WN-TV-Spielanalyse
Endlich wieder ein Sieg in Osnabrück

Münster -

Fast zwei Dekaden hatte der SC Preußen auf einen Derby-Triumph gewartet, 1994 in der Amateurmeisterschaft und 1990 in der 2. Bundesliga gewann Münster letztmals an der Bremer Brücke. Ja, damals hieß die Osnatel-Arena so. Nun, an diesem Samstag, als Schiedsrichter Günter Perl um 15.55 Uhr abpfiff, hieß es 2:0 für Münster. Amaury Bischoff (43.) und Dimitrij Nazarov in der Nachspielzeit sorgten für den rundum verdienten Auswärtssieg des Tabellendritten vor 15.000 Zuschauern. Aber überschattet wurde die Begegnung, das insgesamt 29. Derby-Aufeinandertreffen in einer Punktpartie, von der schweren Verletzung von SCP-Abwehrchef Dominik Schmidt.

Montag, 17.09.2012, 07:00 Uhr aktualisiert: 17.09.2012, 08:24 Uhr
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    Foto: Jürgen Peperhowe
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Er wurde in der 81. Minute mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt, die genaue Diagnose erfolgt am Montag. Weinend lag Schmidt in der Kabine der Preußen , der SCP, der gerade noch draußen mit dem eigenen Anhang gefeiert hatte und euphorisch daherkam, trug jetzt Trauer. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin verärgert und enttäuscht von der Verletzung von Dominik. Der Sieg hat einen Beigeschmack.“ Münster oben auf, Münster bestürzt, Münster erwartet am kommenden Samstag im Spitzenspiel der 3. Liga den Tabellenführer Arminia Bielefeld.

WNTV-Spielanalyse SC Preußen Münster gegen VfL Osnabrück

Am Anfang stand dann doch die erwartete Preußen-Formation auf dem Feld. Matthew Taylor im Angriff war erste Wahl genauso wie Innenverteidiger Patrick Kirsch, der den Vorzug vor Kapitän Stefan Kühne erhalten hatte. Pavel Dotchev schickte seine beste Elf aufs Spielfeld. Drumherum war die Stimmung gewaltig, ein richtiges Derby mit Gänsehautgefühl.

Möglicherweise setzte den Akteuren diese Atmosphäre zu. Es war eine zerfahrene Partie, die in den ersten gut 20 Minuten präsentiert wurde. Münster war bemüht um Spielkontrolle im Mittelfeld, aber das gelang gegen die aggressiven Hausherren nicht wie erwünscht. Osnabrück hatte allerdings auch keine Pfeile im Köcher, Nervosität war Trumpf beim VfL und SCP. Erst nach einer Weile wurde es besser.

Die Gäste aus Westfalen machten den Anfang, tasteten sich Stück für Stück näher ans VfL-Tor und gefährliche Szenen heran. Als der Ex-Osnabrücker Benjamin Siegert sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, sein abgefälschter Flankenball bei Matthew Taylor landete, war das 0:1 sicher. Doch aus wenigen Metern konnte der Amerikaner nicht den Ball über die Linie drücken, David Pisot (26.) kratzte den Ball von der Linie. Wenige Sekunden später die nächste Alarmsirene im Osnabrücker Strafraum, als Dimitrij Nazarov einen Pass von Siegert glänzend annahm, dann doch an Schlussmann Nils Zumbeel scheiterte. Und dann war es erneut Zumbeel (30.), der nach einer Ecke von Bischoff gegen den aufgerückten Patrick Kirsch klärte.

Die Gastgeber tauschten dagegen nur noch einmal gefährlich vor SCP-Schlussmann Daniel Masuch mit einem Schuss von Thijs Bouma (31.) auf, aber der Routinier lenkte den Ball zur Ecke. Die Preußen saßen jetzt am Regiepult. Die Führung in der 43. Minute erzwangen die Gäste. Osnabrück spielte den Ball auf Torwart Zumbeel zurück, Nazarov übte Druck aus, Taylor ergaunerte das Spielgerät, spielte quer und Bischoff markierte die Führung für die Dotchev-Elf.

Volldampf nach der Pause. Siegert hat keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff eine doppelte Schusschance, im Gegenzug musste Masuch sich gewaltig strecken, um gegen Simon Zoller den Ausgleich zu verhindern. Münsters Kirsch hatte das Laufduell verloren. Es ging hoch und runter, da war Feuer im Spiel. Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff fanden in Hochgeschwindigkeit statt. Die Lila-Weißen hatten wohl etwas zu hören bekommen in der Halbzeitpause von Trainer Claus-Dieter Wollitz. Osnabrück drückte gewaltig, und Münster geriet in die Defensive. Ein Treffer von Bouma (66.) wurde nicht anerkannt, da Masuch nach einer Ecke im Fünfmeterraum gefoult worden war. Glück für den SCP.

Erst nach 71 Minuten kam Münster wieder gefährlich in der Osnabrücker Hälfte ins Geschäft. Einen Pass von Taylor konnte Nazarov aus guter Position nicht zum Tor verwerten. Münster sorgte nur für wenig Entlastung, allerdings konnte Osnabrück aus seiner optischen Überlegenheit kaum nennenswerte Chancen herausarbeiten. Ein Schuss des eingewechselten Andreas Glockner (78.) war noch die beste Möglichkeit.

Die Preußen mussten dann einen Schock verdauen, weil der starke Verteidiger Dominik Schmidt (82.) nach einem Zweikampf auf der Bahre vom Feld getragen wurde, er hatte sich in einem Zweikampf am rechten Knie verletzt. Das sah schlimm aus, Schmidt fasste sich an den Kopf, so, als ob er wüsste, dass es eine schwerere Verletzung sein würde.

In den letzten Augenblicken überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem Sololauf über das ganze Feld traf Siegert nicht ins leere Tor, dann hatte Osnabrück noch einmal eine Szene, ehe in der Nachspielzeit Nazarov aus 40 Metern ins leere Tor traf. 2:0. Der Derbysieg war perfekt.

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