Zwei Hürden bis zum großen Zahltag
Preußen im Pokaleinsatz in Lippstadt gefordert / Huckle und Vunguidica pausieren

Münster -

In der Liga beginnt für den SC Preußen Münster nach getaner Arbeit das Schaulaufen, im Pokal wird es dagegen ernst. Nachdem Pavel Dotchev und seine Mannen durch den Sieg gegen Saarbrücken am Wochenende alle Fragen zum Thema Klassenerhalt in Liga drei hinreichend und zur vollsten Zufriedenheit beantwortet haben, kann der Blick gerade rechtzeitig auf das lange Zeit eher lästige Stiefkind im Pflichtspielkalender gerichtet werden.

Montag, 16.04.2012, 17:04 Uhr

Zwei Hürden bis zum großen Zahltag : Preußen im Pokaleinsatz in Lippstadt gefordert / Huckle und Vunguidica pausieren
Patrick Huckle (l.), Münsters nimmermüder Dauerläufer, muss am Mittwoch im Pokal aussetzen und seine Blessuren kurieren. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Mittwochabend (19 Uhr) sind die Preußen im Viertelfinale des Westfalenpokals beim SV Lippstadt zu Gast. Dort gilt es die vorletzte Hürde auf dem Weg in den lukrativen DFB-Pokal zu nehmen – und wie im Pokal üblich, wachsen die Hindernisse von Runde zu Runde stetig an. Der aktuelle Gegner führt derzeit die Westfalenliga an, ist aber „viel besser, als die Liga, in der er spielt“, wie Pavel Dotchev betont. „Viele Spieler kenne ich sehr gut. Die kommen aus der Jugend des SC Paderborn, einige gehörten sogar zum Kader der Profi-Mannschaft“, so Dotchev, der darum natürlich zum unvermeidlichen Schluss kommt: „Wir werden den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen und mit der besten Mannschaft antreten.“ Denn neben dem Klassenerhalt ist das Erreichen der DFB-Pokal-Hauptrunde ein Teil des erklärten Saisonziels. „Das bringt dem Verein Geld und ist wichtig für das Prestige“, weiß Dotchev um die Bedeutung dieses Nebenschauplatzes. „Und dafür müssen wir noch zwei Spiele gewinnen.“ Das erste am Mittwoch in Paderborn, das zweite dann im Erfolgsfall am 2. Mai im eigenen Stadion gegen den SC Verl. Ein möglicher Finalgegner wäre dann Ligakonkurrent Arminia Bielefeld. Das Endspiel würde voraussichtlich in das Vorbereitungsprogramm der kommenden Spielzeit integriert, beide Finalisten hätten ihr Ticket für das ganz große Pokalgeschäft bereits sicher. Am Mittwoch will Dotchev also trotz der hohen Belastung in den vergangenen Wochen seine beste Elf auflaufen lassen. „Zumindest die, die spielen können“, so Dotchev. Das trifft voraussichtlich nicht auf Patrick Huckle und Jose-Pierre Vunguidica zu, die leicht angeschlagen aus dem Saarbrücken-Spiel pausieren müssen. Für alle anderen bleibt es bei der schnellen Taktung: Mittwoch Pokal, am Samstag gastiert Spitzenreiter Sandhausen an der Hammer Straße. Die Sandhauser würden gerne schon in Münster den Aufstieg feiern. Ein Ziel, das Dotchev bei aller Kollegialität nicht unterstützen kann: „Wir wollen die Saison gut zu Ende bringen und so viele Spiele gewinnen wie möglich.“

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