht, schaffen sie das. Dann steigen die Preußen auf.“ Keine schlechte Aussichten für die Preußen.

Knapp ein halbe Stunde passierte wenig. Münster war leicht überlegen, Rostock sortierte sich, dann explodierte für kurze Zeit das Spiel. Patrick Kirsch sah die Rote Karte, als seine Hand bei einem Schuss von Michael Blum die Torchance vereitelte – dachte wohl Schiedsrichter Benjamin Brand. Den anschließende Freistoß von Plat an der Strafraumgrenze getreten, landete an der Latte. Glück für Münster. Trainer Pavel Dotchev reagierte sofort und wechselte Kapitän Stefan Kühne für Philipp Heise ein, um die Dinge zu stabilisieren. Ein guter Zug.

GEOS_FCH_SCPM_9893

Dann wurde es dramatisch, weil Schiedsrichter Brand nach einem Handspiel von Trapp auf den Elfmeterpunkt zeigte. Matthew Taylor und Amaury Boschoff stritten um den Ball, der Amerikaner nahm sich das Recht und schoss ganz schwach. Rostocks Tormann Kevin Müller parierte, doch der von hinten anrauschende Benjamin Siegert köpfte zum 1:0 für Münster nach 37 Minuten ein. Dotchev: „Das sollte ein schweres Spiel für uns werden. Aber wir bei diesen Bedingungen in Führung geht, der gewinnt dann auch.“ Siegert hatte den Plan eines Fußball-Routiniers, rückte seine Position zurecht und spekuliert goldrichtig: „Das war mein Plan, ich wusste, Matthew würde nach rechts schießen und ein Abpraller ungefähr dort landen. Für uns war es wichtig, richtig gut aus den Startlöchern zu kommen.“

So sollte es sein. Münster hatte auch in Unterzahl die bessere Organisation, das bessere Konzept schimmerte durch, soweit das auf dieser hartgefrorenen Rumpelwiese überhaupt möglich war. Rostock hatte außer Kampf und zwei, drei Torchancen nach der Pause nichts anzubieten. Eine Stunde in Unterzahl agierte der Gast, dennoch war es ein ausgeglichener Kampf. Torwart Daniel Masuch hatte in der Schlussphase keine Frostbeulen an den Händen, als er entscheidend den Ausgleich verhindern konnte. Dann sollte noch ein zweites Tor fallen, als der eingewechselte Dennis Grote Stürmer Marco Königs bediente, der zum 2:0 vollendete. Siegert und Königs hatten getroffen, Robin Neupert und Jens Truckenbrod überragend in der Defensive agiert.

Wie Karlsruhe (3:2 bei Spitzenreiter VfL Osnabrück), Arminia Bielefeld und der 1. FC Heidenheim gewann Münster zum Auftakt des zweiten großen Saisonblocks. Das muss sich keiner etwas vormachen: Münster ist ein Aufstiegsanwärter für die 2. Bundesliga.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1454330?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
Debatte um unzufriedene Mitarbeiter: Bewohner-Angehörige schalten sich ein
In der DKV-Residenz am Tibusplatz gibt es Ärger. Die Leitung lädt ihre Bewohner am Montag zum Austausch ein.
Nachrichten-Ticker