Milter Reitertage
Spannung bis zum letzten Reiter

Milte -

Clemens Brüggemann, Chef des RFV Milte-Sassenberg, möchte das Niveau und damit auch die Spannung noch weiter steigern. Er will die schweren Prüfungen bei den Milter Reitertagen weiter ausbauen.

Montag, 29.06.2015, 17:06 Uhr

Natalie Freye vom Gastgeberverein
Natalie Freye vom Gastgeberverein Foto: Penno

Das ist das, was die Milter Reitertage ausmacht: Ein hohes Niveau und spannende Prüfungen bis zur letzten Sekunde. Da hatten Martin Fink und The Frenchmann beim abschließenden M**-Springen um den Großen Preis der Milter Reitertage den Sieg fast in der Tasche – bis Philipp Hartmann (RFV Handorf-Sudmühle) und Hirtentanz als letztes der sieben Paare in den Stechparcours kam.

Bei 37,38 Sekunden blieb die Uhr für die beiden stehen, das war eine Sekunde schneller als Martin Fink. Ein Doppelsieg blieb dem gastgebenden RFV Milte-Sassenberg deshalb verwehrt, Michael Pfisterer wurde mit Captain Jack in 38,85 Sekunden Dritter vor Katrin Eckermann (RV Kranenburg) und Hardwell.

40 Paare hatten sich für den Großen Preis beworben. Darunter viele bekannte Reiter, unter anderem auch Victoria von der Leyen ( RV Brelinger Berg). Auf Batida de Coco legte die Tochter der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zwar ein fehlerfreie Runde hin, blieb allerdings knapp über der erlaubten Zeit und ging am Ende als Zehntplatzierte auf die Ehrenrunde.

Dass es gerade in den schweren Klassen so viele Nennungen gab, war auch den Mühen des RFV Milte-Sassenberg um den Vorsitzenden Clemens Brüggemann zu verdanken. „In den schweren Springen hatten wir wieder ein paar Pferde mehr“, sagte Brüggemann. Dass es am Ende keinen Sieg eines eigenen Reiters im großen Springen gab, konnte er deshalb gut verschmerzen. Und ein bisschen Heimsieg war es ja doch: Von der Hengststation Kretschmer in Milte hatte Hirtentanz keine allzu lange Anreise.

Martin Fink hatte schon am Samstagabend die Hand am Sieg. Beim Flutlicht-springen der Klasse M* führte er auf Topaze de Jalesnes das Klassement an, Toni Haßmann vom RV Lienen und Batida du Rouet waren aber noch um eine halbe Sekunde schneller.

Ein hohes Niveau boten auch die Dressuren bis zu schweren Klasse S**. In der Intermediaire, die zum zweiten Mal bei den Reitertagen durchgeführt wurde, hatte der Gastgeber allen Grund zum Jubeln. Mit 800 Punkten (70.175 Prozent) siegten Anja Wilimzig und Sunday NRW, am Samstag noch Zweite im Prix St.Georges, vor Peter Borggreve auf Dankeschön (783,5 Punkte / 68,728 Prozent) und Juan Manuel Vidal-Testal auf Somerset (761,5 / 66,798). „Das freut uns als Verein ganz besonders, weil das auch ein Zeichen dafür ist, dass sich die Reiter bei uns wohlfühlen“, meinte Brüggemann.

Und geht es nach Clemens Brüggemann, könnte das Niveau in den nächsten Jahren, und damit auch die Spannung, noch weiter wachsen. „Wir wollen künftig diesen hohen Standard halten und am besten noch steigern“, sagte der RFV-Chef. Er will die schweren Prüfungen bei den Milter Reitertagen weiter ausbauen.

Dass dieses Konzept funktionieren kann, hat das Wochenende gezeigt. Allerdings geht das nicht ohne Hilfe. „Solch ein Turnier ist nur machbar, wenn alle an einem Strang ziehen“, richtete Brüggemann seinen Dank an die zahlreichen Helfer während der vier Tage auf dem Hof Schmiehusen.

► Das Turnier musste am Sonntagnachmittag für rund eine halbe Stunde wegen des Einsatzes eines Rettungshubschraubers unterbrochen werden. Bei der Ausfahrt vom Turniergelände war der Fahrer eines PKWs mit einem Motorroller zusammengestoßen. Der Fahrer des Rollers erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass der Einsatz des Hubschraubers notwendig wurde.

 

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