Reiten
Reitsport auf den Punkt gebracht

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Die Vorbereitungen für die aktuelle Reitsportsaison laufen auf Hochtouren. Trotz der Tatsache dass sich nicht jeder für Pferde interessiert, ist der Reitsport auch im Hinblick auf die Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Ende August ein interessantes Thema. Für alle, die sich nicht so gut im Reitsport auskennen – hier ein kleiner Einblick in die Welt des Reitsports.

Freitag, 24.06.2016, 23:06 Uhr

Trense, Gamaschen, Steilsprung und Oxer (Bilder von oben links bis unten rechts) sind ziemlich wichtige Bestandteile des Reitsports.
Trense, Gamaschen, Steilsprung und Oxer (Bilder von oben links bis unten rechts) sind ziemlich wichtige Bestandteile des Reitsports. Foto: Mia Becker und Shirley Wohlgemuth

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►  A wie Abreiten: Das Pferd wird beim Abreiten auf den Wettbewerb vorbereitet. Es wird aufgewärmt, um bösen Verletzungen vorzubeugen.

► A wie Abstammung: Die Herkunft eines Pferdes wird auch Abstammung genannt und wird meist in Form eines Stammbaumes dargestellt.

► B wie Brandzeichen: Jedes Zuchtgebiet hat einen eigenen Nachweis für die Herkunft, der den Pferden im frühen Alter durch ein heißes Eisen auf die Brust oder den Schenkel eingebrannt wird.

► B wie Bahnfigur: Auf der Bahn, also auf dem Reitplatz, kann man verschiedene Formen reiten, wie einen Zirkel (siehe Z) oder einfach geradeaus. Dies und noch weitere Wege, die geritten werden, fallen unter Bahnfiguren.

► C wie Championat: Championate sind Wettbewerbe wie die Deutsche, die Europa- oder die Weltmeisterschaft, für die sich Reiter und Pferd qualifizieren müssen.

► C wie Cowboy: Berittener Rinderhirt aus den USA .

► D wie Dressurreiten : Dressurreiten ist eine der gängigsten Reitsportarten, bei der das Pferd besonders gut auf die Anweisungen des Reiters reagieren soll. Durch spezielle Gymnastikübungen werden die Pferde darauf vorbereitet.

► D wie Doping: Unerlaubte Anwendung von Mitteln zur vorübergehenden Steigerung der sportlichen Leistung von Pferd und Reiter.

► E wie Einstreu: Die Box des Pferdes ist meist mit Materialien wie Stroh oder Sägespäne ausgestreut, um Feuchtigkeit aufzusaugen und das Verletzungsrisiko zu senken.

► E wie Eohippus: Älteste und bekannteste Urpferdrasse.

► F wie Fellfarbe: Wie bei Hunden, Katzen und Hamstern sieht nicht jedes Pferd gleich aus. Oftmals unterscheiden sie sich schon Anhand der Farbe ihres Felles. Es gibt verschiedene Ausdrücke für ihr Farbe:

- schwarz: Rappe

- weiß: Schimmel

- fuchsfarbig: Fuchs

- (dunkel)braun: Brauner

- zwei/dreifarbig: Schecke

- blond: Palomino

- dunkelblond: Falbe

► F wie Fahrsport: Beim Fahrsport sind mehrere Pferde vor eine Kutsche gespannt, und sie müssen ebenfalls einen Parcours mit ihrem Fahrer bewältigen.

► G wie Gangart: Jedes Pferd verfügt über drei Grundgangarten. Den Schritt, also die langsamste Gangart und den Trab, die mittlere Gangart. Außerdem kann jedes Pferd galoppieren, und Galopp ist die Schnellste Gangart.

► G wie Gamaschen: Gamaschen dienen dem Beinschutz des Pferdes

►  G wie Gebiss: Das Gebiss ist ein Zusatz der Trense, der den Pferden ebenfalls zum reiten ins Maul eingeführt wird, und meist aus Gummi oder Edelstahl besteht.

► H wie Hengst: Der Hengst ist ein männliche Pferd, das zeugungsfähig ist.

►  H wie Hindernis: Der Spring- oder Fahrparcours besteht aus verschieden Hindernissen, die von Pferd und Reiter gemeinsam überwunden werden. Beim Springreiten (siehe S) unterscheidet man in folgende Hindernisse:

- Steilsprung: ein Element

- Oxer: zwei Elemente

- Trippelbarre: drei Elemente

- Mauer: nachgebaute Mauer aus einzelnen Steinen

- Wassergraben: Wassermatte oder fester Graben von etwa drei-vier Metern Breite mit blauem Wasser.

► I wie Instinkt: Pferde verfügen von Natur aus über einen Instinkt, der ihnen die Nahrungssuche ermöglicht, und ihren Herdentrieb bestimmt.

► J wie Jockey: Ein Jockey ist der Reiter von Rennpferden, mit denen er an Rennen teilnimmt. Er muss mindestens 50 Rennen gewonnen haben, um sich Jockey nennen zu dürfen.

