Reiten: „Rosendorf Classics“
Merschformann das Maß der Dinge

Seppenrade -

Zugegeben: Es hätten ein paar mehr Zuschauer sein dürfen. Dem sportlichen Wert des Turniers in der Bauerschaft Ondrup tat das aber keinen Abbruch. Ein Starter war an Tag eins besonders erfolgshungrig.

Freitag, 16.03.2018, 20:03 Uhr

Zoe Osterhoff (RV Albachten) und Elovely zählten zu den vielen geschlagenen Paaren im Feld. Die Plätze eins und zwei gingen an Markus Merschformann, Dritte des ersten S-Springens am Freitagabend wurden Cedric Wolf und Hilton.
Zoe Osterhoff (RV Albachten) und Elovely zählten zu den vielen geschlagenen Paaren im Feld. Die Plätze eins und zwei gingen an Markus Merschformann, Dritte des ersten S-Springens am Freitagabend wurden Cedric Wolf und Hilton. Foto: flo

Mit jedem Höhenmeter rauf nach Ondrup wurde es ein bisschen winterlicher. Was einer gewissen Romantik nicht entbehrt, aber so gar nicht nach dem Geschmack von Alfred Helmig war. „Sch . . .wetter“, stöhnte der stellvertretende Vorsitzende des RV Seppenrade und Turnierchef der „Rosendorf Classics“ nach Tag eins der zehnten Auflage. Der anhaltende Schneeregen hatte den Organisatoren die Besucherbilanz ein Stück weit verhagelt.

Rein sportlich betrachtet, hatte Helmig dagegen keinen Grund zur Klage. Platz zwei im ersten morgendlichen L-Springen für Mirja Brüggemann und Carlos Santos. Gleich darauf der Sieg von Florian Karns und Caisy in der zweiten Abteilung. Schließlich das M**-Springen, in dem Niklas Braun mit Sissy von Senden (5.) und Dalaris (9.) zwei Mal platziert war: Für den Ausrichterverein war es ein Start nach Maß.

Routine zahlt sich aus

Und auch Markus Merschformann , der große Abräumer beim abendlichen S*-Springen der großen Tour, geht ja fast schon als Seppenrader durch. Der ehemalige Mannschaftseuropameister, in Ondrup immer mit von der Partie, gewann nicht nur die erste schwere Prüfung des Turniers auf Wizzerd. Mit Dakota wurde der Osterwicker überdies Zweiter. „Wizzerd war schon den ganzen Tag gut drauf“, hatte Merschformann festgestellt. Dabei zähle der Hengst gar nicht zu den Schnellsten, führte der Sieger weiter aus. „Da zeigt sich wieder, dass Erfahrung einfach durch nichts zu ersetzen ist“, lobte Helmig.

Brinkmann und Cidan vergeben Sieg am letzten Hindernis

Tatsächlich waren mehrere Paare flinker als der Routinier, gingen dabei aber zu sehr ins Risiko. Marius Brinkmann und Cidan etwa rissen – auf dem Weg zur Bestzeit – das letzte Hindernis. Statt des möglichen Sieges „nur“ Platz 22 für den Mann vom RV Lüdinghausen und sein Top-Pferd. Zuvor, beim Zwei-Sterne-M-Springen, hatten es Brinkmann und Chaoli als 13. noch unter die Platzierten geschafft.

„Bemerkenswert“ fand Helmig, „dass wir trotz der widrigen Bedingungen am ersten Tag so gut wie gar keine Absagen hatten“. Die Reiter, sie wissen halt um den besonderen Stellenwert dieser Veranstaltung. Kein anderes ländliches Turnier weit und breit hat so viele S-Prüfungen im Programm. Höhepunkt der „Rosendorf Classics“ ist der mit 10 000 Euro dotierte Große Preis am Sonntag ab 14.15 Uhr.

 

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