Reiten: WM der jungen Vielseitigkeitspferde
Weltmeistertitel für Ingrid Klimke und Asha in Lion d’Angers

Münster -

Einen grandiosen Erfolg feierte Ingrid Klimke mit Asha bei der WM der jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Lion d’Angers. Das Duo schnappte sich den Titel – und hinterher hatte die Reiterin viel Lob für ihr Pferd übrig.

Sonntag, 21.10.2018, 20:25 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 20:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.10.2018, 20:25 Uhr
Den perfekten Weg durch das Gelände fand Ingrid Klimke mit der Stute Asha, die nun Weltmeisterin der siebenjährigen Pferde ist.
Den perfekten Weg durch das Gelände fand Ingrid Klimke mit der Stute Asha, die nun Weltmeisterin der siebenjährigen Pferde ist. Foto: AFP

Bei der WM in Tryon (USA) war Ingrid Klimke als Führende in die Entscheidung um Vielseitigkeitsgold gegangen. Doch ein Abwurf am letzten Hindernis hatte damals den Triumph verhindert, mit Bronze dekoriert war die Münsteranerin heimgekehrt. Bei ihren zweiten Titelkämpfen innerhalb von fünf Wochen lief es für Klimke nun bis zum letzten Sprung optimal, die Folge: Gold im Sattel der siebenjährigen Asha bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers (Frankreich).

„Ich bin total happy, Asha war einfach toll“, sagte Klimke. Schon in der Dressur zeigte sich ihre Stute von ihrer besten Seite, war „losgelassen und locker, ohne großen Fehler“. 25,3 Punkte bedeuteten Platz zwei hinter ihrem Teamkollegen Michael Jung mit Choclat. Doch den hochdekorierten Reiter erwischte es am Samstag im Gelände, bei einem Sturz brach er sich den Arm und schied aus. Der Weg war spätestens jetzt frei für Klimke, die mit Asha einen ganz feinen Ritt zeigte. Wie auch am Sonntag im Parcours. „Das war die beste Runde, die Asha je gegangen ist. Das war rhythmisch und locker, ohne einen Wackler. Sie hat unheimlich viel Qualität“, sagte Klimke, die schon 1998 mit Sleep Late und 2016 mit Weisse Düne bei dieser WM gewonnen hatte.

Mit Vanessa Bölting war in Le Lion d’Angers eine zweite Münsteranerin dabei, die Reiterin des RV Zum Rieselfeld startete mit Ready to go im Feld der sechsjährigen Pferde – und zeigte dabei bis auf eine kleine, aber in der Endabrechnung teure Unachtsamkeit eine starke Leistung. „Ich bin total zufrieden und fahre mit einem positiven Erlebnis nach Hause“, sagte Bölting.

Als Achte war sie auf den anspruchsvollen Geländekurs gegangen und war dort bestens unterwegs. Bis Ready to go aus einer Wendung heraus einen Sprung nicht wahrgenommen hatte und einen Vorbeiläufer kassierte. „Es war die beste Runde, die wir in diesem Jahr gedreht haben, und unser erster Fehler im Gelände überhaupt. Ready to go war spitzenmäßig“, erklärte Bölting, die durch die 20 Strafpunkte sowie die folgenden Zeitfehler auf Rang 36 abrutschte. Der abschließende Null-Fehler-Ritt im Parcours aber ließ das Duo auf Rang 27 klettern – ein versöhnlicher Abschluss einer WM, die „viele wichtige Erfahrungen“ (Bölting) gebracht hat.

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