Uta Gräf gewinnt Dressur-Highlights
An der langen Leine zum Überraschungssieg

Münster -

Auf dem Zettel hatte Uta Gräf aus Weisenheim vor den Viersterne-Dresser-Prüfungen niemand – hinterher schon.

Sonntag, 26.01.2014, 19:01 Uhr

Uta Gräf und Dandelion eroberte auf Anhieb die Halle Münsterland. Sie siegten in beiden Viersterne-Prüfungen.
Uta Gräf und Dandelion eroberte auf Anhieb die Halle Münsterland. Sie siegten in beiden Viersterne-Prüfungen. Foto: Jürgen Peperhowe

Dressurreiterin Uta Gräf fällt auf in der Dressurszene . Die auffallend hellblonde Frau mit der Strubbelfrisur aus Rheinland-Pfalz lacht viel, steckt an mit ihrer fröhlichen Art, betüdelt ihre Pferde intensiv und geht offen auf alle zu. Sie reitet mit einem auffälligen Helm bei der Vorbereitung und tauscht ihn für die Prüfung mit einem grauen Zylinder. Beim K+K-Cup in der Halle Münsterland gewann sie mit ihrem Pferd Dandelion sowohl den Grand Prix als auch den Grand Prix Special. „Damit habe ich null gerechnet“, sagte die Reiterin, die zum ersten Mal in Münster am Start war. Ihr Pferd habe zwar schon ein paar gute Prüfungen abgelegt, aber dennoch immer den einen oder anderen Fehler gemacht. Zu Hause sei er schon recht sicher, aber ob es dann auch in der Prüfung klappt, könne sie vorher nie sagen.

Als er am Samstag im Grand Prix die Einer-Galoppwechsel fehlerfrei absolvierte, wäre die Reiterin ihrem Pferd am liebsten um den Hals gefallen. Doch zunächst musste der Rest der Prüfung absolviert werden. „Ich habe zwischendurch auf die Anzeigetafel geschaut und als da als Zwischenergebnis 72 Prozentpunkte standen, habe ich mich riesig gefreut.“ Das war dann auch das Endergebnis. Der Sieg im Grand Prix hätte Uta Gräf eigentlich gereicht: „Ich gehe jetzt ganz ohne Erwartungen in den Special“, hatte sie am Vortag noch gesagt. Schließlich wusste sie nicht, wie ihrem Pferd die Atmosphäre in der großen Halle, in der sonst nur die Springprüfungen stattfinden, gefällt. Das Publikum sitzt dort direkt am Viereck. Doch Dandelion fand das nicht schlimm. Das Paar übertrumpfte die Leistung vom Vortag. Mit 76,02 Prozentpunkten stand sie am Ende erneut vorne. „Heute war Dandelion noch besser, er hat sich richtig wohl gefühlt.“ Auf Platz zwei verwies Uta Gräf die Vorjahressiegerin Nadine Capellmann auf Girasol. Den dritten Platz erritt Brigitte Wittig mit Balmoral.

Uta Gräf fällt abseits des Vierecks auch mit etwas anderen Trainingsbedingungen auf. Sie besitzt keine richtige Reithalle und trainiert überwiegend im Freien. Und wenn es draußen einmal partout nicht geht, gibt es eine kleine Bewegungshalle, in der sie rund um einige Stützpfeiler kreiseln muss. Ihre Pferde dürfen ganzjährig täglich nach draußen und sie geht auch einmal andere Wege, um ihre Vierbeiner auf den großen Sport vorzubereiten. Ob ihre Pferde sie deswegen mehr mögen, das will sie nicht sagen. „Ich mag sie, und ich denke, dass sie das auch spüren.“

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