Verstärkung
Preußen verpflichten Spielmacher Bischoff

Münster -

Der SC Preußen Münster stellte gestern seinen dritten Neuzugang vor und besetzt die Planstelle im offensiven Mittelfeld mit einem international erfahrenen Spieler. Mit Amauri Bischoff verpflichtete Trainer Pavel Dotchev einen technisch versierten Neuzugang – und machte sich direkt nach der Vertragsunterzeichnung auf den Weg in den einwöchigen Mallorca-Urlaub. „Wenn ich wiederkomme, hoffe ich, dass wir die nächsten Verpflichtungen vermelden können“, sagt Dotchev, der etwa die Hälfte seiner Einkaufsliste abgearbeitet haben dürfte – und das mit einem Wunschspieler, „den ich schon mehrere Jahre beobachtet habe“, so Dotchev.

Dienstag, 22.05.2012, 13:05 Uhr

Verstärkung : Preußen verpflichten Spielmacher Bischoff
Carsten Gockel, Pavel Dotchev und Amauri Bischoff Foto: Jürgen Peperhowe

Bischoff hat mit seinen 25 Lenzen bereits eine bewegte Fußballer-Karriere hinter sich. Mit 18 Jahren spielte er in der französischen U18-Nationalmannschaft – für das Mutterland seines Vaters, mit 20 Jahren wurde er in die U21-Auswahl Portugals berufen, das Vaterland seiner Mutter. Anschließend spielte der technisch beschlagene Fußballer mit Elsässer Wurzeln bei den Amateuren von Werder Bremen , stand zwischenzeitlich auch in Thomas Schaafs Bundesliga-Kader, kam dort aber nicht zum Einsatz.

Von Bremen aus ging es dann auf die Insel zum FC Arsenal London – hier stand Bischoff genau einmal in der Premier League als Ersatz für den englischen Nationalspieler Theo Walcott. Aus der englischen Hauptstadt wechselte der offensive Mittelfeldmann in die erste portugiesische Liga zu Academica Coimbra – mit Starteinsätzen gegen die Topteams aus Lissabon und Porto.

Im portugiesischen Pokal erreichte Bischoff einmal das Vierte- und einmal das Halbfinale, ehe es zuletzt eine Liga tiefer als Leihspieler bei CD Aves weiterging. Sieben Spiele, ein Treffer, weist die Statistik hier aus. Damit schloss Bischoff seine Zeit in Portugal ab, trennte sich von seinem Berater, suchte eine neue Herausforderung in Deutschland und fand sie jetzt in Münster . Ab sofort ist Amaury Bischoff also ein Preuße – und passt genau in das Offensivkonzept von Trainer Pavel Dotchev .

„Das ist ein guter Trainer, den kenne ich noch aus meiner Zeit in Bremen, damals war Dotchev Trainer in Erfurt.“ Aufgefrischt wurde die alte Bekanntschaft vor rund sechs Wochen, als Bischoff zu Vorgesprächen in Münster weilte. Am Dienstag folgte nun die Unterschrift, für die der Elsässer eigens seinen Heimaturlaub bei der Familie in der Nähe Straßburgs unterbrach. „Ich freue mich in Deutschland zu spielen“, sagt Bischoff, „weil das mein Fußball ist.“ Und besonders in Münster glaubt der 25-Jährige seine Stärken ausspielen zu können. „Pavel Dotchev lässt Fußballspielen, das liegt mir“, so Bischoff.

Im Fußballer-Einmaleins könnte Bischoff die Nummer zehn belegen, die dem klassischen Mittelfeldregisseur zugewiesen wird. „Oder auch die sechs“, kann sich Sportmanager Carsten Gockel den Neuzugang auch im aktuellen Preußen-System gut vorstellen, „allerdings eher offensiv ausgelegt, also eher die acht.“ Bischoff selber bezeichnet sich als Zehner.

Ein Mann also, der in der Nahtstelle zwischen Mittelfeld und Sturm seinen Dienst versehen soll. Wie gut er das kann, konnten die Preußen-Fans bereits in der Spielzeit 2005/2006 erkennen, als Bischoff mit Bremens Amateuren der Preußen-Abwehr auffällig das Leben schwer machte. „Ich erinnere mich. Das war ein schweres Spiel.“ Preußen-Trainer Dotchev freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit: „Amaury ist auf jeden Fall eine Bereicherung für uns. Er ist gut ausgebildet und verfügt über internationale Erfahrung.“

Bischoff ist nach Dennis Dowidat (Borussia Mönchengladbach 2) und Tommy Grupe (Hansa Rostock) der dritte Neuzugang der Preußen nach der Sommerpause.

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