Turnier der Sieger
Auch ohne Totilas absolute Spitze

Mittwoch, 24.08.2011, 16:08 Uhr

Münster - Zuerst die schlechte Nachricht. Der schwarze Wunderhengst Totilas , der die deutsche Mannschaft unter seinem neuen Reiter Matthias-Alexander Rath bei den heute beginnenden Europameisterschaften in Rotterdam zum Titel führen soll und in den Einzelwettbewerben als heißer Kandidat für zwei weitere Goldmedaillen gehandelt wird, ist beim Turnier der Sieger (25. bis 28. August) vor dem münsterischen Schloss nicht zu bewundern. Ernsthaft zu erwarten war das aber auch gar nicht, und deshalb ist die schlechte Nachricht eigentlich gar keine. Dafür gibt es aber jede Menge gute Nachrichten in Sachen Dressur beim diesjährigen Turnier. So beispielsweise die, dass bis auf Rath alle deutschen A- und B-Kader-Reiter am letzten August-Wochenende am Start erwartet werden. „Damit ist die Dressur so gut wie nur ganz selten in den vergangenen Jahren besetzt“, so Michael Klimke .

Zurück führt der Vize-Präsident des ausrichtenden Westfälischen Reitervereins diese Tatsache u.a. auf das neue Konzept, das seit einigen Jahren greift. Dieses hatte zur Folge, dass der Standort Westerholtsche Wiese aufgegeben und die Dressur-Wettbewerbe in das Programm vor dem Schloss integriert wurden. „Damit sind die Dressurreiter wieder dort, wo sie hingehören“, so Klimke und sieht das als riesigen Vorteil an. Auch die Tatsache, dass durch den Rück-Umzug das Dressur-Programm und damit auch die Zahl der zugelassenen Reiter deutlich gekappt werden musste, ist aus Sicht des ehemaligen deutschen Meisters kein Nachteil: „Wir veranstalten das Turnier der Sieger, nicht das Turnier der Teilnehmer.“

Doch zurück zu den Startern, die in Münster zu sehen sein werden. Diese Liste liest sich in der Tat wie das “Who is who“ des deutschen Dressursports. Angeführt wird das Feld von den drei Reitern, die gemeinsam mit Rath ab heute in Rotterdam die deutsche Mannschaft bilden. Das sind Isabell Werth (Rheinberg), Christoph Koschel (Hagen/T.W.) und Lokalmatadorin Helen Langehanenberg vom RV St. Georg Münster. Zwar kommen sie (natürlich) nicht mit den Pferden, die sie an diesem Wochenende in Rotterdam satteln, doch auch die Namen der Vertreter haben in der Szene einen guten Klang. Mit Satch­mo beispielsweise hat Isabell Werth über viele Jahre Titel und Medaillen gesammelt. Und auch die Zweitpferde von Christoph Koschel (Franziskus) sowie Helen Langehanenberg (Fürst Khevenhüller) sind alles andere als Lückenbüßer.

Neben den EM-Fahrern tauchen in der Starterliste etliche weitere prominente Namen auf. Beispielsweise die von Nadine Capellmann, Monica Theodorescu, Hubertus Schmidt, Susanne Lebeck, Fabienne Lütkemeier, Brigitte Wittig oder Carola Koppelmann. Und natürlich wird mit Anabel Balkenhol auch die zweite Spitzenreiterin des RV St. Georg mit von der Partie sein. Die Amazone aus Rosendahl, die die Europameisterschaft lediglich aufgrund einer Verletzung ihre Dablinos verpasste, geht mit Rubens Royal an den Start und will sicherlich dort anknüpfen, wo sie im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften an gleicher Stelle aufgehört hat. Damals gewann sie vor dem Schloss den Grand Prix und holte anschließend im Special Silber. Übrigens hinter Isabell Werth und Satch­mo, die zusätzlich auch noch in der Kür triumphierten.

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