Reitturnier des RV Senden: 20-Jährige gewinnt S-Springen
Erst spät dran – dann ganz fix

Senden -

Alexandra Lüth vom RV Milte-Sassenberg ging in der Siegerrunde volles Risiko. Das wurde belohnt: Mit Lacoeur ließ die 20-Jährige in dem Springen der schweren Klasse alle hinter sich. Vorher war Lüth aber spät dran gewesen . . .

Montag, 06.07.2015, 18:07 Uhr

Von Anfang an volles Risiko: Alexandra Lüth vom RV Milte-Sassenberg gewann auf Lacoeur das Hauptspringen, eine Prüfung der Klasse S* mit Siegerrunde. Mit einem weiteren Pferd landete sie auf dem dritten Platz.
Von Anfang an volles Risiko: Alexandra Lüth vom RV Milte-Sassenberg gewann auf Lacoeur das Hauptspringen, eine Prüfung der Klasse S* mit Siegerrunde. Mit einem weiteren Pferd landete sie auf dem dritten Platz. Foto: rau

Eigentlich wollte Alexandra Lüth für das Reitturnier beim RV Senden in verschiedenen Prüfungen nennen. „Es war aber schon alles voll, nur das S-Springen war noch offen“, berichtet die Springreiterin des RV Milte-Sassenberg. Also reservierte sie sich zumindest Startplätze für den Höhepunkt beim viertägigen Turnier in der Dorfbauerschaft und ging am Sonntagnachmittag mit drei Pferden an den Start. Bei den Nennungen war die 20-Jährige aus Milte spät dran, in der entscheidenden Runde hing sie aber alle anderen ab. Lüth gewann das Springen der Klasse S* mit Siegerrunde auf Lacoeur. Mit Vienetta belegte sie den dritten Platz.

Reitturnier Senden

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32 Paare gingen in den Parcours. Ein Viertel des Feldes qualifizierte sich für die Extra-Runde. Das waren exakt die acht Nuller aus dem Umlauf. Der Stangenwald war nicht zu schwer, hatte aber einige Besonderheiten. Neun Paare gaben auf oder verzichteten, sechs weitere hatten zwölf Fehlerpunkte und mehr. Christopher Baartz vom RV von Nagel Herbern musste mit Quiara 16 Strafpunkte hinnehmen. Ann-Kathrin Helmig vom RV Seppenrade kam weder auf Carrera noch auf Cerberus ins Ziel.

Alexandra Lüth brachte zwei ihrer drei Pferde in die Siegerrunde. Auf den zwölfjährigen Holsteiner Wallach Lacoeur legte sie als erste Starterin mit 37,59 Sekunden die schnellste Zeit hin. Am meisten zittern musste die junge Frau aus Milte beim letzten Starter, bei Franz Schulte Schleithoff vom RV Havixbeck-Hohenholte. Er blieb auf Crusados aber mit 37,60 Sekunden eine Hundertstelsekunde hinter Lüth, die auf der zehnjährigen Holsteiner Schimmelstute Vienetta in 38,19 Sekunden auch noch Dritte wurde.

Mit beiden Pferden ging Lüth volles Risiko und wählte kurze Linien. „Ich habe gleich die Karten offen gelegt, sonst bringt ein Stechen ja nichts“, zeigt sie eine gesunde Einstellung zu ihrem Sport. Lacoeur sei „ein unheimliches agiles Pferd“. Sie reitet ihn erst seit gut zwei Monaten, es war sein zweiter S-Sieg. Zum zweiten Mal ist Lüth in Senden geritten. „Das Turnier ist sehr zu empfehlen“, findet sie. Die Jura-Studentin will „auf jeden Fall“ wiederkommen. Dann ist sie bestimmt auch fixer bei den Nennungen . . .

Die beiden M**-Springen am Sonntag gewannen Christian Ridder vom RV Lützow Selm-Bork-Olfen auf Alegra und Maximilian Beermann vom RV Waltrop auf Lennox Lewis. Für Ann-Kathrin Helmig war der Turniertag nicht verschenkt, sie platzierte sich mit Chicofino als Dritte.

Während Ann-Kathrin Helmig in dem schweren Springen mit Cerberus in der Bahn war, präsentierte in Sichtweite auf dem Dressurplatz ihre Schwägerin Julia Helmig den 15-jährigen Hengst Davenport in einer M**-Prüfung. Sie verpasste mit 662,00 Punkten (64,90 Prozent) knapp eine Platzierung. Die Vorstellung von Petra Keller (JBK Senden) mit Sheridans bewerteten die Richter mit 641,50 Punkten (62,89 Prozent). Die hochkarätigste Dressurprüfung gewann Franziska Beckmann vom RV St. Georg Münster auf der siebenjährigen Annabelle mit 705,50 Punkten (69,17 Prozent). Die 28-Jährige aus Altenberge strahlte mindestens so viel wie Alexandra Lüth. „Ja, ich bin sehr, sehr zufrieden“, sagte Beckmann. Erstaunlich: Sie war mit dem Pferd zum ersten Mal eine Prüfung auf diesem Niveau gegangen.

Für den RV Senden gewann Lina Zumvenne Koch ein A*-Stilspringen mit Champer und der Wertnote 8,0. Jana Schürhoff vom RV Seppenrade siegte auf Deboray in einem Stilspringwettbewerb, ebenfalls mit der Wertnote 8,0.

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