► J wie Jährling: Jährlinge sind junge Pferde, die zwischen ein und zwei Jahren alt sind.

► K wie Kolik: Wenn sich der Magen eines Pferdes verschließt, kann es zu schweren Verdauungsstörungen kommen. Das Pferd legt sich dazu oft hin, und tritt in Richtung seines Bauches oder scharrt mit den Hufen.

► K wie Koppel: Eine Koppel ist eine eingezäunte Rasenfläche, auf der die Pferde grasen und spielen können.

► L wie Longieren: Das Pferd bewegt sich an einer sechs bis zehn Meter langen Leine im Kreis. Die Leine wird auch Longe genannt.

► L wie Leckstein: Lecksteine sind große Salzkristalle, die den Pferden Zusatzstoffe wie Salz geben.

► M wie Mähne: Die Mähne sind die langen Haare, die beim Pferd am Kopf und Hals wachsen. Auch die können verschiedene Farben haben.

► M wie Martingal: Das Martingal ist ein Hilfszügel, das verhindert, dass das Pferd den Kopf zu hoch nimmt.

► N wie Nasenriemen: Der Nasenriemen ist ein Teil der Zäumung, der um das Pferdemaul herum verschlossen wird.

► N wie Nachgurten: Der Sattelgurt sollte nach einer Weile noch mal nachgezogen werden, das nennt man nachgurten.

► O wie Offenstall: Ein offener Stall mit Auslauf,aus dem das das Pferd nach Belieben ein-und ausgehen kann.

► O wie Olympische Spiele : Auch der Reitsport wird bei den olympischen Spielen in Brasilien dabei sein. Auf allen Olympiaden haben die deutschen Reiter bisher 38 Goldmedaillen erzielt, 21 Silber- und 24 Bronzemedaillen.

► P wie Pony: Ponys sind Kleinpferde, die kleiner als 1,48 Meter groß sind.

► Q wie Quadrille: In einer Quadrille reitet eine Gruppe von Reitern bestimmte Figuren. Die Anzahl der Teilnehmer soll immer durch vier teilbar sein.

► R wie Reitbahn: Die Reitbahn ist entweder ein Reitplatz, meist auf Sand oder Rasen, oder eine Reithalle, ein überdachtes oder geschlossenes Gebäude, in dem die Pferde bewegt werden.

► R wie Reitturnier: Das Reitturnier ist der Ort, wo die Wettbewerbe in den verschiedenen Disziplinen ausgetragen werden.

► S wie Stute: Die Stute ist ein weibliches Pferd, dass Fohlen bekommen kann.

► S wie Springreiten: Springreiten ist eine weitere beliebte Art des Reitsports, bei der Pferd und Reiter eine festgelegte Reihenfolge von Hindernissen überwinden.

► T wie Transporter: Der Pferdetransporter ist entweder ein Pferdeanhänger für zwei Pferde, oder ein LKW für beliebig viele Pferde, womit die Pferde zu Reitturnieren transportiert werden.

► T wie Trense: Die Trense ist eine Zäumung, die dem Pferd zum Reiten angelegt wird und besteht aus verschiedenen Teilen.

► U wie Unga rische Post: Ein Kunststück, wobei eine Person mit jeweils einem Fuß auf einem Pferderücken steht.

►  U wie Übergänge: Übergänge ist die Bezeichnung für den Wechsel einer Gangart (siehe G) wie zum Beispiel vom Schritt zum Trab.

► V wie Voltigieren: Voltigieren ist das Turnen auf dem Pferd, wobei das Pferd longiert wird (siehe L).

► V wie Vielseitigkeit: Vielseitigkeitsreiten ist eine Mischung aus Dressur (siehe D), Springreiten (siehe S) sowie Geländereiten, wobei die Pferde mit ihren Reitern einen Parcours aus Naturhindernissen wie Baumstämmen überwinden.

► V wie Vollblüter: Der Vollblüter wird auch Araber oder englisches Vollblut genannt und zeichnet sich durch seine schmale Figur und besonderen Kopf aus.

► W wie Wallach: Der Wallach ist ebenfalls ein männliches Pferd, das jedoch kastriert wurde und so zeugungsunfähig ist.

► W wie Westernreiten: Westernreiten ist eine ältere Reitsportart, die schon im „Wilden Westen“ von Cowboys genutzt wurde.

► XX: XX ist ein Namenszusatz bei Vollblüterpferden.

► Y wie Yonagunipony: Das Yonagunipony ist eine Ponyrasse, die als Wildherde in Japan lebt, und nur bis 1,15 Meter groß wird.

► Z wie Zirkel: Der Zirkel ist eine Bahnfigur (siehe B), wobei die Pferde in einem Kreis mit einem Durchmesser von etwa 20 Metern geritten werden.

► Z wie Zügel: Der Zügel ist ebenfalls ein Teil der Trense, der am Gebiss (siehe G) befestigt wird und so die Lenkung erleichtert.

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