Reiten: Letzter Turniertag beim RV von Nagel Herbern
Langes Warten hat ein Ende

Herbern -

Eva Deimel vom RV Wolbeck hat mit Sakrileg das S*-Springen beim RV Herbern gewonnen. Lokalmatadorin Marie Ligges verpasste mit gleich zwei Pferden nur knapp das Stechen, ebenso wie ihr Vereinskollege Bernd Burghardt mit Codi.

Montag, 20.07.2015, 19:07 Uhr

„My Way“ von Frank Sinatra klang vor Beginn des S*-Springens mit Stechen, dem Höhepunkt des viertägigen Reitturniers in Herbern , aus den Lautsprechern am Parcours. Es war das Lieblingslied von Olympiasieger Fritz Ligges gewesen, um dessen Gedächtnispreis die 33 Teilnehmer der letzten Turnierprüfung ritten.

Doch ihr Weg war offenbar kein leichter. Im hartnäckigen Regen hatten viele Paare Probleme, zwei Reiter stürzten – die Seppenraderin Ann-Kathrin Helmig mit Cerberus und wenig später Jens Kessel vom RV St. Georg Werne mit Captain Jack Sparrow. Erst das elfte Paar, Katja Michels und All Right von der RSG Ruhr, kam fehlerfrei durch den Parcours. Da atmete auch der Turniersprecher durch: „Vielleicht ist jetzt der Bann gebrochen.“

Vier Ritte ohne Abwürfe und innerhalb der erlaubten Zeit sollten noch folgen. Am Ende des Stechens hatten Eva Deimel und ihr Hengst Sakrileg vom RV Wolbeck die Prüfung gewonnen. „Der Boden war o.k., er war griffig“, sagte Deimel nach der Platzierung. Auch Ann-Kathrin Helmig wollte nicht den Stab über den vom Dauermeimeln durchnässten Platz brechen: „Der Parcours war schon sehr anspruchsvoll. Und dass es in den letzten Stunden so stark geregnet hat, macht es nicht einfacher. Aber das muss nicht der Grund für den Sturz gewesen sein.“

„Den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis habe ich lange nicht mehr gewonnen“, strahlte wiederum Siegerin Eva Deimel. „Ich bin total glücklich.“ Seit langer Zeit mit der Familie Ligges befreundet, hat die 50-jährige Wolbeckerin im September vergangenen Jahres in dem Herberner Gestüt ihre zweite reitsportliche Heimat gefunden, wo sie „optimale Trainingsbedingungen“ habe, so Deimel.

So dürfte auch Marie Ligges der Wolbeckerin den Turniersieg mehr als gegönnt haben. Die Enkelin des Olympiasiegers von 1972 trennte am Sonntagnachmittag gleich zwei Mal nur eine – jeweils von ihren Stuten Cassandra und Curly Sue – gerissene Stange von der Teilnahme am Stechen, ebenso erging es ihrem Vereinskollegen Bernd Burghardt mit Codi.

Bei der M*-Dressur blieb die Siegerschleife jedoch bei den Gastgebern. Hier siegte die Herbernerin Nicole Oberberg mit Frantonio vor Julia Helmig vom RV Seppenrade mit Davenport und Patricia Bijak vom RV Senden mit Dancing Empire. Enttäuscht über den zweiten Platz war Julia Helmig nicht: „Alles gut, ein schönes Gefühl“, meinte die Seppenraderin nach der Platzierung. „Nicole war leider etwas besser.“

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