Reiten: Turnier der Sieger
Dressur-Felder vor dem Schloss können sich sehen lassen

Münster -

Und mal wieder können sich die Teilnehmerlisten sehen lassen, wenn es ab Donnerstag ins Dressur-Viereck beim Turnier der Sieger. Neben den bundesweiten prominenten Namen gehen auch die besten Starter des RV St. Georg Münster ins Rennen.

Montag, 07.08.2017, 16:08 Uhr

Anabel Balkenhol und Heuberger starten vor dem Schloss.
Anabel Balkenhol und Heuberger starten vor dem Schloss. Foto: Jürgen Peperhowe

Nachdem am Wochenende den Musikern bei den „Schloss Classix“ die Bühne gehörte, wandelt sich nun das Bild. Reiter und Pferde übernehmen ab Donnerstag endgültig das Kommando, der erste Tag beim Turnier der Sieger gehört einmal mehr den Dressur-Spezialisten, von denen sich wieder ein kleines, aber exklusives Starterfeld angekündigt hat. „Ich bin super zufrieden mit der Meldeliste“, sagt Michael Klimke , Vizepräsident des gastgebenden Westfälischen Reitervereins und zuständig für das Geschehen im Viereck.

Längst ein Stammgast vor dem Schloss ist Isabell Werth, die auch in diesem Jahr nicht fehlen wird. Die sechsfache Olympiasiegerin sattelt Sorento und Anne Beth, die beim K+K-Cup in der Halle Münsterland ihr gemeinsames Debüt gefeiert hatte. Die zwölfjährige Stute ist im Besitz von Lisa Müller, die Frau des Fußball-Nationalspielers Thomas trainiert und lernt bei Werth.

Mit Dorothee Schneider ist eine weitere Reiterin dabei, die in zwei Wochen die deutschen Farben bei der EM in Göteborg vertritt. Neben Faustus und Rock‘n Rose stellt sie mit Sezuan einen Hengst vor, den Schneider als „absolutes Ausnahmepferd“ bezeichnet – was die WM-Titel bei den fünf-, sechs- und siebenjährigen Pferden mehr als eindrucksvoll beweisen.

Notenvergabe per App

Die Diskussion über die Notenvergabe ist so alt wie die Dressur selber. Liegen die Juroren mit ihrer Einschätzung richtig oder haben sie zu tief in die Notenkiste gegriffen? Warum ist die Wertung für den Schritt so hoch? So richtig recht können es die Richter einem kaum machen, irgendjemand hat dann doch immer etwas auszusetzen. Oft auch die Zuschauer, die nun beim Turnier der Sieger ihre Fachkenntnis und Beobachtungsgabe unter Beweis stellen können – mit Hilfe einer App von SAP. Einmal heruntergeladen auf das Handy, kann das Publikum bei der Kür am Samstag sowie im Special am Sonntag live als Juror die Ritte mitrichten. Das Ergebnis wird dann auf der Tafel präsentiert – wie das Resultat der Jury. „Das ist eine interessante Sache, die auch unterhaltsam ist“, sagt Michael Klimke, der beim „TdS“ für die Dressur verantwortlich ist. Und auch einem guten Zweck können die Zuschauer mit der App dienen. Beim Jokerspringen am Samstagabend können sie für die Aktion „Reiten gegen den Hunger“ spenden.

...

Die Riege der Lokalmatadorinnen führt Helen Lange­hanenberg (RV St. Georg Münster) an, die allerdings nur die kleine Tour reiten wird. Aus einem guten Grund, schließlich rutschte sie noch mit dem für Münster gemeldeten Damsey in die deutsche EM-Equipe. Direkt vor ihrer Haustür darf natürlich auch Ingrid Klimke nicht fehlen. Mit Franziskus und Geraldine hat sie zwei Nachwuchspferde im Beritt, mit denen sie sich bereits frühzeitig für das Finale des Louisdor-Preises qualifiziert hat. Als Dritte aus den Reihen des RV St. Georg reitet Anabel Balkenhol ins Viereck vor dem Schloss – und dies mit besten Erinnerungen. Schon einige Male gewann sie beim Turnier der Sieger Goldene Schleifen, zuletzt mit Dablino 2016 im Grand Prix Special, der wie gewohnt am Sonntag auf dem Programm steht. Los geht es allerdings bereits am Donnerstag ab 8.30 Uhr, dem Start fiebert Michael Klimke schon entgegen. „Ich freue mich sehr und bin euphorisch. Das werden sportlich sehr interessante Tage.“

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