Spürhunde, Fangzäune und Sicherheitspuffer
Hohe Sicherheitsvorkehrungen beim Derby

Münster/Osnabrück -

Das Drittliga-Derby zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Preußen Münster ist auch und vor allem ein Fußballspiel. Beide Trainer betonen vor dieser brisanten Partie, dass sie eine spannende Konfrontation erwarten, die aber einzig und allein in den 90 Minuten auf dem Rasen der Osnatel-Arena an der Bremer Brücke in Osnabrück ausgetragen werden solle. Ein Pünktchen trennen den Tabellendritten aus Osnabrück vom fünftplatzierten SC Preußen. Beide Teams sind hervorragend in die Spielzeit gestartet, der Sieger wird sich in der Spitzengruppe festsetzen, der Verlierer vom breiten Tabellenmittelfeld geschluckt.

Freitag, 14.09.2012, 12:09 Uhr

Derby Osnabrück gegen Preußen
Aleksandar Kotuljac (l.) schoss vor einem Jahr den Siegtreffer für Osnabrück. Kotuljac und Gegenspieler Jürgen Duah haben ihre Clubs inzwischen verlassen. Foto: Jürgen Peperhowe

Doch neben diesen sportlich sehr reizvollen Aspekten dieser Partie, haben sich auch Polizei und Sicherheitskräfte aus gegebenem Anlass sehr intensiv mit dieser Begegnung auseinandergesetzt. Vor einem Jahr war bei der Partie in der Osnatel-Arena ein Sprengkörper geworfen worden, der 33 Personen zum Teil schwer verletzt hatte.

Neben strengeren Einlasskontrollen werden unter anderem extra ausgebildete Spürhunde eingesetzt. Sie sollen nach Pyrotechnik, Böllern und Sprengstoff suchen. Das Mitbringen von Rucksäcken ist untersagt, ebenso jegliche Sympathiebekundungen für den Münsteraner Juri C., der vor einem Jahr den Sprengkörper im Stadion zündete.

Für alle Zug-Reisenden gibt es am Samstag von 6 bis 24 Uhr zudem eine Allgemeinverfügung der Bundespolizei. Demnach ist auf den Strecken Münster – Osnabrück, Bielefeld – Osnabrück und Minden – Osnabrück die Mitnahme von Glasflaschen, Glasbehältnissen, Getränkedosen und pyrotechnischen Gegenständen untersagt. Gleiches gilt für die Gegenrichtung.

In der Westtribüne wird es eine Pufferzone geben, die mit einem neuen Zaun verstärkt wird. Dieser soll verhindern, dass die beiden Fan-Lager aufeinandertreffen können. Genau hier flog beim letzten Aufeinandertreffen an gleicher Stelle der verhängnisvolle Böller. Diese Absperrung kostet die Preußenfans rund 800 Plätze. Zudem scheuen auch Osnabrücker Fans die benachbarten Plätze, hier sind immer noch freie Tickets verfügbar. Dennoch werden zu der brisanten Partie rund 15000 Zuschauer erwartet.

Der VfL Osnabrück wird 200 Mitarbeiter stellen, die sich ausschließlich der Sicherheit widmen, 20 bringt der SC Preußen Münster, die Polizei ist voraussichtlich mit 400 Kräften vor Ort.

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